Thailand 2013 – Reisebericht 1

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Bangkok, Ayutthaya und Sukhothai

Was für ein Gefühl. Nach acht Monaten auf der kleinen Malediveninsel Komandoo wiedermal aufs Festland. Raus in die echte Welt. Da wo es Städte, Strassen, Kinder, Mehrfamilienhäuser, Shoppingcenter und viele Restaurants gibt. Ja, wir verabschieden uns vom Inselparadies und reisen für zwei Wochen nach Thailand. Lange haben wir überlegt, wo wir unseren Urlaub verbringen sollen. Tauchen auf den Philippinen, Safari in Südafrika, Tansania oder sogar eine Reise nach Madagaskar? Da waren wir noch nie und wollen mal noch hin. Aber zwei Wochen reichen da nicht aus. Oder eben wieder nach Thailand oder Bali. Tausend Ideen später haben wir entschieden. Thailand soll es sein. Wieso? Waren wir doch schon, mehr als einmal. Aber, das gute an Thailand: Es gibt einen Direktflug von Male nach Bangkok, die Flugzeit beträgt gute vier Stunden. Perfekt. Wir kennen Thailand und wissen was uns erwartet. Tolle Natur, liebenswerte Menschen und unglaublich gutes Essen. Da mussten wir nicht mehr lang überlegen und haben den Flug gebucht.

Am 12. Mai 2013 ist es endlich soweit. Mit dem Wasserflugzeug von Komandoo nach Male und dann direkt nach Bangkok. Kaum sitzen wir im Flugzeug, gibt es bereits einen Snack. Zur Einstimmung auf den Urlaub gönnen wir uns ein Singha Bier.

Snack mit Singha Bier bei Bangkok Airways

Wir landen am frühen Abend in Bangkok und schnappen uns ein Taxi. Die ersten zwei Nächte geniessen wir ein bisschen Luxus, zumindest was unser Hotel betrifft. Das Millennium Hilton - ein Traum.

Unser Zimmer im 17. Stock im Hilton Millennium Bangkok

Es ist bereits 21 Uhr, so dass wir einfach raus aus dem Hotel laufen, rüber auf die andere Strassenseite und da gibt's auch gleich eine Garküche. We like! Es gibt Pad Thai, genau das was uns vorschwebt. Und das Essen ist saugut. Ratzfatz und der Teller ist leer. Es hat nicht mal für ein Foto mit vollem Teller gereicht, so lecker war's. Herrlich, es ist schön wieder in Thailand zu sein. Wir fühlen uns schon richtig wohl, das Essen, die Gerüche und die Atmosphäre ist uns vertraut. Halt richtig typisch Thailand.

Pad Thai essen in den Strassen von Bangkok

Plötzlich knallt's. Was ist das? Ein Feuerwerk ganz in der Nähe. Das ist ja ein toller Empfang.

Feuerwerk beim Abendessen in Bangkok

Zurück im Zimmer setzen wir uns vors Fenster. Die Aussicht vom Zimmer aus ist einfach der Hammer. Wer braucht denn bei dieser Aussicht einen Fernseher? Wir sind überwältigt. Kann natürlich auch daran liegen, dass wir uns eine solche Aussicht auf das Lichtermeer einer Stadt nicht mehr gewohnt sind. Aber seht selber.

Aussicht aus dem 17. Stock im Hilton Millennium Bangkok

Shoppen ist angesagt. Bevor wir jedoch in die Stadt fahren, schauen wir uns noch ein bisschen im Hotel um und entdecken den Pool mit Terrasse und Aussicht auf die Stadt. Sieht zwar toll aus, wir sind aber verwöhnt und geniessen dann lieber wieder das Schwimmen im Indischen Ozean.

Pool mit Aussicht im Hilton Millennium in Bangkok

Wir sind ganz euphorisch, nach der langen Zeit auf der Insel wiedermal eine Stadt erleben ist so cool. Vom Hilton gibt es ein Shuttle Boot zur BTS Saphan Taksin Station. Ideal, denn von da aus können wir mit dem Skytrain direkt ins Siam Center fahren.

