Namibia 2011 – Reisebericht 3

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Der Etosha Nationalpark in Namibia

Heute, am 14. Mai 2011 ist es nun also soweit.
Unser Traum wird wahr und wir werden die wilden Tiere im Etosha Nationalpark sehen. Mit dem Sonnenaufgang stehen wir auf. Es ist bitter kalt und so nehmen wir nur ein kurzes Frühstück im Stehen ein. Den Kaffee nehmen wir mit ins Auto und fahren los Richtung Etosha. Nach 10 Kilometern erreichen wir bereits das Anderson Gate, das südliche Eingangstor zum Etosha Nationalpark. Wir müssen uns bei einer gehässigen und völlig unfreundlichen Beamtin registrieren und dürfen dann in den Nationalpark einfahren. Die ersten 17 Kilometer bis zum Okaukuejo Camp fahren wir auf einer Teerstrasse und es fühlt sich noch nicht wie ein Nationalpark mit wilden Tieren in freier Natur an. Im Camp machen wir einen kurzen Halt um uns umzuschauen. Hier werden wir heute Abend unsere erste Nacht im Etosha verbringen. Dann fahren wir wieder aus dem Camp und ab jetzt fahren wir auf unbefestigten Strassen, was das Naturgefühl erheblich intensiviert. Gleich nach dem Verlassen des Camps sehen wir bereits die ersten Springbock- und Zebraherden. Dies ist sie nun also, die erste Begegnung mit den Tieren, die wir bis anhin nur aus dem Zoo oder von Bildern kennen. Mitten auf der Strasse steht ein Zebra und begrüsst uns im Park.

NEU: Im Beitrag auf unserem Reiseblog SwissNomads verraten wir dir, was uns am Namibia Roadtrip so begeistert hat und wieso wir unbedingt nochmals nach Namibia wollen.

Der Etosha-Nationalpark ist ein 22'275 km² (etwa halb so gross wie die Schweiz!) grosses Naturschutzgebiet im Norden von Namibia und bedeutendster Nationalpark des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 5'000 km² grosse Etosha-Pfanne. Der Name "Etosha" stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie "grosser weisser Platz".

Am 22. März 1907 erklärte der Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, Friedrich von Lindequist, 99'526 km² des heutigen Namibia zum Naturschutzgebiet (Game Reserve 2), nachdem der ehemals reiche Wildbestand durch Wilderei und bedenkenlose Grosswildjagd bis an den Rand der Ausrottung reduziert und damit die Fleischversorgung der Bevölkerung ernsthaft gefährdet worden war.

Elefanten gab es bereits seit 1880 nicht mehr in dieser Gegend und die früher zehntausend Tiere zählenden Antilopenherden waren weitgehend verschwunden. Die Schutzmassnahmen hatten Erfolg und führten zu einer allmählichen Regeneration der Wildbestände. Zugleich wuchs aber der Landbedarf der hier lebenden Volksstämme und der zugewanderten weissen Siedler.

Schon 1928 wurde das Schutzgebiet verkleinert. Zwischen 1958 und 1967 wurden weitere Verkleinerungen durchgeführt. 1964 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. Im Zuge des Odendaal-Plans zur Gründung von Homelands Anfang der 1970er Jahre erhielt es seine heutigen Grenzen und hatte nur noch eine Ausdehnung von rund 22'275 km² (295 km in der maximalen Ost-West-Ausdehnung, 110 km in der maximalen Nord-Süd-Ausdehnung). Es ist damit dennoch in etwa halb so gross wie die Schweiz und das zweitgrösste Naturschutzgebiet Afrikas. Seit der Jahrhundertwende sind Bestrebungen im Gange, die Naturschutzgebiete im südlichen Afrika wieder auszuweiten oder sogar länderübergreifend miteinander zu verbinden. Auch der Etosha-Nationalpark ist Gegenstand derartiger Überlegungen. 1973 wurde der Park komplett eingezäunt. Durch künstliche Bohrlöcher und der künstlichen Wasserstellen stieg der Wildbestand im Park stark an.

