Sri Lanka 2012 – Reisebericht 1

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Colombo und die alten Königsstädte

Nach sieben Monaten Inselleben heisst es für uns wieder einmal Rucksäcke packen und auf längere Reise gehen. Neun Wochen bleiben uns um Sri Lanka und Indien zu entdecken. Wir entscheiden uns für vier Wochen Sri Lanka und fünf Wochen Rajasthan in Indien. Am 30. April geht es los. Die erste Nacht unserer Ferien verbringen wir in Male, der Hauptstadt der Malediven. Dort haben wir noch ein paar administrative Dinge zu erledigen.

Am 1. Mai geht es dann richtig los. Wir fliegen am "Tag der Arbeit" von Male nach Colombo. Der Flug dauert etwas mehr als eine Stunde und so kommen wir um die Mittagszeit am Flughafen in Colombo an. Die Zollformalitäten klappen reibungslos und da wir den Transfer schon vorab organisiert haben, sind wir am frühen Nachmittag bereits in unserem Guesthouse.

In Sri Lanka ist der 1. Mai ein Feiertag, so wie auch in diversen Schweizer Kantonen. Banken sowie Firmen haben geschlossen. Die kleineren Läden nehmen das jedoch nicht so genau und haben trotz Feiertag offen. Vom Guesthouse aus spazieren wir mal Richtung Meer. Der erst Eindruck von Colombo: viel Verkehr, Lärm, stickige Luft und geschäftig. Ein krasser Gegensatz nach sieben Monaten Inselleben. Vorallem müssen wir uns wieder daran gewöhnen, dass es Autos, Busse und Tuktuks gibt und zwar überall. Nach 20 Gehminuten finden wir das Meer, gleich bei der Bahnstation Kollupitiya.

Ist ja toll, dass wir den Strand gefunden haben, aber mit einem Spaziergang am Strand wird wohl nichts. So machen wir uns wieder auf den Weg zurück ins Guesthouse und geniessen es, einfach Zeit zu haben.

Unser Guesthouse ist im Gebiet namens Cinnamon Garden, dort wo viele Botschaften ihren Sitz haben. Nach einer sehr ruhigen Nacht machen wir uns am frühen morgen auf den Weg zum indischen Visa-Büro. Die Anträge für das Indien Visum haben wir bereits online ausgefüllt, im Visa-Büro müssen wir nun den Antrag abgeben mit Foto und dem Pass. Wir hoffen, dass wir das Visa innerhalb von 3-5 Tagen erhalten. Leider sieht es ganz anders aus. Wir beantragen das Visa und dürfen unseren Pass auch gleich wieder mitnehmen. Wir werden informiert, dass wir in neun Tagen nochmals morgens zwischen 9 und 10 Uhr mit den Pass vorbeikommnen sollen und diesen mit dem Visa abends um 17 Uhr wieder mitnehmen dürfen. Oh, das wirft unseren ganzen Reiseplan über den Haufen. So gehen wir zuerst einmal in die Stadt und überlegen, wie wir unsere Reise am Idealsten umplanen.

In Städten sind wir am liebsten zu Fuss unterwegs. So haben wir die Möglichkeit jederzeit zu stoppen, zu fotografieren und in gemütlicher Langsamkeit die neue Umgebung und die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Colombo ist in verschiedene Gebiete aufgeteilt. Das Geschäftszentrum nennt sich Colombo Fort. Hier befindet sich das World Trade Center, das Warenhaus Cargillls und der Hauptbahnhof. Zur Zeit der Europäischen Herrschaft befand sich hier ein Fort, das vom Meer umgeben war. Heute ist das Fort nicht öffentlich zugänglich, das sich das Präsidentenhaus darin befindet.

Das Warenhaus Cargills befindet sich in diesem schönen Gebäude aus der Kolonialzeit.

Colombo ist eine Business Stadt. Touristen sehen wir nur spärlich. Wir suchen uns in der hektischen Stadt ein gemütliches Plätzchen und finden es biem South Beira Lake. Wir spazieren um den kleinen See.

Auf dem See befindet sich das Seema Malakaya Meditationszentrum.

Rund um das Meditationszentrum stehen Buddha-Statuen in Reih und Glied.

Vom South Beira See sind es nur wenige Gehminuten zum buddhistischen Tempel Gangaramaya. Im Innern des Tempels ist alles sehr farbenfroh und um den grossen Buddha ist alles vollbepackt mit Figuren.

