Schweiz 2008 – Reisebericht 1

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Zwei Wochen Urlaub in unserer Heimat

Dieses Jahr machen wir das Ganze einmal umgekehrt. Am 18. Juni fliegen wir für zwei Wochen von den Malediven in die Schweiz. Schliesslich haben wir noch nie so richtig Ferien in der Schweiz gemacht. Während unseres Aufenthaltes zeigt sich die Heimat von ihrer besten Seite. Wir werden empfangen mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad.
Unser Fazit nach neun Monaten Ausland ohne Unterbruch: Die Schweiz ist wunderschön! Deshalb widmen wir auch unserem Heimatland einen Reisebericht.

Am 17. Juni geniessen wir noch einen freien Tag auf Kuredu bevor es für zwei Wochen in die Heimat geht. Am Vormittag packen wir unsere Rucksäcke und den Nachmittag verbringen wir am Strand und tanken noch ein bisschen Sonne. Wir liegen gerade gemütlich am Strand als plötzlich eine Kollegin von der Tauchschule uns mitteilt, dass wir uns sofort fertig machen sollen. In 45 Minuten soll es bereits losgehen. Unplanmässig fliegen wir bereits heute nach Male, wo wir noch eine Nacht verbringen bevor es Richtung Schweiz geht. Macht nichts, wir haben ja unser Gepäck schon parat. So gehen wir sofort noch duschen, ziehen uns reisetauglich an und los geht's. Das Wasserflugzeug fliegt planmässig um 16:45 Uhr los und wir geniessen die wunderbare Aussicht auf die Atolle und Unterwasserinseln. Juhuiii... unsere Ferien beginnen jetzt. Wir verbringen eine Nacht im Central Hotel in der Hauptstadt Male und lassen uns frühmorgens zum Pier chauffieren. Mit dem Taxiboot schippern wir schliesslich zum Flughafen. Es geht alles reibungslos und wir sind wiedermal viel zu früh am Flughafen. Aber lieber zu früh als zu spät!

Wir fliegen mit der Qatar Airways von Male nach Zürich mit zweistündigem Zwischenhalt in Doha. Die gesamte Reise verläuft ohne Zwischenfälle und wir können es kaum erwarten die Schweiz zu sehen. Ganz aufgeregt bestaunen wir die schneebedeckten Bergspitzen und die grünen Wiesen Österreichs. Ist echt etwas besonderes nach sechs Monaten auf der Insel.

Welcome to Switzerland! Schön, zu Hause zu sein.

Am Flughafen werden wir von Marcel's Eltern, Milena und Erika herzlich empfangen. Unglaublich aber wahr. Milena bringt uns sogar unseren ehemaligen Audi TT direkt zum Flughafen. Herzlichen Dank Floris und Mili, dass wir während der ersten Woche euer schönes Cabrio ausfahren durften.

So düsen wir vom Flughafen mit offenem Dach in den Thurgau.

In Sirnach werden wir von meinen (Reni) Eltern und Schwesterherz Silv erwartet und herzlich empfangen. Während unseres Aufenthalts in der Heimat wohnen wir im obersten Stock bei Scherrers. Wir geniessen die Aussicht auf die grünen, satten Wiesen und das Kuhglockengebimmel. Ist schon schön wieder einmal grüne Wiesen zu sehen, so als Abwechslung zu Palmen, Strand und Meer.

Wie soll es auch anders sein, wenn man so lange nicht mehr in der Heimat war. Natürlich haben wir bereits vor unserer Ankunft einen vollen Terminkalender. Ist ja auch normal, schliesslich möchten wir möglichst viele Familieangehörige und Freunde wieder sehen. Am ersten Abend fahren wir mit dem TT Cabrio nach Langnau am Albis - das Verdeck natürlich offen. Wir wagen es quer durch Zürich zu fahren, ist jedoch kein Problem. Autofahren verlernt man anscheinend nicht so schnell. Bei Petra, Norbert und ihrem Engel Sarah Emily geniessen wir einen wunderschönen Abend mit guten Gesprächen, Grilliertem und einem feinen Tropfen Wein.

Am Samstag organisieren wir ein Geburtstagsgartenfest im kleinen Rahmen. Wenn ich an meinem Geburtstag schon zu Hause bin, muss ich schliesslich auch ein kleines Festli machen. Nach dem Frühstück gehen Marcel und ich in den Migros einkaufen. Cool, darauf freuen wir uns ja auch schon lange. Für uns ist "poschte" im Migros wie Weihnachten. Unglaublich was es alles zu kaufen gibt. Wir bestaunen die grosse Auswahl an Gemüse und Früchte. Von Artischoken bis Kiwi gibts alles. Wow! Einkaufen im Migros ist nach sechs Monaten auf den Malediven wahrlich ein Traum. Wir sind schon fast ein bisschen überfordert von der grossen Auswahl. Es ist schon witzig wie man plötzlich die kleinen Dinge wieder schätzt, wie zum Beispiel Einkaufen im Migros.