Der Park ist heute für Touristen zweigeteilt. Der östliche, von der über 5'000 km² grossen Etosha-Pfanne geprägte Teil ist für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Der westliche Teil dagegen darf nur in Begleitung registrierter Reiseführer besucht werden. Beide Teile sind durch Pads, die an den zahlreichen natürlichen und künstlichen Wasserstellen vorbeiführen, erschlossen.

Einlass ist ab Sonnenaufgang. Alle Besucher werden registriert und müssen bis Sonnenuntergang den Park verlassen oder eine der Unterkünfte im Park angesteuert haben. Obwohl das Verlassen der Fahrzeuge nicht gestattet ist, gab es schon tödliche Zwischenfälle mit unvorsichtigen Touristen. Jährlich besuchen ca. 200'000 Leute den Etosh Nationalpark.

Heute erkunden wir den westlichen Teil des Parks. Zu Beginn fahren wir an offenen Feldern mit Gras entlang. Auf diesen Feldern sehen wir viele Zebras, Springböcke und andere Antilopenarten

Der Springbock ist eine afrikanische Antilopenart.

Die Zebras sind Herdentiere. Selten sehen wir ein einzelnes Tier.

Auf dem Weg treffen wir auch auf Gnus.

Auch die Gnus sind Herdentiere und meist sehen wir diese in Gruppen zusammenstehen.

Allerdings gibt es bei den Gnus auch immer wieder Einzelgänger wie diesen grimmigen Kerl hier.

Da wir ja im Park umgeben sind von wilden Tieren ist es nicht erlaubt aus dem Fahrzeug auszusteigen. Für Pausen und um aus dem Fahrzeug auszusteigen gibt es eingezäunte Plätze. Wir sind hungrig und fahren einen solchen Platz an um uns mit einem Mittagessen zu stärken. Auf dem eingezäunten Platz hat es einen Baum mit einem riesigen Siedelweber Nest. Wie viele dieser Vögel wohl in diesem riesigen Nest wohnen?

Nach der Mittagspause fahren wir noch ein Stück Richtung Westen bis zum Charl Marais Dam. Dort sehen wir beim Wasserloch M' Bari einige Strausse.

Dann wird es Zeit, dass wir uns auf den Rückweg machen, denn wir müssen ja bis zum Sonnenuntergang wieder in unserem Camp sein.

Auf dem Rückweg treffen wir nochmals auf eine Herde mit ganz vielen Zebras.

Zu Beginn sind die Zebras etwas unsicher und beobachten uns gespannt.

Auch die Jungtiere mit dem flauschigen Fell reagieren neugierig auf uns.

Aber nachdem wir unseren Wagen abgestellt haben und die Zebras einige Minuten lang beobachtet haben, ist die Unsicherheit wieder verschwunden und die Tiere beachten uns kaum mehr.

Das typische Namibia Bild. Ein Springbock und ein Akazienbaum auf der Grasebene.

Auf der Weiterfahrt müssen wir plötzlich grossen Schlaglöchern inmitten der Strasse ausweichen. Die Schlaglöcher erscheinen uns etwas komisch und so schauen wir etwas genauer hin. Nicht etwa die heftigen Regenfälle in den letzten Wochen sind für die Löcher inmitten der Strasse verantwortlich. Die Schlaglöcher sind auch nicht nur Auswaschungen sondern der Eingang zum Bau einer Erdhörnchenfamilie. Anscheinend lassen sich die Bewohner weder durch den hartgefahrenen Schotter noch durch den Lärm vertreiben.

Sehr selbstsicher und stolz steht das Erdhörnchen inmitten der Strasse und ist bereit seinen Bau zu verteidigen.

Dieses Erdhörnchen scheint etwas feines gefunden zu haben und lässt sich durch uns nicht beim Essen stören.

Der Gabelracke (Coracias caudata), ist eine im südlichen und östlichen Afrika vorkommende Vogelart. Das Gefieder ist ausserordentlich bunt gefärbt. Die Brust ist violett, der Bauch hellblau. Diese Vogelart sehen wir oft am Strassenrand auf den Bäumen sitzen.