Im Aussenbereich stehen viele Buddha Statuen. Wir beobachten, wie Jungs die Köpfe der Buddhas polieren. Sie sind am Vorbereiten für das Vesak Festival, das in wenigen Tagen in Colombo und anderen Teilen in Sri Lanka stattfindet.

Wir machen eine kurze Pause im Viharamahadevi Park, dem grössten Park Colombos. In den Park reinzukommen ist jedoch gar nicht so einfach, denn der Park ist mit einem hohen Gitter umgeben. Schlussendlich finden wir den Eingang. Der Park ist leider nicht sehr gepflegt, es liegt viel Abfall herum und es hat sehr wenige Sitzgelegenheiten. In Sachen Abfall haben die Leute hier das Verständnis oder nötige Wissen noch nicht.

Angrenzend an den Park befindet sich die "Old Town Hall", das Weisse Haus Colombos.

Majestätisch steht die "Old Town Hall" in der Ferne. Ein schönes Fotomotiv.

Im Reiseführer lesen wir vom bekannten Laden Paradise Road. Paradise Road ist so quasi der Interio oder Globus was stylische Deko-Artikel und Geschirr betrifft. Hier entdecken wir eine Tassenlampe. Ja, richtig gelesen, eine TASSENLAMPE.

Das waren genug Eindrücke auf einmal. Wir machen uns auf den Weg zurück ins Guesthouse und kommen noch an der Independence Hall, auch Unabhängigkeitshalle genannt, vorbei. Die Independence Hall ist den Empfangshallen der Könige nachempfunden worden. 1948, im Jahr der Unabhängigkeitserklärung, hat der damalige Herzog von Gloucester die Unabhängigkeitshalle eingeweiht. Auf dem Vorplatz ziert eine Statue des Premierministers den Vorplatz.

Tagsüber wie auch abends ist die Independence Memorial Hall ein beliebter Ort für junge Leute.

Am nächsten Tag wollen wir ein bisschen scheller vorankommen. So schnappen wir uns ein Tuktuk und lassen uns zum National Museum fahren. Auf den Strassen geht es hektisch zu und her. Je grösser das Gefährt, je mehr Macht. Der Vorteil vom Tuktuk ist jedoch, dass sie so wendig sind und sich einfach an den grösseren Autos und Bussen vorbei schlängeln können.

Das National Museum wurde am 1. Januar 1877 vom britischen Governor von Ceylon, Sir William Henry Gregory, gegründet. Im Lonely Planet wird das Museum hochgepriesen, so scheint es uns einen Besuch wert.

Zur Begrüssung steht im Eingangsbereich eine schöne Buddha Statue. Das Museum ist auf zwei Stockwerke verteilt mit interessanten Ausstellungsstücken und vielen Informationen zur Geschichte von Sri Lanka. Unter anderem ist der Thron und die Krone des letzten Monarchen von Kandy (Kandy war die letzte Hauptstadt in der Era der alten Könige) hier ausgestellt. Leider ist die Beleuchtung im ganzen Museum sehr dürftig und in manchen Hallen leucht nicht einmal die Hälfte der Lampen. Auch diverse Displays sind leer und wir finden eine vergilbte Notiz darin die sagt, dass die Ausstellungsstücke zur Instandhaltung und Pflege entfernt worden seien. Wir erleben das Museum als interessant, aber es fehlt an Pflege und Ordentlichkeit.

Auf dem Weg zurück zu unserem Guesthouse kommen wir wieder an der Independence Hall vorbei. Bei diesen Schulkindern steht heute ein Ausflug zur Unabhängigkeitshalle auf dem Programm.

Die Schulkinder versammeln sich auf der Treppe und als sie entdecken, dass Marcel Fotos macht, winken sie uns freudig zu.

Am 4. Mai geht unsere Reise durch Sri Lanka nun richtig los. Das Zugticket haben wir bereits organisiert und so fahren wir mit dem Tuktuk in aller Früh zum Hauptbahnhof. Wir sind nicht die Einzigen, die auf den Zug warten. Wir haben zum Glück reservierte Plätze und können uns so Zeit lassen beim einsteigen. In der dritten Klasse ist ein riesiges Gedränge im Gange. Unser Zug fährt pünktlich um 5:40 Uhr los.