Jetzt fehlt nur noch das Fleisch für den Grill. Auch in der Metzgerei fällt uns die Auswahl nicht leicht. Macht nichts, so kaufen wir von allem ein bisschen.

Nach dem Auspacken der Leckereien geht's ans Vorbereiten. Damit unsere Gäste auch etwas zu knabbern kriegen, machen wir uns ans Werk. Da ich schon Ewigkeiten keine Cherry-Tomaten, Mozzarella und Basilikum gesehen habe, wandert etwa ein Drittel des Apéros direkt in meinen Mund. Hmmmm.....

Marcel's Kreation ist ein Foto wert. Dieser patriotische Snack ist ein wahres Kunstwerk und erst noch sehr gesund.

Die Mädels lassen es sich schmecken.

Prost! Schön wieder einmal zu Hause zu sein. Wir geniessen einen wunderschönen Abend mit Familie und Freunden. Das Wetter ist auch voll auf unserer Seite.

Am Sonntag besuchen wir Mogot, die Grosmutter von Marcel. Ihr Lachen verrät, dass sie sich sehr über ein Wiedersehen mit ihrem Enkel freut. Voller Stolz verkündet sie im ganzen Altersheim, dass ihr Enkel aus den Malediven zu Besuch ist.

Am Montag ist mein Geburtstag und zur Feier des Tages machen Marcel und ich einen Ausflug mit dem Cabrio. Das Wetter ist perfekt für eine Tour d'Ostschweiz. Zuerst fahren wir nach St. Gallen und gehen auf Shopping Tour. Wir klappern vor allem Kleiderläden ab. Mit Erfolg!

Wie Touristen schiessen wir auch in St. Gallen ein paar Bilder. Die Strasse rund um die Raiffeisenbank ist rot überzogen. Eine Abwechslung zu den betongrauen Strassen.

Von St. Gallen fahren wir ins Appenzellerland. Wir geniessen als Touristen die herrliche Aussicht über grüne Wiesen, Wälder und Berge. So schön!

Jetzt haben wir aber Durst. Im Schnuggebock kehren wir für einen Ice Tea und ein Appenzellerplättli ein. Gestärkt besichtigen wir danach das Erlebnisrestaurant Schnuggebock, das in den Originalzustand eines Bauernhauses zu Grosis Zeiten umgebaut wurde. Ein nostalgisches Erlebnis.

Im Untergeschoss finden wir uns im "Tintelompe" wieder. Die Einrichtung ist wie ein altes Schulzimmer. Solche Klapppulte hatten wir in der Primarschule auch. Marcel ist der Unterricht jedoch etwas zu langweilig. Na ja, ein Nickerchen kann auch nicht schaden.

Wer erinnert sich noch an den Schulerthek? Ich fand die mit Kuhfell ja sowas von hässlich.

Im Dachgeschoss des Schnuggebock befindet sich ein Teil des Restaurants. Nicht nur die Einrichtung ist sehr traditionell und nostalgisch sondern auch das Essen. Währschaft ist das Motto.

Vor dem Restaurant hat es einen Streichelzoo. Diese kleine Ziege liebt Sauerampferblätter.

On the Road again. Jaja, da strahlt Marcel wieder. Audi TT fahren ist halt schon was schönes. Vorallem wenn das Verdeck unten ist und es die Haare so richtig verwirbelt. Wir könnten stundenlang durch die Gegend fahren. Man weiss ja nie, wann wir das nächste Mal in einem so schönen Auto sitzen.

Auf dem Weg zurück in die Ostschweiz bestaunen wir die traditionellen Appenzellerhäuser.

Zurück von unserer Tour machen wir es uns im Garten gemütlich. Wir spielen mit Francesca, meinem Patenkind. Etwas skeptisch schaut die Kleine drein. So ist es eben, wenn das Gotti nur mal alle sechs Monate zu Besucht kommt.

Nach einer Weile taut die Kleine auf und kann wieder herzhaft lachen.
Wer hat hier das strahlendere Lachen?