Shuttle Boot vom Hilton in die Stadt

Das Siam Center ist ein riesiger Shopping Komplex. Und ganz in der Nähe befindet sich das MBK Shopping Center. Wer schon mal in Bangkok war weiss, um diese Shopping Komplexe kommt man nicht rum. Wir haben zwar nicht vor gross was zu kaufen, aber schauen ist doch genauso spannend.

Das Einkaufsparadies Siam Paragon hat den Übernamen "The Pride of Bangkok" und gilt neben dem Emporium Shopping Complex als das exklusivste Einkaufscenter in Bangkok. Praktisch alle bekannten Luxus-Marken sind im Siam Paragon vertreten. Die verschiedenen Geschäfte und Boutiquen sind auf 500'000 Quadratmetern verteilt. Zu den angebotenen Luxusgütern die im Siam Paragon erworben werden können, gehören auch Maserati, Lamborghini, Porsche und Mercedes. Zum Glück brauchen wir auf den Malediven kein Auto, so kommen wir nicht in Versuchung zuviel Geld auszugeben.

Siam Paragon - The Pride of Bangkok

Neben all den Luxus-Geschäften sind 16 Kinos, und im Erdgeschoss mit „Siam Ocean World“ sogar ein grosses Aquarium mit unzähligen Tieren und Haifischbecken, untergebracht. Da wir die Fische, Rochen und Haie lieber in der freien Natur betrachten, lassen wir den Besuch des Aquariums sein.

Zwischen dem Siam Paragon und dem Siam Center befindet sich der Siam Square, wo wir uns mal ein bisschen hinsetzen und die Leute beobachten. Ist herrlich, den Leuten beim Pose stehen für Fotos zuzuschauen.

Siam Square und Siam Center in Bangkok

Auf dem Weg ins MBK, ein weiters bekanntes Kaufhaus, können wir von der Fussgängerbrücke herrlich den Verkehr beobachten.

Stau in den Strassen von Bangkok

Das MBK Shoppingcenter ist auf acht Stockwerke verteilt. Auf 140'000 Quadratmetern Fläche befinden sich über 2'000 Geschäfte. Im MBK gibts eine riesige Auswahl an Elektronikartikeln, Kosmetik, Boutiquen, T-Shirt, Jeansstände und vieles mehr. Das MBK gilt als das beliebteste Einkaufszentrum der Stadt. Viele Einheimische aber auch Touristen sind in Scharen am Shoppen.

Das Shoppingparadies MBK in Bangkok

Die Zeit vergeht während unserer Tour durch das Siam Center, das Siam Paragon und das MBK Center wie im Flug und es ist bereits wieder Zeit ins Hotel zurück zu gehen. Wir steigen wieder ins Hilton Shuttle Boot und auf der Fahrt beobachten wir das rege Treiben auf dem Fluss. Es sind viele Touristenboote unterwegs, die auf Kunden warten.

Touristen Boot auf dem Chao Phraya

Aber auch Long-Tail Boote, die für den individuellen Personentransport eingesetzt werden, sind unterwegs.

Long-Tail Boot auf dem Chao Phraya

Entlang des Flusses hat es sehr viele Hotels. Ist natürlich auch eine tolle Lage für ein Hotel.

Skyline entlang des Chao Phraya in Bangkok

Zurück im Zimmer machen wir uns für den Abend bereit und geniessen wieder die herrliche Aussicht. Die Sonne nähert sich dem Horizont und das Licht spiegelt sich im verglasten Gebäude gegenüber.

Aussicht aus dem 17. Stock im Hilton Millennium in Bangkok

Zum Sonnenuntergang gehen wir auf einen Drink auf die Rooftop Terrasse Three Sixty, die sich im 31. Stockwerk des Millennium Hilton Hotels befindet. Die Aussicht ist genial. Wir fühlen uns wie Könige. Genüsslich schlürfen wir an unseren Drinks und lassen die Abendstimmung auf uns wirken.

Rooftop Bar Three Sixty im Hilton Millennium in Bangkok

Die letzten Monate haben wir immer dem Meeresrauschen gelauscht, aber so eine Grossstadt hat ja auch seinen Reiz. Vorallem nachts von einer tollen Rooftop Terrasse aus.

Reni mit dem Drink des Hauses Three Sixty

Prost, auf unseren Urlaub.

