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Im November 2004 sind wir für drei Wochen nach Vietnam gereist. Wir haben geplant, das lang gezogene Land von Norden Richtung Süden zu durchreisen. Die letzte Woche verbringen wir teilweise in Kambodscha, um während drei Tagen die Tempel von Angkor zu entdecken. Am Nachmittag des 24. November fliegen wir von Ho Chi Minh City in Vietnam nach Siem Reap in Kambodscha. Der Flug dauert nur etwa eine Stunde. Ganz nahe der Tempelregion finden wir eine schöne Unterkunft. Am Morgen des 25. November machen wir uns auf zur Erkundung der Tempel. Wir kaufen zuerst einen Dreitagespass und fahren dann zu unserem ersten Ziel. Der grosse Komplex von Angkor Thom. Auf dem Weg können wir auch bereits die ersten Blicke auf die atemberaubenden Türme des Angkor Wat erhaschen. Durch das South Gate erreichen wir die riesige Tempelstadt Angkor Thom.
Mit dem Bau dieser Tempelstadt wurde unter der Führung von König Jayavarman VII gegen Ende des 12. Jahrhunderts begonnen. Das Eingangstor ist gesäumt von Wächterfiguren.
Bayon ist der Haupttempel des Angkot Thom. Er ist einer der bekanntesten und eindrucksvollsten Tempel nebst Angkor Wat.
Vor allem die 49 Türme mit meterhohen, aus dem Stein gehauenen Gesichtern des Bodhisattva sind sehr beeindruckend.
Im Tempel gibt es einige Räume in welchen Buddhastatuen stehen. Diese werden von der Bevölkerung verehrt und sie bringen Opfergaben.
Die Steinmetzarbeiten, die teilweise sehr gut erhalten sind, beeindrucken uns sehr.
Inmitten der Tempelanlagen treffen wir sogar auf einen mobilen Postschalter. So können die Touristen ihre Eindrücke auf Ansichtskarten festhalten und ohne Verzögerung zu den Lieben nach Hause senden.
Vieles wurde durch die Witterungseinflüsse und Kriege zerstört, aber immer wieder finden wir intakte Bereiche, wie diesen Wandelgang, der immer noch mit einem Steindach gedeckt ist.
Auf der Terrasse des Lepra Königs Dharmaraja oder auch Herr des Todes genannt, steht ein Replika das eigentlich gar nicht so böse ausschaut.
Ein weiteres Highlight ist die Tempelstadt Ta Prohm. Errichtet wurde Ta Prohm vom späten 12. bis hinein ins 13. Jahrhundert unter der Regentschaft von König Jayavarman VII.
Die Restauratoren und Architekten der École française d'Extrême-Orient (EFEO), die Ersten die in der Neuzeit begannen die Tempel zu restaurieren, beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie die meisten vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm. Die Vegetation und die herab gefallenen Mauersteine wurden nur soweit entfernt und gesichert, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen. Besonders eindrucksvoll sind die Würgefeigen und die noch grösseren Tetrameles nudiflora, deren Wurzeln ganze Gebäude überwachsen.
Hier stehen wir vor einem der klassischen Fotoobjekten der Tempel von Angkor.
Leider sind auch heute noch riesige Flächen des Landes mit Minen und Blindgänger aus dem Krieg verseucht. Immer wieder begegnen wir Menschen, die durch solche Minen verletzt wurden. Hier haben sich betroffene zusammengefunden um zu musizieren und so Geld zu sammeln.
Als krönenden Abschluss des Tages besichtigen wir noch Angkor Wat. Wir sind nicht die Einzigen, die diese Idee haben. Über eine steinerne Brücke gelangen wir über den Wassergraben, der den gesamten Tempelkomplex umgibt, zu den Tempeln.
Auch viele Mönche kommen hierher um die Tempel anzuschauen, um zu beten und auch um Leute kennen zu lernen und ihr Englisch zu praktizieren.
Wir unterhalten uns eine Weile mit dem jungen Mönch. Von ihm erfahren wir sehr viel über das Leben als buddhistischer Mönch. Nun geht bald die Sonne unter und Angkor Wat wird durch die abendlichen Sonnenstrahlen verzaubert.
Am 26. November starten wir mit frischen Kräften in den zweiten Besichtigungstag. Zuerst fahren wir zum Tempel Banteay Srei der rund 30 Kilometer nordöstlich von Angkor Wat liegt. Dies ist einer der kleineren Tempel von Angkor, gilt aber als einer der kunstvollsten. Zur Herstellung der Anlagen wurde rosafarbener, sehr harter Sandstein verwendet. Dieser Sandstein erlaubt sehr detaillierte Steinmetzarbeiten. Der Tempel wurde während der Regentschaft von Rajendravarman II. (944–968) zu Ehren des Gottes Shiva errichtet.
Nun besichtigen wir den Tempel Bakong der in die Rouluos Gruppe gehört. Gleich neben dem Tempel schauen wir uns die Schule an, die zum Dorf gehört.
Die Kinder sind am musizieren und freuen sich über Besucher.
Die kleine Tochter der Tempelwärterin lässt sich von uns fotografieren.
Von diesem Mädchen haben wir einen kühlen, erfrischenden Drink gekauft. Bereits als wir in den Tempel gehen, will sie uns etwas verkaufen. Wir vertrösten sie auf später. Als wir von der Besichtigung zurückkommen steht sie natürlich bereit und wartet auf uns. Auf die Frage, was sie denn zu verkaufen hätte erklärt sie uns, dass sie ALLES hat.
Auch der zweite Tag verging wie im Fluge und so ist nun schon unser dritter und letzter Tag der Besichtigung von den Tempeln von Angkor. Wir starten wieder um 8 Uhr und besichtigen zuerst Preah Khan und Neak Pean. Der dritte Tempel, den wir anschauen ist Ta Som. Hier wartet wieder eines der ganz bekannten Fotoobjekte auf uns. Ein von einer Würgefeige fest umschlossenes Tor.
Beim Tempel Eastern Mebon treffen wir auf einen alten Musiker.
Er hat auch kleine Buddha Figuren, die er zum Verkauf anbietet. Wir kaufen im zwei solche Figuren ab und er freut sich riesig darüber.
Nun heisst es Bergsteigen. Wir klettern den recht steilen Weg auf den Hügel Phnom Bakheng. In der Hitze des Tages ist das sehr schweisstreibend und wir sind froh, dass auf dem Tempelberg eine Briese weht und wir ein schattiges Plätzchen finden. Die Anstrengung lohnt sich sehr, denn von diesem Tempelberg haben wir eine grandiose Aussicht auf Angkor Wat und die umliegende Fläche.
Zum Abschluss der drei Tage gehen wir nochmals zum Angkor Wat und lassen uns hier sehr viel Zeit. Wir sitzen am trockenen als ein Regenschauer vorbeizieht. Nach dem Regen sind die Treppen extrem rutschig und äusserste Vorsicht ist geboten.
Zum Abschluss noch mal eine Aufnahme eines Einheimischen.
Wir bedanken uns ganz herzlich für euren Besuch auf unserer Homepage. Bis zum nächsten Mal. Viele Grüsse aus Angkor Wat, Marcel und Reni |
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