Im Vergleich zu Schweizer Bahnhöfen sieht hier alles ziemlich altmodisch aus. Die Sitzbänke erinnern an die 80er Jahre.

Auf der 5-stündigen Zugfahrt stoppen wir an verschiedenen Orten. Bei jedem Halt herrscht reges Treiben. Ein Snack-Wägeli gibt es im Zug in Sri Lanka nicht, dafür steigen bei den Haltestellen die Verkäufer ein und springen kurz vor dem Abfahren wieder raus. Viele verkaufen ihre Esswaren auch zwischen zwei haltenden Zügen.

Um die Mittagszeit erreichen wir Anuradhapura, die ehemalige Königsstadt Sri Lankas. Anuradhapura war 380 BC die Hauptstadt. Die Besichtigung der Ruinen verschieben wir auf morgen, denn es soll soviel zu sehen geben, dass wir dafür einen ganzen Tag einplanen.

Da uns der ganze Nachmittag bleibt, fahren wir mit dem Bus ins 13 km entfernte Mihintale. In Mihintale gibt es einen bedeutenden Tempelkomplex. Der Ort ist als Geburtstätte des Buddhismus in Sri Lanka bekannt. Das Kloster befindet sich auf einem Hügel und wir steigen viele Stufen hoch. Auf dem Weg begegnen wir diesen beiden Mädchen, die sich gerne von uns fotografieren lassen. Sie strahlen um die Wette.

Auf dem Weg begegnen wir auch Affen.

Es ist sehr heiss und wir sind froh, mal den ersten Aufstieg geschafft zu haben. Auf der ersten Ebene befindet sich die Ambasthale Dagoba. Die Funktion der Säulen ist umstritten. Die Geschichte der lokalen Bevölkerung besagt, dass die Dagoba früher überdacht war.

Nach einem weiteren Aufstieg kommen wir zur Monastic Dagoba. Diese Dagoba ist sehr imposant und für die Festivitäten im Juni schön weiss gemalt worden.

Auf der einen Seite der Dagoba befindet sich ein kleiner Tempel mit einem liegenden Buddha. Hier treffen wir auf einen Mönch der zum Rechten schaut und um Opfergaben bittet.

Für eine gute Aussicht steigen wir auf den grossen Felsbrocken namens Aradhana Gala. Hier oben hat es eine kleine Plattform und wir geniessen die Rundumsicht. Der Wind bläst uns kräftig um die Ohren und wir müssen aufpassen, dass wir unsere Tächlikäppli nicht verlieren.

Dieser weisse Buddha tront ebenfalls auf einer Erhebung.

Die Umgebung ist sehr grün mit vielen Kokospalmen.

Dank schönem Wetter haben wir herrliche Weitsicht. Das Treppensteigen hat sich gelohnt. Es ist bereits wieder später Nachmittag und wir machen uns langsam auf den Rückweg. Im Dorf Mihintale kaufen wir uns noch ein paar Snacks und erwischen einen Expressbus nach Anuradhapura. Dann lassen wir uns mit dem Tuktuk ins Guesthouse fahren und da der Fahrer einen guten Eindruck macht, machen wir bereits für den nächsten Tag ab. Er wird uns von Tempel zu Tempel fahren und so können wir auf bequeme Art die Königsstadt Anuradhapura besichtigen.

Pünktlich steht unser Tuktuk Fahrer bereit und die Tour kann losgehen. Wir starten beim Felstempel Isurumuniya Vihara. Der Tempel ist an Felsen gebaut und es führen verschiedene Treppen auf die Felsbroken.

Den nächsten Stopp machen wir beim Sri Maha Bodhi Tree. Es ist Wochenende und ein Festival steht an. So sind sehr viele Gläubige hier, die am Boden sitzen und beten. Diese alte Frau fragt uns, ob wir ein Foto von ihr machen.

Wir sind froh mit dem Tuktuk unterwegs zu sein, denn es ist sehr heiss. Als nächstes besichtigen wir die Mirisavatiya Dagoba. Die Schuhe müssen wir jeweils ausziehen, bevor wir um die Dagoba spazieren dürfen.

Die Ruvanvelisaya Dagoba ist umgeben von einer schützenden Wand. Hunderte von Elefantenstatuen stehen rund um die Dagoba Wache. Die Dagoba stammt aus dem Jahre 140 BC. Für das anstehende Festival wurde die Dagoba schön weiss bemalt und mit farbigen Fahnen dekoriert. Wenn man davorsteht sieht das Bauwerk sehr eindrücklich aus.

