Sri Lanka 2012 – Reisebericht 3

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Die üppige Bergregion von Sri Lanka mit den Teeplantagen

Seit dem 1. Mai sind wir in Sri Lanka unterwegs. In dieser Zeit haben wir einige kulturelle Höhepunkte von Sri Lanka besichtigt und viel über die Geschichte dieses Landes gelernt. Wir sind von Colombo mit dem Zug Richtung Norden gereist und haben die Orte Anuradhapura, Mihintale, Sigirya, Polonnaruwa und Dambulla besucht. Nach der Besichtigung der kulturellen Höhepunkte ist es nun Zeit die Natur der Bergregion Sri Lankas zu erkunden.

Am Morgen des 13. Mai fahren wir wieder von Kandy weg. Dieses Mal aber Richtung Bergregion. Wir gehen zum Bahnhof und warten auf unseren Zug. Für die Strecke von Kandy nach Nuwara Eliya haben wir einen Sitzplatz in der ersten Klasse reserviert. Diese Bahnfahrt soll sehr schön sein und wir wollen wenigstens einen Sitzplatz haben. Von Kandy müssen wir aber zuerst nach Peradeniya fahren und dort umsteigen.

In Peradeniya fährt dann pünktlich unser Zug ein. Dieser Zug hat einen Panoramawagen. Dieser hat allerdings zwei Nachteile. Nur gerade die Sitze am Ende des Wagens haben Panoramafenster, alle anderen Fenster auf der Seite sind ganz normal. Der zweite Nachteil ist, dass der Wagen am Ende der Zugskomposition ist und die Aussicht entgegen der Fahrtrichtung ist. Wir sind ganz froh, dass wir nicht in diesem Wagen reservierte Sitze haben.

Die Zugfahrt von Kandy nach Nuwara Eliya ist wirklich sehr schön. Zuerst ist die Landschaft noch relativ flach und wir sehen viele Gemüse- und Reisfelder. Dann beginnt die Landschaft aber immer hügliger zu werden und die Fahrt wird immer kurviger. Es gibt kaum mehr grössere Flächen und die Felder sind nun terrassenförmig an den Hügeln angelegt. Die Reisfelder werden von Teeplantagen abgelöst und ab und zu sehen wir auch noch Gemüsebeete.

Die Strecke wird immer kurviger, der Zug wird langsamer und es geht stetig aufwärts. Schliesslich müssen wir auf den rund 80 Kilometer fast 1400 Höhenmeter überwinden, bis wir das auf 1889 Meter gelegene Nuwara Eliya erreichen. Wir fahren mitten durch Teeplantagen hindurch und die Luft wird merklich frischer, je höher wir fahren.

Die Teeplantagen überziehen die gesamten Hügel und aus dem Zug können wir sogar den Teepflückerinnen bei der Arbeit zusehen.

Bei der Bahnstation Watagoda stoppt der Zug und wir können aus unserem Fenster in das Bahnbüro sehen. Der Bahnhofsvorstand ist in leuchtend weisser Uniform gekleidet.

Die Gerätschaften im Büro erinnern ein bisschen an ein Museum. Das rote Gerät in der Mitte ist ein Tyer's Train Tablet Apparatus. Dieses Gerät wird eingesetzt um Zugskollisionen auf eingleisigen Zugsstrecken zu vermeiden. Das System wurde in England von Edward Tyer entwickelt und 1880 patentiert. Danach wurde das Gerät vor allem in England und den Kolonien Englands verwendet.
Hier in Sri Lanka wird das System noch heute angewendet. Sonst wird es vor allem noch bei eingleisigen Museumsbahnlinien verwendet.

Hier folgt die Funktionsbeschreibung:
Das System ist sehr einfach. Wie bei anderen Block-Systemen wird beim Electric Tablet System die Strecke in Blockabschnitte unterteilt. Ein Zug darf in einen Blockabschnitt nur dann einfahren, wenn der Lokführer im Besitz eines Token ist, der ihm die Fahrerlaubnis gibt. Beim Tyer-System übernehmen Tablets diese Funktion. Diese Tablets werden aus Tablet-Apparaten entnommen, von denen jeweils einer am Anfang und einer am Ende des Blockabschnitts aufgestellt ist. Die Apparate sind elektrisch so miteinander verbunden, dass für jeden Blockabschnitt nur ein Tablet an einem der Apparate entnommen werden kann. Bevor ein Tablet gezogen werden kann, muss am Apparat am Ende des Blockabschnittes eine Freigabe erfolgen, die diesen Apparat sperrt. Mit der Entnahme des Tablets wird auch der Apparat am Anfang des Blockabschnittes gesperrt. Das nächste Tablet kann erst dann entnommen werden, wenn der Zug am Ende des Blockabschnitts angekommen und der Block durch Rückgabe des Tablets freigegeben wurde.

