Thailand 2006 – Reisebericht 1

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Drei Wochen intensive Ausbildung zum Divemaster

Vom 4. bis 26. November 2006 reisen wir nach Phuket, wo wir die Ausbildung zum PADI-Divemaster absolvieren. Die drei Wochen Urlaub sind vom Tauchen und vor allem vom Lernen bestimmt. Zeit zum relaxen bleibt kaum, aber das ist ja auch nicht unser Hauptziel. Wir erleben eine sehr intensive und interessante Ausbildung mit unserem österreichischen Tauchlehrer Joy.

Phuket ist mit 543 km² die grösste Insel Thailands und liegt ca. 900 km südlich von Bangkok. Phuket misst an der breitesten Stelle 50 km und hat etwa 220'000 Einwohner, von denen rund 70'000 in der Hauptstadt Phuket Town leben.

Auf der Westseite findet man einige der schönsten Strände Südthailands. Bei Touristen besonders beliebt sind Kata, Karon, Surin, Bang Tao und Patong Beach. Auf der Ostseite wird das Küstenbild von Mangroven geprägt und es gibt nicht so viele Touristen wie an der Westseite. Wir verbringen unsere Urlaub in Chalong, das an der Ostseite unterhalb von Phuket Town liegt. Das Dorfbild wird während des Tages vor allem durch die Tauchtouristen geprägt, die vom riesigen Steg aus mit den Tauchbooten zu den Tauchplätzen fahren. Am Abend wird es dann ruhiger und die meisten Touristen fahren wieder in ihre Hotels an der Westküste. Wir geniessen die ursprünglichere Stimmung an der Ostküste. Vor allem das noch richtig typische, scharfe thailändische Essen in den einfachen, untouristischen Lokalen lieben wir über alles.

Am Flughafen werden wir bereits von Angestellten des Resorts erwartet. Wir fahren mit dem Minibus in den Süden der Insel und erreichen nach einer Stunde das Palm Garden Resort, wo wir die nächsten drei Wochen wohnen werden.

Das Resort ist klein und die Bungalows sind rund um einen kleinen Pool angeordnet. Die Bungalows sind einfach aber geschmackvoll eingerichtet. Die Atmosphäre im Resort ist sehr familiär und beim köstlichen Essen lernen wir immer wieder neue Leute kennen. Vor allem das Tom Kah Gai schmeckt uns hier sehr gut.

Da das Resort zum Tauchcenter Sea Bees gehört ist der Pool für Tauchausbildungen konzipiert. Es gibt einen flachen und einen etwa drei Meter tiefen Bereich und Platz für Übungen ist genügend vorhanden. Während der Ausbildung zum Divemaster verbringen sehr viel Zeit in diesem Pool und feilen immer wieder an unseren Fähigkeiten. Nun reicht es nämlich nicht mehr die Übungen nur durchführen zu können. Als Divemaster müssen wir fähig sein die Übungen in Demonstrationsqualität vorzuzeigen.

Natürlich sind wir aber auch oft im Meer am Tauchen. Rund um Phuket liegen einige der schönsten Tauchplätze von Thailand. Leider haben wir nicht viel Zeit um die Schönheiten der Unterwasserwelt rund um Phuket in vollen Zügen zu geniessen. Dennoch können wir ein paar schöne Tauchgänge zwischen den vielen Übungen geniessen. Auf der Karte sind die wichtigsten Tauchplätze rund um Phuket eingezeichnet.

Das neue Boot der Sea Bees heisst Aragon, ist rund 20 m lang und hat erst vor kurzem die Jungfernfahrt absolviert. Als angehende Divemaster werden wir auch in die Vorbereitungen der Tagesausflüge eingebunden. So helfen wir tatkräftig bei den Arbeiten vor dem Ausflug mit. Wir bereiten die Ausrüstungen, Proviant und Tanks vor, tragen die Ausrüstungen der Gäste auf das Boot und verstauen alles am vorgesehen Platz.

Sobald sich alle Tauchgäste auf dem Boot eingefunden haben, legt das Boot ab und wir fahren zu den Tauchplätzen.