Einige der Dagoben werden für das Festival mit Lichtern geschmückt. Damit die Lichter angebracht werden können, wurden rudimentäre Bambusleitern angebracht.

Die Dagoben unterscheiden sich in der Form. Die Lankarama Dagoba zum Beispiel hat eine Glockenform.

Die Polizei muss wohl sparen. Aber Hauptsache sie haben ein Dach über dem Kopf.

Optische Täuschung oder Zwillinge?

Wir fahren weiter zum Ratnaprasada, wo wir feinste Steinmetzarbeiten vorfinden. Die Ruinen stammen aus dem 8. Jahrhundert. Hier ein Exemplar eines sehr gut erhaltenen Mondsteins. Mondsteine befinden sich am Fusse von Treppen in den meisten buddhistischen Anlagen der Anuradhapura Era. Im äussersten Kreis befindet sich ein Flammenmeer, das ewiges Leben symbolisiert. Die genaue Bedeutung der Steinarbeiten ist jedoch umstritten.

So ein Gerüst kann ganz schön spektakulär aussehen. Vor lauter Gestänge sieht man die Abhayagiri Dagobe dahinter kaum. Diese Dagoba war einst das Zentrum eines Klosters mit über 5'000 Mönchen. Die Dagobe ist in der Vergangenheit bereits mehrmals umgebaut worden, bis sie ihre akutelle Höhe von 75 Metern erreicht hat.

Die Jetavanarama Dagoba ist ein massiver Dom und stammt aus dem 3. Jahrhundert. Beim Bau war diese Dagoba das drittgrösste Monument der Welt. Zu den zwei höchsten Monumenten gehörten Pyramiden in Ägypten.

Unsere Fahrt geht nun aber nicht nach Ägypten, sondern zurück ins Guesthouse.

Am 6. Mai geht die Reise weiter. Wir fahren mit dem Bus nach Polonnaruwa, eine weitere alte Königsstadt von Sri Lanka, und suchen uns ein Guesthouse für die nächsten zwei Tage. Wir haben das Glück, dass heute Abend das Vesak Festival stattfindet. Upali, der Besitzer des Guesthouses fragt uns, ob wir zusammen mit einem Pärchen aus Deutschland auch ans Festival kommen möchten. Die Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Gerne sind wir dabei.

In Sri Lanka werden die Vollmondnächte gefeiert. Die sogenannten Poya Days (Vollmondnacht) sind buddhistische Feiertage und haben im Buddhismus eine grosse Bedeutung. Wir haben das Glück und sind am Vesak Poya hier. Am Vesak Poya wird die Geburt von Buddha gefeiert.

Wir fahren zu viert im Tuktuk. Für vier grossgewachsene Europäer eine gute Leistung. Auf dem Parkplatz vor dem Haupttempel ist ein Riesenchaos im Gange. So steigen wir aus und gehen die letzten paar Meter zu Fuss. Wir sind praktisch die einzigen Weissen. Es scheint, als ob die gesamte Stadt hier versammelt ist. Die Dagoba ist wunderschön beleuchtet.

Hier sitzen die Mönche unter ihren Schirmen und singen ihre Gebetslieder. Viele Gläubige sind versammelt, die zusammen mit den Mönchen beten.

Wir spazieren um die Dagoba und geniessen die besinnliche Stimmung mit dem Vollmond im Hintergrund.

Die Stimmung ist schon fast wie an Weihnachten mit all den Lämpchen.

Bevor wir wieder zurück ins Guesthouse fahren, erklärt uns Upali interessante Dinge zum Vesak Festival. Zum Beispiel, dass alle Besucher hier gratis verköstigt werden. Entsprechend lang sind auch die Schlangen an den Essensständen. Auch wir kommen in den Genuss von Tee und Sago, einem dickflüssigen Getränk aus Palmsamen. Gestärkt quetschen wir uns wieder zu viert ins Tuktuk und fahren zurück.

Heute, am 7. Mai, stehen wir früh auf und geniessen ein Sri Lankisches Frühstück. Gestärkt radeln wir los und gehen auf Entdeckungstour in Polonnaruma. Am frühen morgen ist der Verkehr noch recht ruhig.

Mit dem Fahrrad sind wir total flexibel und können uns Zeit lassen bei der Besichtigung der vielen Tempelanlagen und Ruinen.