Ach, die Tage verfliegen nur so. Die erste Woche ist schon fast um. Was steht denn heute auf dem Programm. Zuerst statten wir Fufu einen Besuch ab. Eigentlich wollten wir auf einen Kaffee vorbei, aber an so einem schönen Sommertag darf ein kühles, feinstes Schweizerbier doch nicht fehlen. Proscht oder Chin-chin!

Hmmm... so guet. Ein kühles Quöllfrisch oder Ittinger Klosterbräu und dazu Wasabi-Peanuts.

Der perfekte Apéro für zwei Auslandschweizer. Zum feinen Bier tischt uns Fufu sogar noch Käse und Moschtbröckli auf.

Zum Abschluss geniessen wir noch einen perfekten Espresso mit dickem Schaum.

Nach ausgiebigem Apéro bei Fufu gehen wir auf Shopping-Tour in Winterthur. Wir sind erfolgreich und gönnen uns nach dem Einkaufen etwas kühles zum trinken. Marcel hat mit Erika abgemacht und ich geht mit den Mädels aus.

Chees! Jacqui und Mili lächeln um die Wette

So schön wiedermal ausgiebig mit den besten Freundinnen zu quatschen. Wir geniessen den heissen Sommerabend zwar drinnen, aber unsere Treffen im Paddys haben Tradition. Leider gibts kein Moosehead mehr, so steigen wir eben auf das Australische XXXX um. Proscht!

Natürlich darf ein Besuch in Zürich nicht fehlen. Die EM 2008 ist allgegenwärtig. Vorallem am Zürcher Hauptbahnhof und am Limmatquai kommt man am Fussball nicht vorbei. Im HB verschwören sich Fussballgrössen oder eher Riesen. Nur schon ein Turnschuh ist etwa so gross wie ein Mensch. Die Stimmung in der Stadt ist ausgelassen und friedlich. Liegt sicher auch am traumhaften Wetter.

Auch auf dem Fraumünsterplatz ist Fussball angesagt. Wir sind aber nicht wegen des Fussballs hier sondern bewundern die schönen Bauwerke, unter anderem das Fraumünster.

Vom Limmatquai aus geniessen wir die prächtige Sicht auf das Fraumünster und die St. Peterskirche.

In diesem Teil von Zürich hat es sehr viele Kirchen. Von der Münsterbrücke aus ist schon das nächste Fotomotiv parat. Die Doppeltürme sind das Wahrzeichen von Zürich und gehören zum Grossmünster. Zusammen mit dem Fraumünster und der St. Peter-Kirche gehört das Grossmünster zu den bekanntesten Kirchen der Stadt. Das Grossmünster ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der Altstadt von Zürich.

Und weil es so schön ist hier noch ein Bild von der Quaibrücke aus. Unter der Quaibrücke fliesst der Zürichsee in die Limmat.

Nach einem kurzen Abstecher zum Zürichsee spazieren wir durch die Altstadt hoch zum Limmathof. Von oben haben wir Aussicht auf das Limmatquai und zur Universität oben am Hügel.

Nach der Tour durch Zürich inklusive Shopping gehen Marcel und ich getrennte Wege. Am Abend treffe ich mich mit Claudia auf einen leckeren Znacht und Marcel macht mit Michi die Fanmeile unsicher. Während der EM kann man in Zürich sogar einen Drink unter Palmen geniessen.

Am 26. Juni machen wir einen Ausflug in die Thurgauer Hauptstadt Frauenfeld. In Frauenfeld treffen wir Inge, die wir auf unserer Südostasienreise kennen gelernt haben. Wir haben uns in Laos kennen gelernt und später nochmals in Chiang Mai getroffen. Unglaublich aber wahr, Inge ist von Holland nach Frauenfeld gekommen um uns und gute Freunde zu treffen. Cool, denn nicht im Traum hätten wir daran gedacht Inge während unseres kurzen Aufenthaltes in der Schweiz zu sehen. Wir gehen zusammen auf den Stählibuck und erklimmen den fast 27 Meter hohen Aussichtsturm. Von der Plattform haben wir eine herrliche Weitsicht über den Thurgau. Hier ein Blick durch das Fernglas.

Lachen ist gesund.

Ganz schön hoch der Aussichtsturm. Das Treppenstiegen ist gut für die Fitness.

Abends sind wir in Claudia und Emil's neuem Heim eingeladen. Hmmm.... endlich wieder einmal Nachos mit Guacamole. Es schmeckt wunderbar. Wir geniessen einen weiteren Sommerabend mit lieben Freunden und sind schon ganz traurig, dass unsere Ferien in der Schweiz langsam zu Ende gehen.