Marcel geniesst einen Mai Tai in der Rooftop-Bar Three Sixty

Die Stimmung wird immer besser. Das ist die Aussicht auf den Chao Phraya Fluss und den Stadtteil Bangrak (links vom Fluss) und Khlong San (rechts vom Fluss).

Aussicht von der Rooftop Bar Three Sixty in Bangkok

Und weil es so schön ist gleich noch ein Bild. Hoffentlich langweilen wir euch nicht damit. Sonst einfach runter scrollen.

Aussicht von der Rooftop Bar Three Sixty in Bangkok

Die Aussicht von den bequemen Loungesesseln aus geht Richtung Nordwesten.

Aussicht von der Rooftop Bar Three Sixty in Bangkok

Nach zwei Drinks ist es jetzt wohl besser, wenn wir etwas zu Abend essen. Gleich neben der Bootsanlegestelle Khlong San finden wir das ID Thai Restaurant. Herrlich, draussen sitzen mit Sicht auf den Fluss und das herrliche Essen geniessen.

Thai Restaurant am Chao Phraya in Bangkok

Es scheint, wir spüren die zwei Stunden Zeitverschiebung doch. Wir erwachen vor Sonnenaufgang. So können wir frühmorgens die tolle Stimmung geniessen und sehen den Tag erwachen.

Aussicht aus dem 17. Stock vor Sonnenaufgang im Hilton Millennium Bangkok

Da wir bereits mehrere Male in Bangkok waren, haben wir die Touristenattraktionen diesmal total vernachlässigt. Wir haben noch überlegt, ob wir den Königspalast besuchen sollen, uns dann aber dagegen entschieden. Nächstes Mal wieder. Im Reisebericht Drei Nächte in Bangkok gibt es tolle Bilder vom Königspalast. Der Bericht und die Fotos sind von unserem letzten Bangkok Aufenthalt im 2007.

Auf dem Chao Phraya ist immer viel los. In einer Grossstadt ist ein Fluss die ideale Möglichkeit, den Wasserweg für Transporte zu nutzen. Von unserem Zimmer aus beobachten wir Schleppboote. Erstaunlich, dass ein so kleines Boot so viel Last schleppen kann.

Schleppboot auf dem Chao Phraya Fluss

Nach zwei Nächten im Hilton geht's nun Backpackermässig weiter. Mit dem Shuttle Boot schippern wir auf die andere Flussseite und können so noch ein paar tolle Fotos vom Millennium Hilton schiessen. Von hier unten sieht das Gebäude schon eindrücklich aus.

Hilton Millennium in Bangkok

Hilton Millennium in Bangkok

Ganz in der Nähe der Bootsanlegestelle entkommt Marcel ganz knapp einer Hai-Attacke.

Marcel auf der Hai-Sitzbank

Der Hauptbahnhof Hua Lamphong sieht sehr gepflegt aus.

Hauptbahnhof Hua Lamphong in Bangkok

Wir kaufen uns ein Ticket bis nach Ayutthaya. Der Zug fährt um 11:20 Uhr, somit müssen wir nur eine knappe halbe Stunde warten. Die Wartezeit vergeht schnell, denn es gibt immer wieder etwas zum gucken. Zum Beispiel Verkäuferinnen, die ihre Ware auf dem Perron zum Verkauf anbieten.

Verkäuferin im Hauptbahnhof Hua Lamphong in Bangkok

Die 85 Kikometer fahren wir in der Holzklasse, ist perfekt für die 90 Minuten Fahrt. Und überaus preiswert. Ein Ticket kostet gerade mal 15 Bath, das sind nur 50 Rappen. Beim Einsteigen können wir einen Sitzplatz auswählen, es hat noch genügend. Der Zug füllt sich dann aber bei jedem Stop mehr und mehr.

Unser Zug von Bangkok nach Ayutthaya

Wir erreichen Ayutthaya am frühen Nachmittag und suchen uns ein Hostel für die nächsten zwei Nächte. Im Baan Suan Guesthouse finden wir ein günstiges Zimmer im oberen Stock des Hauptgebäudes. Es ist heiss und so relaxen wir auf der Terrasse ein paar Stunden. Abends spazieren wir zum Nachtmarkt und auf dem Weg dahin sehen wir bereits, was uns morgen erwartet. Tempelruinen.

