Singapur 2007 – Reisebericht 1

Bannerbild

Ein Stadtrundgang durch die sauberste Stadt der Welt

Am 29. Juni sind wir von Sabah auf der Insel Borneo nach Johor Bahru auf dem Festland von Malaysia geflogen. Von da aus sind wir mit dem Bus über den Causeway, die 1 km lange Verbindungsbrücke zwischen Malaysia und Singapur. Der Grenzübergang ist eine riesige Abfertigungshalle und tausende von Menschen passieren auf diesem Weg täglich die Grenze.

Das erste was uns nach dem passieren der Grenze auffällt ist die Sauberkeit und die Ordnung. Alles glänzt und ist geputzt. Die Strassen sind mehrspurig und in ausgezeichnetem Zustand. Entlang der Strassen gibt es sehr viele Bäume, Büsche und Blumen und nirgends sieht man Müll am Strassenrand liegen. Sehr rasch sind wir mit dem Bus im Stadtzentrum und bei unserem Hotel. Die Lage ist sehr zentral. In unmittelbarer Umgebung liegt das quirlige Chinatown, wo es zu jeder Tages- und Nachtzeit Unmengen von Essens- und Einkaufsmöglichkeiten gibt. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist mit der MRT (Mass Rapid Transportation) gewährleistet und in Singapur gelangen wir so sehr rasch an unsere Ziele.

Aus unserem Fenster können wir die herrlichen Fassaden der alten chinesischen Geschäftshäuser sehen. Viele dieser rund hundertjährigen Häuser wurden zu modernen Wohnungen, Büros, Hotels oder Restaurants umgebaut.

Im Hinterhof befindet sich ein Restaurant, das vor allem von Einheimischen sehr stark frequentiert wird. Aus dem Fenster können wir genau sehen was da so alles gegessen wird und ob die Tischmanieren stimmen.

Im Chinatown herrscht immer reges treiben und Rund um die Uhr werden Geschäfte getätigt. Uns gefällt das quirlige Leben auf diesen Strassen sehr gut. Es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken. Essen und trinken gibt es an jeder Ecke und irgendwie ist es einfach gemütlich in diesen kleinen Gassen.

Wir wollen Chinatown von oben sehen. Über eine schmale Treppe gelangen wir zu einer Bar auf einer Dachterasse. Von hier aus haben wir eine herrliche Aussicht über das Geschehen in den Strassen und auch die Skyline der modernen Hochhäuser ist sehr eindrücklich. Eine Bar mit einer solchen Aussicht ist ein richtiger Geheimtipp. Anscheinend sind wir aber die Einzigen, die diesen speziellen Ort finden, denn wir geniessen die Bar und die herrliche Aussicht für uns alleine.

Endlich gönnen wir uns wieder einmal ein feines Glas Rotwein. Zum Sonnenuntergang geniessen wir den feinen Tropfen und haben schon etwas Mitleid mit den Leuten, die anscheinen noch in den Bürogebäuden am arbeiten sind.

Auf den Strassen wird der Verkehr umgeleitet und viele Stände mit Kleidern, Souvenirs und allerlei Krimskrams aufgebaut. So werden die Strassen noch gemütlicher und laden zum Abendessen ein.

Wieder zurück von unserer Dachterasse stürzen wir uns ins Getümmel und geniessen das Dahinschlendern in den schön beleuchteten Gassen. Natürlich gibt es auch etwas feines zu Essen.

Am zweiten Tag stürzen wir uns nun mitten ins Getümmel. Die Orchard Road ist DIE Einkaufsstrasse in Singapur. Mehrere Kilometer lang reihen sich hier ultramoderne Shoppingcenter aneinander. Hier gibt es wirklich nichts, dass man nicht kaufen könnte. Allerdings ist der Spass nicht gerade günstig und die Preise sind oft vergleichbar mit den Preisen in Europa. Shoppen ist definitiv das Hobby Nummer 1 der Singapurianer. Die Strassen sind vor allem an Wochenenden voll gepackt mit Menschen. Am Morgen wird schon vor Ladenöffnung vor der Eingangstür angestanden und jeder trägt ein paar Tragtaschen von Cucci, Chanel und Co.

Von der Orchard Road zweigt die Emerald Hill Road ab. Eine sehr gemütliche kleine Strasse mit wunderschön renovierten alten Gebäuden und einigen Restaurants und Bars. Dies ist eines der exklusiveren Wohnquartiere und viele der Häuser werden von Expats bewohnt.

Es gibt aber auch noch einige wenige Überbleibsel der alten Zeit. Dieser chinesische Shop ist noch in originalgetreuem Zustand und es werden immer noch Geschäfte getätigt.