Nach der ausserordentlich malerischen Fahrt durch die bezaubernden Hügel mit den Teeplantagen kommen wir nach dem Mittag in Nanu Oya an. Die Station Nanu Oya ist 9 Kilometer von Nuwara Eliya entfernt und wir werden von unserem Guesthouse abgeholt. Das Guesthouse heisst King Fern und liegt etwas ausserhalb des Zentrums. Wir werden von Nashti, dem Besitzer sehr herzlich empfangen und erhalten erst mal einen heissen Tee. Das King Fern ist eine kleine Oase der Ruhe. Es ist umringt von Pflanzen und unter dem Gebäude plätschert ein kleiner Bach durch. Nashti ist ein sehr aufmerksamer Gastgeber und organisiert alles für seine Gäste. Im Hauptgebäude wird gerade der neue Aufenthaltsraum fertig gestellt. Ein grosser, gemütlicher Raum zum Essen, relaxen und diskutieren.

Für den nächsten Tag machen wir gleich eine Tour zum Nationalpark ab. Auch um das King Fern können wir bereits Tiere und vor allem schöne, bunte Vögel beobachten. Hier haben wir einen Schmuckbülbül (Pycnonotus penicillatus) beim Beerenfressen erwischt.

Der Wecker klingelt heute schon um 4:45! Wir müssen früh los denn wir wollen noch am frühen Morgen zum Ende der Welt...
Das Ende der Welt liegt im Hortain Plains Nationalpark und ist am besten am frühen Morgen zu besuchen.
Pünktlich um 5 Uhr werden wir beim King Fern von unserem Fahrer abgeholt. Zusammen mit zwei Australierinnen werden wir in einem Minivan zum Nationalpark gefahren. Die Fahrt ist zwar nur etwa 35 Kilometer, dauert aber rund eineinhalb Stunden.
Bereits auf dem Weg zum Nationalpark sehen wir einen jungen Sambar Hirsch an der Strasse stehen.

Auf einer Lichtung nahe des Nationalparks sehen wir dann noch einen etwas grösseren aber noch nicht ausgewachsenen Sambar Hirsch.

Der Sambar ist ein sehr grosser Hirsch mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 160 bis 250 Zentimetern und einer Schulterhöhe von 100 bis 160 cm. Das Gewicht beträgt 110 bis 260 Kilogramm. Das Verbreitungsgebiet des Sambar reicht von Indien und dem Süden Chinas bis zur Malaiischen Halbinsel und umfasst zusätzlich die Inseln Sri Lanka, Sumatra, Borneo, Taiwan und Hainan. Sein Lebensraum sind vorwiegend Wälder, die frei von Störungen durch den Menschen sind.
Dieser Sambar scheint sich aber schon an die Menschen gewöhnt zu haben, denn er lässt sich nicht stören und ich kann ganz nahe zu ihm hin um ihn zu fotografieren.

Um 6:30 erreichen wir den Nationalpark und kaufen ein Ticket. Im Park befindet sich die alte Lodge Farr Inn, welche in der Kolonialzeit von Britischen Beamten als Jagdlodge benutzt wurde. Heute ist im Gebäude ein Restaurant und ein Besucherzentrum untergebracht. Natürlich ist das Restaurant so früh am Morgen noch geschlossen, aber wir haben ja unser Frühstück mitgebracht.
Die Stimmung ist sehr mystisch, denn ein dicker Nebel hängt über der Landschaft und es ist sehr feucht.
Wir gehen los und geniessen die Ruhe und die Geräusche der erwachenden Natur.

Der Horton Plains Nationalpark liegt auf über 2000 m Höhe, was ein kühleres und windigeres Klima als im Tiefland mit sich bringt. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 16 °C gegenüber 26 °C an der Küste. Im Winter sind die Nächte so kalt, dass es sogar zu Frost kommen kann.
Der Park hat eine Fläche von 31,60 km² und wird teilweise von Nebelwald, teilweise von feuchtem Grasland bedeckt.

Hier der Nebelwald.

Und hier das Grasland.

Langsam lichtet sich der Nebel und wir sehen endlich die Landschaft um uns herum.