An Bord des Bootes gibt es zuerst Frühstück und wir geniessen die Fahrt bis zum ersten Tauchplatz. Hier werden auch die Briefings für die Tauchgäste gemacht. Mit Hilfe einer Tauchplatzkarte informiert der verantwortliche Tauchguide die Gäste wie der Tauchgang abläuft und was es zu sehen gibt. Auf dem selben Deck befindet sich auch eine Bar, wo den Gästen vor dem Tauchen alkoholfreie Getränke serviert werden. Auf dem Rückweg gibt es dann das wohlverdiente "Dekobier". Da Sea Bees eine deutschgeführte Tauchbasis ist, gibt es natürlich auch "Schneider Weissbier".
Ein Deck höher bedindet sich das Sonnendeck. Es ist sehr grosszügig gebaut und lädt geradezu zum relaxen nach dem Tauchen ein.

Auf der Fahrt zu den Tauchplätzen fahren wir an vielen kleinen und grösseren Inseln vorüber. Einige davon sind unbewohnt, andere wiederum beherbergen Touristenresorts.

Aus der Nähe betrachtet gefallen uns vor allem die Felsformationen aus Granitgestein. Diese Blöcke sehen aus als ob sie von Menschenhand aufgeschichtet wurden.

Rund um die Insel (Koh) Racha Yai befinden sich etwa zehn Tauchplätze. Für unsere Aufgaben, die wir während der Ausbildung zum Divemaster bewältigen müssen, bieten diese Plätze die optimalen Bedingungen. Zu unseren Aufgaben gehören eine Tauchplatzkarte zeichnen, Rescue Szenarien lösen, bei Kursen assistieren, Tauchgruppen führen und einiges mehr.

Hier kommen die Taucher gerade von ihrem Tauchgang zurück.

In der Bungalow Bay tauchen wir geschützt vor den grossen Wellen und der Strömung. Diese Bucht ist ideal um Rettungsübungen durchzuführen.

Natürlich sind wir nicht die einzigen Taucher hier. An den Tauchplätzen rund um Phuket finden sich oft mehrere Tauchboote mit Tauchern ein und selten haben wir einen Tauchplatz für uns alleine.

Auf dem Weg zum Anemone Reef fahren wir an dieser Felseninsel vorbei. Diese Felsformationen ragen sehr eindrücklich steil aus dem Wasser und erstaunlich wie bewachsen die sind.

Am 5. November ist das Lichterfest (Loy Krathong) und wir mischen uns am Abend unter die riesige Menschenmenge, die sich im Hafen von Chalong eingefunden hat. Der gesamte Hafenbereich hat sich in ein riesiges Festgelände verwandelt und wir geniessen das Eintauchen in das traditionelle Leben der Thais. Essensstände reihen sich dicht gedrängt aneinander und wir probieren allerlei Leckereien. Auch die lotusförmigen Blätterschiffchen kann man an jeder Ecke erstehen. Natürlich lassen auch wir ein solches Schiffchen auf die Reise gehen. Leider erlöschen die Kerzen recht schnell, da der Wind recht stark bläst aber die Räucherstäbchen brennen sicher noch weiter.

Das Loy Krathong-Fest ist eines der schönsten und stimmungsvollsten Feste die in Thailand gefeiert werden. In der Vollmondnacht des 12. Mondmonats verwandeln sich das Meer, die Flüsse, Teiche und Kanäle im ganzenLand in wahre Lichtergärten. Sobald es dunkel wird, versammeln sich an den Ufern Tausende festlich gekleidete Thais. Feierlich werden lotusförmige Blätterschiffchen aus Bananen- und Palmenblättern, sogenannten “Krathongs”, ins Wasser gesetzt und auf die Reise geschickt. Genau das drückt auch die Bezeichnung „Loy Krathong“ aus, die demFest den Namen gegeben hat. Die Krathongs sind reich mit Blüten verziert und bestückt mit Räucherstäbchen, brennenden Kerzen,Münzen, Nahrungsmitteln und persönlichen Beigaben (z.B. Fingernägel, Haare), welche die Menschen den Krathongs anvertrauen.

Am 13. November haben wir endlich ein paar Stunden Freizeit und nutzen diese gleich für einen Ausflug mit dem Motorroller. Wir brausen los und als erstes besichtigen wir das schöne Kloster (Wat) Chalong.

Das Wat Chalong hat eine sehr gepflegte Gartenanlage und im Innern glänzt es nur so. Wir trauen uns kaum einzutreten, der Boden ist so blitzblank gefegt.