Ayutthaya Tempelruinen by night

In Ayutthaya besuchen wir die Tempelanlagen des alten Königreichs. Ayutthaya war rund 364 Jahre lang die Hauptstadt des Königreichs Siam. Im Jahre 1767 wurde die Stadt jedoch von den Burmesen erobert und fast vollständig zerstört. König Rama I hat daraufhin die neue Hauptstadt gegründet: Bangkok.

Wir erkunden die alte Königsstadt mit dem Fahrrad. Da es im Mai in Zentral- und Nordthailand sehr heiss ist, starten wir früh morgens mit unserer Tour. Als erstes besichtigen wir die Tempel auf der Insel, so wird der Kern der Stadt Ayutthaya genannt. Das kommt daher, weil die Stadt von den drei Flüssen Mae Nam Lopburi, Chao Phraya und Pa Sak umschlossen wird. Vor dem Frühstück besichtigen wir den Wat Ratchaburana, der im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Der Prang (Tempelturm) ist noch gut erhalten und weist schöne Verzierungen auf.

Wat Rajaburana in Ayutthaya

So sieht der Tempelturm plötzlich ganz klein aus.

Buddhastatue im Wat Rajaburana in Ayutthaya

So, jetzt ist aber Zeit für's Frühstück und einen feinen Cappuccino. Gegenüber früher gibt es in der Zwischenzeit an allen Ecken Cafés. Und der Cappuccino ist echt gut. Mit richtig festem, dickem Schaum, starker Kaffeegeschmack und nicht zu milchig. Jammie!

Als nächstes steht der Wat Mahathat auf dem Programm. Die Tempelanlage wurde im 14. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert von den Burmesen praktisch vollständig verwüstet.

Wat Mahathat in Ayutthaya

Schöne Nahaufnahme eines Buddha-Kopfes im Wat Mahathat.

Buddhastatue im Wat Mahathat in Ayutthaya

Buddha sitzt...

Sitzender Buddha im Wat Mahathat in Ayutthaya

... oder versteckt sich in den Wurzeln des Bodhi-Baumes. Dieser Buddhakopf ist wohl eines der meist fotografierten Objekts im Geschichtspark von Ayutthaya.

Buddha-Kopf im Bodhi Baum beim Wat Mahathat in Ayutthaya

Der Wat Mahathat und der Wat Ratchaburana bilden sozusagen einen Zwillingstempel. Die Tempeltürme sind praktisch identisch.

Wat Mahathat in Ayutthaya

Im Oktober 2011 hat Bangkok und die Region nördlich der Hauptstadt unter extremem Hochwasser gelitten. Auch Ayutthaya war vom Hochwasser betroffen. Von den schlimmen Überschwemmungen spühren wir eigentlich nichts, ausser dass wir beim genaueren hinsehen Spuren des höheren Wasserstandes an den Wänden der Ruinen sehen. Es sind auch überall Renovationsarbeiten im Gange, oder bereits im Endstadium, wie man bei diesen drei Chedis sieht.

Drei Chedis im Wat Mahathat in Ayutthaya

Bei genaueren hinsehen entdecken wir aber auch noch andere Dinge. Zum Beispiel diese roten Käfer. Meistens sind viele auf einem Haufen, wie hier.

Rote Käfer in Thailand

Rasenmäher Thai-Style.

Rasenmäher in Thailand

Der nächste Tempel ist etwas weiter entfernt. Wat Chai Watthanaram liegt ausserhalb der Altstadt von Ayutthaya, am Westufer des Chao Phraya. Die Anlage ist gross und sehr eindrücklich. Der Prang (Tempelturm) ist im Khmer-Stil erbaut und 35 Meter hoch.

Wat Chai Watthanaram in Ayutthaya

Auf einer Mauer neben einem Frangipani Baum schalten wir eine kleine Pause ein. Es riecht herrlich von den Frangipani Blüten.