Zum Glück verzieht sich der Nebel ganz und wir können die ganze Schönheit der Horten Plains sehen. Der Weg führt durch saftig grüne Wiesen. Unser Ziel ist das Ende der Welt.

Nun sind wir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn am Wegrand entdecken wir ein Schild zum Ende der Welt.

Die bekannteste Attraktion des Horton Plains Nationalparks ist das World's End (Ende der Welt), ein Steilabhang von über 1050 m, der bei klarer Sicht einen Ausblick bis zum Meer ermöglicht.

Das Meer sehen wir zwar nicht, aber die Aussicht ins Tal und auf die Teeplantagen, die sich 1000 Meter unter uns befinden, ist sehr eindrücklich. Es hat sich gelohnt früh aufzustehen. Denn oft ziehen gegen Mittag dicke Wolken ins Tal und versperren die Aussicht vom Ende der Welt.

Im Horton Plains Nationalpark finden wir auf den Ebenen viele Rhododendron Pflanzen. Die blutroten Blüten dieser Pflanzen stehen im Kontrast mit dem Grün der Wiesen.

Die Bakers Falls Wasserfälle sind die zweite Hauptattraktion des Nationalparks. Sie entstehen aus dem Fluss Belihul Oya, einem Nebenfluss der Walawe und sind ca. 20 Meter hoch. Benannt wurden sie nach dem Jäger und Entdecker Sir Samuel Baker, dem Gründer der Stadt Nuwara Eliya.

Von den Bakers Falls aus ist es nur noch ein kurzes Stück entlang des Belihul Oya. Dann erreichen wir auch schon wieder unserern Ausgangspunkt beim Farr Inn.

Hier gibt es zuerst ein Pause und wir sehen uns noch die kleine Ausstellung an. Draussen setzen wir uns hin und beobachten diese leuchtend grüne Eidechse.

Kurz nach dem Mittag kommen wir wieder im Guesthouse an und gönnen uns zuerst einen kühlen Drink. Dann gehen wir noch ins Dorf und suchen uns ein paar Snacks zur Stärkung. Auf dem Weg ins Dorf kommen wir an dieser Kirche vorbei.

Die Schulkinder sind auf dem Nachhauseweg von der Schule. Die Kinder haben einen dicken Pullover an. Schliesslich sind wir hier in der Bergregion von Sri Lanka.

Nuwara Eliya ist vom Kolonialstil der Britischen Kolonialherrschaft geprägt. Viele Häuser und Gebäude erinnern an diese Zeit.

Am Abend wird im King Fern jeweils ein Feuer im Ofen entzündet und wir sind um die Wärme des Feuers froh, denn sobald die Sonne untergeht wird es recht frisch hier. In der Nacht sind wir dankbar über die dicke Decke, die wir im Zimmer haben.

Am 15. Mai schlafen wir aus, geniessen ein feines Frühstück und lassen uns dann mit dem Tuktuk in die Teefabrik Labookellie fahren. Die Teeplantage Mackwoods Labookellie Estate gehört in den Konzern Mackwoods. Die Firma Mackwoods wurde im Jahre 1841 vom Britischen Seefahrer William Mackwoods gegründet und beschäftigt heute im Konzern fast 10'000 Mitarbeiter.

Wir werden durch die Produktionshallen der Teefabrik geführt und erfahren, wie die verschiedenen Teesorten behandelt werden. Die Herstellung des Tees ist ein Transformationsprozess vom frisch gepflückten grünen Teeblatt zum Schwarztee.