Einen Tag lang fahren wir mit dem Bus kreuz und quer durch die Stadt. Wie in anderen Grosstädten gibt es auch in Singapur einen Hop-on-hop-off Bus. Man kauft sich eine Busticket und das ist dann den ganzen Tag gültig. Auf verschiedenen Buslinien kann man so den ganzen Tag von einer Sehenswürdigkeit zur anderen fahren. Da der Bus doppelstöckig ist und der obere Stock offen ist, sind die Ausblicke umso eindrücklicher. Endlich können wir mal wieder Cabriolet fahren.

Sir Thomas Stamford Raffles steht stolz vor den riesigen Gebäuden des Central Business Districts. Wie stolz wäre er wohl, wenn er wüsste, wie erfolgreich Singapur im Jahre 2007 ist?

Entlang des Singapur Rivers treffen wir immer wieder auf Bronzefiguren. Die Jungs hier lassen sich von den riesigen Gebäuden nicht beeindrucken und springen ins kühle Nass.

Der Singapur River mit den Regierungsgebäuden in der Bildmitte und dem Raffels Place im rechten Bildbereich. Der Raffles Place ist die Stelle, wo Sir Thomas Stamford Raffles unter Britischer Flagge im Jahre 1819 gelandet ist.

Die Skyline des Central Business Districts mit dem Singapur River im Vordergrund beeindruckt uns sehr. Hier sind die Banken und das grosse Geld von Singapur untergebracht.

An der Mündung des Singapur Rivers in die Marina Bay ist der Merlion Park und wir treffen auf die Merlion Statue. Der Merlion ist eine Mischung aus Löwe und Fisch. In den 1960ern wurde diese Kreatur von der Tourismusbehörde ins Leben gerufen und dient seither als Maskottchen für Singapur.

Hier nochmals die Skyline des Central Business Districts aus einem anderen Blickwinkel. Diesmal über die Bäume einer der vielen Grünflächen in Singapur.

Das Hotel Raffles ist wohl die beste und bekannteste Adresse in Singapur. Wenn man mit dem Auto vorfährt, werden einem die Türen von weiss uniformierten Männern aufgehalten. In diesen Genuss sind wir allerdings nicht gekommen, denn unser Cabrio-Bus war zu gross um vorzufahren.

Während der Busfahrt schiessen wir ein paar Schnappschüsse, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Hier schwebt ein kleiner Bagger auf einer Baustelle gegen den Himmel.

Aber auch noch andere Flugobjekte treffen wir auf unserer Rundfahrt an. Hier schwebt inmitten der Gebäude ein Ballon der DHL. Ob in Singapur die Kurierlieferungen wohl mit dem Ballon verteilt werden?

An dieser Stelle viele liebe Grüsse an Milena :-) Dieses Bild haben wir speziell für dich geknipst.

Bei diesem Anblick kommen uns fast sentimentale Heimatgedanken. Die Schweizer Ricolas sind auch in Singapur an jedem Kiosk vertreten.

Wer hätt's erfundä?

Natürlich darf auch ein Besuch im Stadtquartier Little India nicht fehlen. Hier ist das Strassenbild noch farbenfroher als im Chinatown, die Gassen sind noch enger und es ist nicht so aufgeräumt.

Die Tempel sind sehr farbig und wirken auf uns sehr kitschig mit den vielen farbigen Figuren.

Am Strassenrand ist das Angebot an Kleidern, Schuhen, Schmuck und anderem Krimskrams riesig und sehr bunt.

An der Neil Road können wir auf wenigen Metern die Gebetshäuser dreier verschiedener Religionen anschauen. Als erstes gibt es eine Moschee, wo der islamische Teil der Bevölkerung betet.

Ein paar Meter weiter treffen wir auf den indischen Tempel "Sri Mariamman". Hier verehren die Inder ihre Gottheiten.

Und zuletzt gibt es einen Buddhistischen Tempel, in welchem die Chinesische Bevölkerung Buddha verehrt.

Dieser Tempel ist der Grösste von Singapur und wurde erst vor ein paar Wochen eröffnet.

Im Innern des Tempels schauen wir den buddhistischen Mönchen bei einer Zeremonie zu. Die Einrichtung dieses Tempels ist sehr schön. Alles strahlt in dunklem Rot und glänzendem Gold.