Francipani Blüte

Es ist bereits wieder kurz vor Sonnenuntergang und so radeln wir zurück in unser Hostel. Wir machen uns frisch und gehen noch zum Nachtmarkt, wo sich die ganze Stadt zum Essen oder auf einen Schwatz trifft. Es sind kaum Touristen unterwegs, schient an der Saison zu liegen. Der Mai gilt als sehr heisser Monat um in Zentral- und Nordthailand zu reisen. Ja, es ist tagsüber zwar sehr heiss, abends jedoch ganz angenehm warm. Und das Beste, es hat kaum Touristen unterwegs und so gefällt uns das Reisen besonders gut.

Ein neuer Tag beginnt. Mit dem wohl schönsten Tuk Tuk der Stadt fahren wir zur Busstation.

Tuk Tuk in Ayutthaya

Im kleinen Tuk Tuk kommen wir uns im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugen schon ziemlich klein vor.

Strassenbild aus dem Tuk Tuk in Ayutthaya

Zum Glück sind wir in die entgegengesetzte Richtung unterwegs.

Lastwagen in Thailand

Das Timing passt perfekt. Unser Bus wartet schon, nur noch schnell ein Ticket kaufen, unser Gepäck in die Ladelucke werfen, einsteigen und los geht's. Die nächste Station ist Sukhothai, rund 350 Kilometer nördlich von Ayutthaya. Die Fahrt dauert etwas mehr als fünf Stunden, ist aber äusserst angenehm. Der Bus ist zum Glück klimatisiert. Bei der momentanen Hitze über die Mittagszeit sind wir sehr froh darüber.

Am Busbahnhof steigen wir in ein Songthaew (Pick-up Sammeltaxis) und lassen uns zum TR Guesthouse fahren. Im Moment hat es nicht so viele Backpacker unterwegs und wir finden einfach eine Unterkunft, auch ohne vorher zu reservieren. So ist Reisen spontan und einfach.

Das TR Guesthouse hat eine ideale Lage. In der Nachbarschaft hat es einige Restaurants und Cafés und auch die Busstation zur Old City ist in Gehdistanz. Die Tempelanlagen der alten Königsstadt liegen 14 Kilometer von New Sukhothai entfernt. Im Halbstundentakt gibt es Shuttle-Busse von der New City in die Old City. Die Busse sind alte, klapprige Lastwagen, erfüllen jedoch prima ihren Zweck.

Bus in die Old City Sukhothai

Wir sind zwar vor 9 Uhr morgens in der historischen Ruinenstadt, aber auch zu dieser frühen Stunde ist es schon sehr heiss. Wir lassen uns aber nicht davon abhalten, den historischen Park per Fahrrad zu erkunden. Am Eingang gibt es für 30 Bath (1 Franken) Fahrräder für den ganzen Tag zu mieten.

Sukhothai war das Königreich von Siam im 13. und 14. Jahrhundert. Die Ruinenstadt ist von einer quadratischen Stadtmauer umgeben. Die Mauer dehnt sich zwei Kilometer in Ost-West-Richtung und 1.6 Kilometer Nord-Süd-Richtung aus. Innerhalb dieser Mauern befinden sich die Überreste des Königspalastes und weitere 26 Tempel. Die alte Königsstadt Sukhothai ist Teil des UNESCO Kulturerbes. Am besten lassen sich die Tempel per Fahrrad oder zu Fuss erkunden. Wobei wir das Fahrrad bevorzugen und empfehlen.

Marcel auf dem Fahrrad in Sukhothai

Wir starten unsere Tour beim Wat Mahathat, dem zentralen, grössten und einem der ältesten Tempel. Er gilt zudem als einer der wichtigsten buddhistischen Tempel in Thailand. Der Geschichte zufolge ist Wat Mahathat aus dem 13. Jahrhundert. Der Tempel war einst von einer Mauer und einem Graben umgeben.

Wat Mahathat in Old Sukhothai

Dem Namen Wat Mahathat sind wir bereits in Ayutthaya begegnet. Und es gibt auch in Bangkok einen mit demselben Namen. Nach kurzer Recherche finden wir heraus, dass Wat Mahathat übersetzt "Tempel der grossen und heiligen Reliquie" heisst.

Wat Mahathat in Old Sukhothai

Wir schlendern durch die Tempelanlage und bewundern die schön erhaltenen Buddhastatuen.