Wir fahren zum Ticketoffice, wo sich auch das Archeologische Museum befindet. Wir schauen uns etwas um und starten unsere Fahrradtour bei den Ruinen der Council Chamber. Hier befand sich einst die Regierungshalle des Königs. Am Eingang befinden sich zwei Löwen als Wächterfiguren.

Auch der Thron ist in Form eines Löwen gebaut worden. Dieser strahlt Kraft und Macht aus.

Als nächstes fahren wir zu den gut erhaltenen Ruinen von Vatadage. Insgesamt führen vier Eingänge in die Ruinen. An diesem Eingang befinden sich zwei schöne Wächterfiguren.

Das Thuparama Gedige House ist ein heiliger Buddhisten Tempel. Dies ist der einzige Tempel, der noch ein intaktes Dach hat. Der Tempel ist stark vom Hinduismus geprägt.

Ein Buddha von hinten.

Immer wieder stossen wir auf sehr schöne und feine Sandsteinarbeiten.

Diese muslimische Schulklasse ist wohl auf Schulreise.

Dieser Tempel heisst Shiva Devale 2 und ist der älteste Hindu-Tempel der Ruinen von Polonnaruwa.

Hier gibt es wiedermal ein Starfoto von uns. Wir geniessen die Reise :-)

Die Mittagshitze wird fast unerträglich, so suchen wir uns ein Schattenplätzchen und essen ein Roti, dass vom Frühstück übrig geblieben ist. Dazu trinken wir literweise Wasser. Die feuchte Hitze bringt uns zum schwitzen, das müssen wir mit viel Wasser ausgleichen.

Gestärkt fahren wir weiter bis zum Tivanka Image House, wo wir sehr alte Malereien vorfinden. Die Meisten sind sehr verwittert und man kann die Zeichnungen nur noch erahnen.

Das Image House befindet sich am Ende der Strasse und so müssen wir umkehren. Auf dem Rückweg schauen wir noch am Lotus Pond vorbei. Der Lotus Pond ist fast 8 Meter im Durchmesser mit fünf Ebenen und jeweils acht Blättern pro Ebene. Dieser Teich wurde in der Vergangenheit von Mönchen zum Baden benutzt.

Wir radeln ein Stück weiter und halten bei der Kiri Vihara Dagoba. Die Dagoba war über 700 Jahre vom Dschungel eingenommen. Bei der Entdeckung war die Dagoba noch immer in sehr gutem Zustand und bis heute wurde diese nicht restauriert. Sie gilt als eine der best erhaltenen Dagoben.

Die Ruinenwände des Lankatilaka sind 17 Meter hoch und wenn man eintritt erinnert es an eine Kathedrale. Im Innern befindet sich eine grosse kopflose Buddhastatue.

An der Aussenwand sind schöne, originalgetreue Strukturen zu sehen. Dies ist der typische Polonnaruwa Baustil von damals.

Wieder heisst es ein Stück Fahrradfahren. Als nächstes steht Gal Vihara an. Hier finden wir schöne Buddhastatuen die aus einem riesigen Stück Granit gehauen worden sind.

Das Gesicht des liegenden Buddhas. Hier ist die Struktur des Granits sehr gut sichtbar.

Als Letztes steht noch die Rankot Vihara Dagoba an. Hier waren wir gestern Abend. Bei Tageslicht sieht hier alles ganz anders aus, aber trotzdem eindrücklich. Die Lichterketten hängen noch überall von den Festivitäten vom Vorabend.

Die Rankot Vihara Dagoba ist naturbelassen und nicht wie viele andere mit weissem Verputz überzogen. Sie ist 54 Meter hoch und ist die grösste Dagoba in Polonnaruwa.

Müde und verschwitzt kommen wir ins Guesthouse zurück. Zuest gönnen wir uns eine erfrischende Dusche und dann gibt es ein leckeres Rice & Curry, gekocht von der Sri Lankischen Hausfrau. Jammie!

Das ist der erste Teil unserer vierwöchigen Reise durch Sri Lanka. Im zweiten Teil berichten wir über weitere spannende kulturelle Stätten.

Wir hoffen der Bericht gefällt euch.

Unter Kandy, Sigirya und Dambulla findet ihr den nächsten Reisebericht.

Reni und Marcel


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf der Reise durch Sri Lanka weitergeholfen und können wir empfehlen:

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