Die schönen Stufendächer faszinieren uns immer wieder von Neuem.

Auf der Westseite der Insel schauen wir uns die sehr touristischen Strände Kata und Karon an. Hier reihen sich Liegestuhl an Liegestuhl aneinander. Wir sind froh, dass wir auf der untouristischeren Ostseite unsere Zelte aufgeschlagen haben.

Vom Aussichtspunkt ganz im Süden von Phuket haben wir eine herrliche Aussicht gegen das Inselinnere auf der einen Seite.

Auf der anderen Seite ist das Meer und auch diese Schulklasse geniesst die abendliche Stimmung.

Bald geht die Sonne unter und wir machen uns auf den Rückweg. Unterwegs gönnen wir uns noch ein feines Nachtessen und dann fahren wir zurück nach Chalong an der Ostküste.

Am 17. November machen wir uns nach dem Lernen auf eine weitere Erkundungstour mit dem Motorroller. Über eine sehr steile und kurvenreiche Strasse erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt mit herrlicher Aussicht. Für die anspruchsvolle Fahrt über die unbefestigte und durch den Regen ausgewaschene Strasse werden wir mit einer überwältigenden Aussicht über die Bucht von Chalong und die vorgelagerten Inseln belohnt. Von hier aus sieht man sogar den Steg, wo jeweils die Tauchboote ablegen.

Auf dem Gipfel entsteht zur Zeit gerade ein riesiger Buddha. Wenn der Buddha fertig gestellt ist, wird auch er die herrliche Aussicht auf das Meer geniessen können. Fasziniert schauen wir den fleissigen Thais eine Weile zu wie sie hier in schwindelerregender Höhe bauen.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum Meer und sehen die Sonne gerade noch hinter den Wolken verschwinden. Für einmal können wir keinen perfekten Sonnenuntergang im Meer festhalten. Die Stimmung mit den Wolken ist jedoch viel spezieller als ein Postkarten Sonnenuntergang.

Am 19. November haben wir endlich nochmals einen ganzen Tag frei und können wieder auf Erkundungstour. Fast ein bisschen wie Ferien in den Ferien... Wir brausen wieder mit unserem Motorroller los und fahren Richtung Norden. Dabei fahren wir durch eine herrliche Landschaft und geniessen die Aussicht auf Reisfelder, Palmengärten und die typisch thailändische Architektur.

Bei einer Klosteranlage machen wir Halt und geniessen die herrliche Gartenanlage mit Blick auf das Meer und die Prawn-Farmen. Hier werden also die leckeren Prawns gezüchtet.

Die roten Ziegeldächer mit dem Meer im Hintergrund sehen ganz schön kitschig aus.

In dieser schönen Gartenanlage stehen viele verschiedene Pflanzen. Dieses Palmenblatt wirkt mit der Sonneneinstrahlung und dem Schattenwurf wie ein kleines Kunstwerk der Natur.

Bei einem kurzen Abstecher in den Dschungel treffen wir auf eine sehr grüne und überaus üppige Natur. Das Ufer des kleinen Flusses ist gesäumt von einer herrlichen Vielfalt von Büschen, Bäumen und Blumen. Natur pur.

Auch viele Falter und Schmetterlinge finden hier genügend Nahrung und optimale Lebensbedingungen. Dieser hier geniesst wohl den Schattenplatz und lässt sich ein Blatt schmecken.

Auf unserem Ausflug besuchen wir auch kurz die Stadt Phuket und schauen uns ein paar Tempel an. Dieser Tempel hier wird bewacht von einer 5-Köpfigen Naga. Im Hintergrund das Tempeldach mit wunderschönen Goldverzierungen

Im Innern des Tempels treffen wir natürlich wieder auf Buddha. Hier in glänzendem Gold vor einer sehr schön mit goldenen Ornamenten bemalten Wand.

Am 26. November heisst es leider bereits Abschied nehmen von Thailand. Die drei Wochen in Phuket waren sehr lehrreich, intensiv und spannend. Als frischgebackene PADI-Divemaster fliegen wir stolz nach Hause.

Wir danken für euren Besuch auf unserer Homepage und freuen uns, wenn ihr wieder einmal reinklickt.

Viele Grüsse,

Marcel und Reni


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf den Reisen durch Thailand weitergeholfen und können wir empfehlen:

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