Sobald die Vögel wegfliegen sehen wir die leuchtenden Farben der Flügel.
Es hat einiges an Geduld gebraucht, bis wir es endlich geschafft haben einen Gelbracken im Flug zu fotografieren.

Nur wenige Meter vor dem Eingangstor zum Okaukuejo Camp entdecken wir noch einen ganzen Rudel Gaier. Die Gaier haben sich über einen toten Springbock hergemacht. Im linken unteren Bildberich ist noch ein Schakal zu erkennen, der geduldig auf seinen Anteil wartet.

Nach einem sehr eindrücklichen Tag mit vielen Tierbegegnungen und neuen Eindrücken beziehen wir im Okaukuejo Camp unser Nachtlager. Okaukuejo ist eine ehemalige deutsche Polizei- und Militärstation im Süden des Nationalparks. Das Gelände wird als Touristencamp genutzt und es gibt nebst dem Campingplatz und der Lodge auch einen kleinen Shop und ein Restaurant. Ausserdem haben hier auch die Parkverwaltung und das ökologische Institut ihren Sitz. Für den Sonnenuntergang gehen wir zum Wasserloch, das an das Camp angrenzt. Leider haben wir aber kein Glück und die Tiere scheinen heute Abend eine andere Wasserstelle gefunden zu haben. So gehen wir zurück zu unserem Nachtlager und bereiten unser Abendessen auf dem Feuer zu.

Am Morgen stehen wir noch vor dem Sonnenaufgang auf und kochen uns einen heissen Kaffee. Kurz nach Sonnenaufgang verlassen wir das Camp und machen uns auf die Suche nach wilden Tieren. Keine fünf Kilometer nach dem Verlassen des Okaukuejo Camp auf der Strasse Richtung Osten sehen wir den König der Tiere.

Der Löwe mit seinen zwei Weibchen liegt im Gras zwischen kleinen Büschen nicht weit von der Strasse entfernt. Es ist schon ein sehr eindrücklicher Moment, das erste Mal im Leben einen wilden Löwen zu sehen. Uns trennen nur wenige Meter und zum Glück die Autotüre.

Wir beobachten die drei eine ganze Zeit lang und können uns kaum sattsehen. Als die eine Löwendame dem Löwenmännchen etwas näher kommt knurrt dieser laut und zeigt sein riesiges Gebiss.

Nach dieser aufregenden Beobachtung fahren wir weiter in östlicher Richtung. Auf dem Weg zum Wasserloch Olifantsbad fahren wir durch dichters Buschwerk und sehen dabei sehr viele Vögel. Der Riesentrappe ist der grösste flugfähige Vogel Namibias und kann eine Körperhöhe von über einem Meter erreichen.

Der Südliche Gelbschnabeltoko hat seinen Namen verdient. Der Schnabel ist sehr gross und knallgelb. Die Tokos gehören zu der Gruppe der Nashornvögel und halten sich meist auf dem Boden auf, wo er auch seine Nahrung bestehend aus Insekten und Kleintieren jagt.

Der Graubürzel-Singhabicht ist ein Greifvogel der sich vor allem von kleinen Reptilien und Vögeln ernährt.

Auch Giraffen lieben den Busch, denn hier finden sie genügend Nahrung. Die Giraffe ist das höchste landlebende Tier der Welt. Männchen (Bullen) werden bis zu 6 Meter hoch und wiegen bis zu 1900 Kilogramm, die Schulterhöhe liegt zwischen 2 und 3,5 Metern. Die Weibchen (Kühe) sind in der Regel etwas kleiner und leichter. Da die Giraffen so hoch sind sehen wir oft nur den Kopf aus den Büschen ragen.

Das Steinböckchen ist eine Zwergantilope und erreicht im Gegensatz zu den riesigen Giraffen nur eine Schulterhöhe von etwa 50 cm. Die zierlichen Tiere werden nur rund 10 Kilogramm schwer sind sehr scheu und durch ihre Grösse im hohen Gras oft kaum zu sehen.