Dieser Prozess wird in sieben Schritte eingeteilt.
1. Das Pflücken: In regelmässigen Abständen, alle fünf bis acht Tage werden die grünen Teeblätter von den Feldern geerntet. Gepflückt werden die weichen und jungen zwei Blättern und die Knospe von Frauen. Diese sind schneller und genauer als Männer.
2. Das Austrocknen: Mehrmals täglich werden die frisch gepflückten Teeblätter von den Feldern in die Fabrik gefahren. Hier werden die Teeblätter in Trögen ausgebreitet. In diesen Trögen werden die Teeblätter mit warmer Luft getrocknet. Zuerst wird die Oberflächenfeuchtigkeit der Teeblätter entfernt und dann werden die Pflanzensäfte chemisch verändert. Es dauert 10 bis 14 Stunden, bis die physikalischen und chemischen Änderungen komplett sind, und die Blätter weich und gummig sind.
3. Das Rollen: Bei diesem Schritt werden die Blätter gerollt um ätherische Öle freizusetzen und die Zellwände aufzubrechen. Das Rollen dauert rund 20 bis 30 Minuten.
4. Das Fermentieren: Bei der folgenden Fermentation mit feuchtwarmer Luft entfalten sich die Öle, und das typische Aroma entsteht. Sobald die Blätter eine kupferrote Farbe und einen typischen Geruch angenommen haben, kann das Fermentieren beendet werden.
5. Das Trocknen: Die fermentierten Teeblätter enthalten immer noch 45 bis 50 Prozent Feuchtigkeit. Um die Blätter zu trocknen und die Inhaltsstoffe und den Geschmack zu konservieren werden diese getrocknet. Der Trocknungsprozess dauert 20 bis 25 Minuten. Die Temperatur startet bei etwa 50 °C und wird bis auf rund 100 °C hochgefahren. Am Ende ist der Feuchtigkeitsgehalt der Teeblätter auf etwa 2 bis 3 Prozent gesunken.
6. Das Sieben: Mit Sieben werden die Teeblätter nach ihrer Grösse und Form sortiert und ungewollte Partikel, Fasern und Stiele aussortiert.
7. Das Verpacken: Tee ist sehr wasserziehend und nimmt schnell Feuchtigkeit auf. Darum muss der Tee schnellstmöglich abgepackt werden. Je nach Bedarf wird der Tee in grosse Säcke für Auktionen oder direkt in die handelsüblichen Verpackungseeinheiten abgepackt.

Hier ein Blick in die Produktionshallen der Firma.

Nach dieser sehr interessanten Führung dürfen wir natürlich auch vom Endresultat degustieren. Wir erhalten einen riesigen Teekrug voll frischem Tee. Dazu gönnen wir uns ein Stück des leckeren Schokoladenkuchens der hier täglich frisch gebacken wird.

Von der Terrasse des Besucherzentrums aus haben wir einen traumhaften Ausblick auf die Teeplantagen, weche die umliegenden Hügel überziehen.

Nach der Besichtigung der Teefabrick wollen wir noch eine kleine Wanderung unternehmen. Von der Hauptstrasse zweigt eine kleine, steile Strasse ab. Diese Strasse führt mitten durch Teeplantagen zu einem Aussichtspunkt.
Die Strasse steigt steil an und schon bald haben wir eine schöne Aussicht über das Tal. Die Gemüsegärten sind bereit für die Anpflanzung. Die bevorstehende Regenzeit bringt dann das nötige Wasser.

Der Weg führt an Teeplantagen vorbei und wir sind mitten drin in den satten grünen Teepflanzen.

Beim Aussichtspunkt hatte es früher sogar einmal ein Restaurant. Dieses gibt es aber wohl schon länger nicht mehr. Wir setzen uns hin und geniessen die Ruhe und die schöne Aussicht über die Teefelder und die umliegenden Siedlungen mit den Gemüsebeeten.

Am 16. Mai geht es wieder weiter und wir verabschieden uns von Nuwara Eliya. Wir werden zum Bahnhof von Nanu Oya gefahren. Dort kaufen wir uns eine Fahrkarte und warten dann auf den Zug.

Wir haben Glück und können uns zwei Sitzplätze ergattern. Die Strecke ist knapp 65 Kilometer und die Fahrt dauert rund zweieinhalb Stunden. Auch dieser Abschnitt der Strecke schlängelt sich mitten durch die Hügel, welche mit Teeplantagen überzogen sind.

Der Zug ist recht voll, fährt sehr langsam und rattert und holpert über die alten Schienen. Zum Glück ist die Luft hier in der Bergregion relativ frisch und so herrscht mit den offenen Fenstern ein angenehmes Klima im Zug.

Die Fahrt ist toll und wir geniessen die spektakuläre Aussicht auf die Hügel, in die Täler und die Teeplantagen, welche die Landschaft prägen.

Um die Siedlungen und Dörfer wird aber auch immer viel Gemüse angepflanzt.

Am Nachmittag erreichen wir die Bahnstation Ella und lassen uns von einem Tuktuk zu unserem Guesthouse fahren. Das Guesthouse hat eine wuderbare Terrasse, von der aus wir den Ella Rock sehen können.

Auch schöne farbige Vögel können wir von unserer Terrasse aus beobachten. Diesen orangenen Schwarzhauben Pirol haben wir auf einer Stromleitung sitzen sehen.