Wat Mahathat in Old Sukhothai

Dieser stehende Buddha ist umgeben von einer dicken, stabilen Wand. Früher war die heilige Statue bestimmt überdacht gewesen. Heute steht die Buddhastatue ungeschützt unter freiem Himmel.

Wat Mahathat in Old Sukhothai

Die eine Buddhastatue hat schöne, golden bemalte Fingernägel.

Wat Mahathat in Old Sukhothai

In den Wassertümpeln können wir Störche beim Fressen beobachten.

Storch am Fressen

Wir sind froh um unser Fahrrad, so kommen wir gut vom einen zum nächsten Tempel voran. Die Anlage ist sehr schön und um den Wassergraben üppig grün. Vorallem dieser Schlafbaum leuchtet herrlich in voller Blüte.

Natur im Geschichtspark Sukhothai

In den Tempelanlagen finden wir viele fotogene Motive. Zum Glück sind Fotos heutzutage digital, ansonsten würden wir eine Unmenge an Filmrollen benötigen.

Hand von Buddha mit Blumenschmuck

Auf dem Weg zu den Tempeln ausserhalb der Mauern entdecken wir noch einen schönen Chedi. Der Fuss des Chedis ist von 24 Elefanten umgeben. Wat Sorasak, so heisst dieser Tempel, wurde im frühen 15. Jahrhundert erbaut. Der Tempel wurde in den 80er Jahren restauriert, aus diesem Grund sind die Elefanten wieder in gutem Zustand.

Chedi mit Elefanten im Wat Sorasak

Gegen Mittag wird die Hitze schier unerträglich. Trotzdem, wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir wollen vor der Mittagspause noch die beiden Tempel ausserhalb anschauen. Als erstes steht der Wat Phra Lai Luang auf dem Programm. Mit dem Fahrrad erreichen wir den Tempel in wenigen Minuten. Wir finden bei einem der drei Tempeltürmen schöne Stuckarbeiten vor. Die Türme sind im Khmer Stil erbaut.

Stuckarbeiten am Wat Phra Phai Luang

Auf einem Sockel, der die Funktion eines Gabentisches hat, entdecken wir diese Figuren. Sieht irgendwie witzig aus. Wer entdeckt den Hahn?

Betende Figuren auf Gabentisch

Nach den vielen Tempeln auch wiedermal ein Bild von uns. Ja, wir leben noch und geniessen unseren Urlaub in vollen Zügen.

Marcel und Reni auf Tempeltour in Sukhothai

Etwas weiter der Strasse entlang befindet sich noch das Wat Si Chum mit dem Buddha, der von aussen wie eingequetscht aussieht.

Wat Si Chum in Sukhothai

Innerhalb der Mauern sieht der Buddha riesengross aus. Wir kommen uns neben der Buddhastatue winzig klein vor. So muss sich eine Ameise fühlen, wenn ein Mensch neben ihr steht.

Buddhastatue im Wat Si Chum in Sukhothai

Bei soviel Anstrengung - Fahrradfahren ist bei der Hitze wirklich nicht ganz ohne - haben wir uns das Mittagessen nun redlich verdient. Auf dem Rückweg entdecken wir eine Reihe Garküchen und finden genau das was wir suchen. Das Pad Thai, die Noodle Soup und der Ananas Shake, frisch zubereitet, schmecken vorzüglich.

Garküche in Old Sukhothai

Wir geniessen das herrliche Essen in vollen Zügen. Ja, man sieht's, essen macht glücklich.

Pad Thai und Ananas Shake zum Mittagessen

Gestärkt bringen wir die Fahrräder zurück und fahren mit dem Shuttle-Bus zurück nach New Sukhothai. Auf dem Weg ins Hostel kehren wir noch im Pai Café ein. Wow, der Thai Ice Tea und Iced Cappuccino schmecken wirklich jammie! Wer in New Sukhothai ist, unbedingt im Pai Café einen Shake probieren oder was Essen. Sehr empfehlenswertes Lokal.

Thai Ice Tea und Cappuccino im Pai Cafe in Sukhothai

Wir sind nun knapp eine Woche unterwegs. Im zweiten Teil geht es weiter mit unseren Erlebnissen in Si Satchanalai, Lampang und Chiang Mai.


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf den Reisen durch Thailand weitergeholfen und können wir empfehlen:

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