Bevor wir wieder zurück auf die Insel fliegen, verbringen wir ein traumhaftes Wochenende im Appenzellerland. Walti hat Geburtstag und das muss natürlich gefeiert werden. Am Samstag fahren wir los und treffen den Rest der Gruppe in Brülisau. Zuerst gibt es etwas kühles zu trinken. Gestärkt und erfrischt sind wir startbereit für die Gondelfahrt auf den Hohen Kasten.

Ui... ganz schön hoch. Das sind wir uns ja nicht mehr gewohnt. Die letzten sechs Monate lebten wir auf der Insel. Die höchste Erhebung ist vielleicht dreissig Zentimeter hoch. Mit der Seilbahn schweben wir hoch über dem Appenzell. Ist wunderschön in die Ferne über grüne Wiesen und Wälder zu blicken.

Oben angekommen geniessen wir im Drehrestaurant die herrliche Aussicht. So ein Drehrestaurant ist echt cool, denn die Kulisse ändert sich immer wieder. Einmal rundherum dauert eine Stunde, es wird einem also nicht so schnell langweilig. Vor allem nicht wenn wir zur schönen Aussicht auch noch mit Appenzeller Spezialitäten wie Käse und Trockenfleisch verwöhnt werden.

Nachdem wir uns verköstigt haben, gehen wir an die frische Luft. Für uns ist es hier oben auf auf 1'795 Meter über Meer schon richtig kalt. Schliesslich sind wir uns Temperaturen um die 30 Grad gewohnt.

Ja, wir geniessen unsere Ferien in der Schweiz. Es ist wunderschön zu Hause zu sein und die tolle Natur zu geniessen. Da wir das letzte halbe Jahr unter Palmen lebten sind wir umso mehr fasziniert von dem satten Grün der Wiesen und den Bergen.

Von Aussen sieht das Drehrestaurant sehr modern aus. Es wurde neu erbaut und ist erst seit Sommer 2008 für Gäste offen. Nebst Restaurant gibt es auch Seminarräume.

Nach kurzem Spaziergang geht es wieder abwärts. Mit der Seilbahn lassen wir uns wieder ins Tal bringen. Hier nochmals der Hohe Kasten von unten.

Nach gemütlichem Abendessen übernachten wir in Brülisau. Am nächsten Morgen gibt die Sonne wieder ihr Bestes, sie strahlt um die Wette. Das ideale Wetter für eine Wanderung. Von Brülisau fahren wir ins nächste Tal und lassen das Auto bei Wasserauen stehen. Unsere Wanderung beginnt mit einer anstrengenden Partie steil aufwärts gehen. Wir haben ja Zeit und nehmen es gemütlich. Für die Anstrengung werden wir dafür mit einer traumhaften Kulisse belohnt. Die sattgrüne Wiese mit den Kühen und dem Säntis im Hintergrund wirkt schon fast unecht. Mich erinnert es vorallem an Heidi und die typische Schweiz. Einfach schön!

Wie im Bilderbuch! Nein, das ist keine Fotomontage, dieses Foto ist echt. Sieht schon etwas kitschig aus. Oder eben typisch schweizerisch.

Papi, Marcel und ich rudern rund um den Seealpsee, während die Anderen rund um den See spazieren.

So, die Ablösung kommt. Papi Josef übernimmt das Ruder und ich geniesse die Sonne und betätige mich als Fotograf.

Zurück an Land legen wir im Gasthaus Seealpsee eine Pause ein. Eine kühle Erfrischung kommt uns gerade gelegen und dazu gibt es einen frischen hausgemachten Nussgipfel. Jammie...

Gell ich bin schön?

Auch diese Kuh steht Pose für ein schön kitschiges Foto.

Vom Seealpsee geht es über Stock und Stein wieder runter ins Tal. Wir sind ganz froh über den schatten spendenden Wald. Im Tal angekommen verabschieden wir uns von allen und fahren zurück in die Ostschweiz. Mit diesem schönen Ausflug gehen leider auch unsere Ferien zu Ende. Morgen ist unser letzter Tag.

Wir bedanken uns hier nochmals ganz herzlich bei unseren Familien und Freunden. Es war wunderschön Euch zu sehen. Wir haben die Zeit sehr genossen, vorallem die vielen guten Gespräche und das feine Essen.

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und wir konnten nicht alle Leute treffen, die wir gerne hätten. Aber wir kommen wieder - spätestens im Dezember.

 

Wir sagen Danke und auf Wiedersehen. Wir hoffen unser Reisebericht über die Schweiz hat euch gefallen.

Wir freuen uns auf euren nächsten Besuch auf unserer Homepage.

Herzliche Grüsse,

Marcel und Reni

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