Fürs Abendessen gehen wir ins Dorf und finden ein sehr gemütliches Restaurant. Das Restaurant liegt zwar an der Hauptstrasse, die durch das Dorf führt, aber so haben wir von der Terrasse aus eine gute Aussicht auf das rege Treiben.

Heute steht die Wanderung auf den Ella Rock an. Wir stärken uns mit einem Frühstück und gehen dann los. Wir gehen durch das Dorf und dann die ersten 2,5 Kilometer entlang der Bahnlinie. Die Bahninfrastruktur ist in Sri Lanka nicht gerade auf dem neusten Stand. Auch die Bahngeleise sind in einem sehr schlechten Zustand. Einige der Eisenbahnschwellen sind völlig durchgefault und unterspühlt. Da wundert uns dieses Bild nicht.

Wir sehen aber auch, dass die Bahnlinien gewartet werden. In der Schweiz werden grosse Maschinen für die Verlegung und Wartung von Bahnschienen eingesetzt. Hier in Sri Lanka werden diese Arbeiten von Hand und ohne Hilfe von Maschinen ausgeführt.

Nachdem wir eine alte, rostige Eisenbahnbrücke überquert haben geht es noch über einen Bach und dann stetig aufwärts. Der Weg ist nicht markiert und immer wieder gibt es Wege die abzweigen. Mit dem Gipfel vor uns finden wir aber anhand der Richtung den richtigen Weg. Wir gehen durch Teeplantagen, an Gemüsefeldern vorbei und irgendwann sind wir in dichtem Wald. Der Weg wird immer steiler und das letzte Stück ist ganz schön anstrengend und schweisstreibend.
Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den Gipfel des Ella Rocks und wir können die traumhafte Aussicht geniessen.

Stolz posieren wir vor der traumhaften Landschaft.

Am nächsten Morgen stehen wir etwas früher auf, denn wir wollen wieder wandern gehen. Heute steht die Wanderung auf den Little Adam's Peak auf dem Programm. Wir geniessen ein Frühstück mit Aussicht und dann gehen wir los. Der Weg führt uns mitten durch ein Teeplantage. Diese sattgrünen jungen Teeblätter sind die Grundlage eines feinen Tees.

In der Teeplantage können wir den Teepflückerinnen bei der Teernte zuschauen. Mit unglaublich flinken Händen reissen die Teepflückerinnen die Blätter von den Büschen.

Wenn sie beide Hände voll Blätter haben, dann werfen sie die Blätter in einen Sack.

Den Sack tragen die Frauen auf dem Rücken. Befestigt ist dieser mit einem Band auf dem Kopf.

Hier noch ein schönes Porträt der Teepflückerin.

Auf dem Weg beobachten wir auch wieder eine grüne Eidechse.

Die Wanderung auf den Little Adam's Peak ist nicht so anstrengend und rasch erreichen wir den Gipfel. Hier haben wir eine sehr schöne Aussicht in die umliegenden Täler und den Ella Rock, den wir gestern bestiegen haben.

An einem Hügel gegenüber entecken wir Reisfelder. Die Felder bedecken einen ganzen Hügel.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem neu eröffneten Resort. Das Resort ist erst seit kurzer Zeit offen und es wird auch noch an einigen Stellen gebaut. Das Restaurant mit traumhafter Aussicht ist aber schon offen und wir gönnen uns eine kühle Erfrischung.

Auf em Weg zurück ins Dorf wollen wir noch Wasser kaufen. Der erste Shop ist aber leider geschlossen. Nur die grosse Werbetafel lässt erahnen, dass dies ein Shop ist. Dies sind die typischen Tante Emma Läden, die wir in Sri Lanka auch in den abgelegensten Orten antreffen. Hier gibt es das Nötigste an Lebensmitteln und noch vieles mehr zu kaufen.

Beim zweiten Shop haben wir dann mehr Glück. Dieser Shop ist noch rustikaler. Gleichzeitig ist dieser Shop auch Wohnhaus und Treffpunkt für die lokale Bevölkerung. An entlegenen Orten wie diesem sind die Leute oft noch scheu und haben eine riesen Freude, wenn sie uns Touristen etwas verkaufen können.

Das ist der dritte Teil unserer vierwöchigen Reise durch Sri Lanka. Im vierten Teil berichten wir über den Yala Nationalpark und den Süden von Sri Lanka.

Wir hoffen der Bericht gefällt euch.

Unter Vom Yala Nationalpark an die Südküste zurück nach Colombo findet ihr den nächsten Reisebericht.

Reni und Marcel


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf der Reise durch Sri Lanka weitergeholfen und können wir empfehlen:

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