Zum Abschluss des Tages gehen wir noch ins Kino. Den letzten Film haben wir im Flieger gesehen. In der ganzen Stadt wird viel Werbung für den neuen Film von Bruce Willis gemacht. "Die Hard 4" wird ab dem 5. Juli in den Kinos gezeigt. Leider reisen wir an diesem Tag ab und werden somit die Premiere verpassen - dachten wir. Als wir an der Kinokasse stehen sehen wir auf der Anzeige, dass es eine "sneak-in" Vorstellung von "Die Hard 4" gibt. Zwei Tage vor dem offiziellen Start zeigen sie den Film in einem kleinen Kinosaal mit wenigen Plätzen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort ergattern wir noch zwei Plätze und können so "Die Hard 4" doch noch anschauen.
Da wir schon seit Monaten nicht mehr im Kino waren, geniessen wir den Film in vollen Zügen. Zwei Stunden lang Action pur. Der Film ist sehr spannend und explosiv. Natürlich kommt Bruce Willis auch wieder ganz kräftig unter die Räder. Aber am Schluss gibt es doch noch ein Happy End.

Der Film ist absolut empfehlenswert.

Ein Besuch auf der Vergnügungsinsel Sentosa darf natürlich bei einem Aufenthalt ins Singapur nicht fehlen. Sentosa ist eine kleine Insel die südlich vor Singapur liegt. Die Insel ist ein riesiger Vergnügungspark mit Resorts, aufgeschütteten Badestränden, einem Aquarium, einem Aussichtsturm, einem Fort aus der Kriegszeit und vielem mehr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf diese Insel zu gelangen. Mit dem Boot, Bus, Bahn, zu Fuss oder mit einer Seilbahn. Wir haben uns für den luftigen Weg mit der Seilbahn entschieden, da wir hier die beste Aussicht geniessen können.

In 90 Meter Höhe gleiten wir in einer Seilbahngondel über das Meer auf die Insel Sentosa.

Am Siloso Strand gibt es erst mal eine kleine Stärkung. Herrlich mal wieder ein feines Stück Brot mit richtiger Rinde zu essen. Nach all dem lumpigen Toastbrot ist dies eine willkommene Abwechslung. Reni scheint es zu schmecken. Da muss ich mich beeilen, dass ich auch noch einen Bissen ergattern kann.

Als nächstes besuchen wir unsere Freunde aus der Unterwasserwelt. Das Aquarium ist riesig und es gibt allerlei Attraktionen. In einem offenen Becken können wir Rochen streicheln und anfassen. Sehr faszinierend wie diese geschmeidigen Tiere an die Menschen gewöhnt sind und die Berührung mit den Händen geradezu suchen.

Dieses Seepferdchen hat eine ganz schön lange Nase.

Dieser Geisterfetzenfisch ist vor dem kitschigen blauen Hintergrund zwar sehr einfach zu erkennen. In freier Wildbahn auf dem Meeresgrund sind diese filigranen Tiere jedoch nur sehr schwer zu finden.

In ein paar Minuten sind wir mit dem Bus wieder an der Küste und hier erwarten uns schon Delfine in einer Lagune. Diese Delfine sind bei Geburt noch grau, verändern dann aber mit dem Alter die Farbe und werden pink. Bereits vor der grossen Show schwimmen die Delfine umher und scheinen sich auf die Vorstellung zu freuen. Immer wieder schwimmen die Delfine ganz nahe an den Strand und begutachten die Zuschauermenge.

Dann beginnt die grosse Show und die Delfine zeigen ihre Kunststücke vor. Zur Belohnung gibt es dann natürlich den wohlverdienten Fisch.

Die Delfine sind unheimlich schnell und haben eine enorme Sprungkraft.

Als letztes sehen wir uns noch das historische Fort Siloso an. Dieses Fort wurde im Jahre 1880 von den Briten als Küstenfort erbaut um den Hafen von Singapur zu schützen.

Der Hügel ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse und es gibt viele unterirdische Gänge die besichtigt werden können. Diese Gänge wurden zur Lagerung der Munition für die Kanonen verwendet und sind sehr verwinkelt und eng.

Singapur ist eine faszinierende Stadt und es gibt unheimlich viel anzuschauen. Leider läuft die Zeit viel zu schnell und wir mussten uns darum etwas einfallen lassen. Etwas nachdenken und wir haben die Lösung gefunden. Mit etwas Geschick haben wir unseren Wecker getunt und haben nun nicht mehr nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung.Nichts ist unmöglich in Singapur.

Wir hoffen unser Reisebericht hat euch gefallen und danken für euren Besuch auf www.sunandstar.ch. Bis zum nächsten Mal.

Unter Die architektonischen Highlights der Stadt Singapur findet ihr den nächsten Reisebericht.


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf den Reisen nach Singapur weitergeholfen und können wir empfehlen:

Back