Wieder auf der Hauptverbindungsstrasse nach Osten angekommen, verändert sich das Landschaftsbild. Der dichte Busch wird durch savannenartige Felder abgelöst und in der Ferne können wir die Etosha-Pfanne erkennen. Im Steppengras sehen wir die Tiere wieder einfacher. Hier eine Oryx Antilope oder auch Spiessbock oder Gemsbock genannt. Der Spiessbock ist mit einer Schulterhöhe von 1.2 Metern die grösste Oryx Antilope.

Kurz vor unserer Mittagspause haben andere schon gespiesen. Nur ein paar Meter neben der Strasse liegt ein Löwe mit seiner Beute die er bereits bis auf die Knochen verspiesen hat.

Unser Mittagessen nehmen wir im eingezäunten Camp Halali ein. Hier beziehen wir auch gleich unseren Campplatz auf dem wir diese Nacht verbringen werden. Nach der Stärkung fahren wir zum Lookout für die Etosha-Pfanne. Durch die heftigen und ergiebigen Regenfälle ist der gesamte östliche Teil der Etosha-Pfanne mit Wasser gefüllt. Auch die Strasse ist geflutet und verschwindet nach wenigen Meter bereits im Wasser.

An einem Wasserloch beobachten wir eine ganze Herde Impalas. Zwei jüngere Tiere sind am raufen und tollen herum.

Auch einige Giraffen sind am Wasserloch und zotteln nach der Erfrischung wieder durch den Busch davon.

Auf dem Weg zurück zum Halali-Camp fahren wir auf einer recht unbefahrenen Strasse. Dementsprechend viele Tiere befinden sich auch in unmittelbarer Nähe der Strasse oder gleich mitten darauf.
Zuerst steht nach einer Kurve plötzlich eine riesige Giraffe auf der Strasse und schaut uns ebenso verwundert an wie wir sie.

Dann rennt ein Impala ein ganzes Stück vor uns her, bevor er auf die Seite springt und im Busch verschwindet.

Zuletzt sehen wir noch eine ganze Familie Zebramangusten über die Strasse huschen und sofort wieder im hohen Gras verschwinden.

In unserem heutigen Nachtlager, dem Camp Halali, dürfen wir uns einen schönen Platz aussuchen und richten uns erst Mal ein. Halali ist das Mittlere der drei Touritencamps im Etosha Nationalpark. Es liegt jeweils etwa 70 km von den beiden anderen Camps Okaukuejo (süd-westlich) und Namutoni (nord-östlich) entfernt. Nach dem Bezug der Campsite schnappen wir uns unsere Kameraausrüstung, ein kühles Bier und eine Packung Chips. Wir gehen zum Wasserloch, das ans Camp angrenzt, suchen uns einen gemütlichen Platz und schauen uns den traumhaften Sonnenuntergang an.

Heute lohnt sich das Warten. Als die Sonne bereits hinter dem Horizont verschwunden ist tauchen plötzlich drei Spitzmaulnashörner auf. Das Spitzmaulnashorn war früher über weite Teile des afrikanischen Kontinents südlich der Sahara verbreitet. Durch die Jagd wurde das Spitzmaulnashorn schon sehr früh immer seltener. In Südafrika wurde bereits 1853 das vermeintlich letzte Spitzmaulnashorn geschossen. In Namibia sollen aber noch mehere 100 dieser Dickhäuter leben.

Das Spitzmaulnashorn erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 350 cm. Die Schulterhöhe beträgt um die 160 cm. Das Gewicht variiert zwischen den Geschlechtern: Kühe werden in der Regel bis zu 900 kg schwer, während Bullen bis zu 1,4 t wiegen können.

Zum Abschluss des heutigen Tages schauen auch noch zwei Giraffen am Wasserloch vorbei.

Am Morgen des 16. Mai stehen wir wieder früh auf und brauen uns unseren Kaffe den wir uns mit auf den Weg nehmen. Kurz nach dem Sonnenaufgang sind wir wieder auf der Pirsch. Zuerst fahren wir durch dichteren Busch zu ein paar Wasserlöchern. Am Strassenrand steht eine einzelne Impala Antilope, die uns kritisch beobachtet.

Als wir um eine Kurve fahren sehen wir vor uns plötzlich zwei grosse Spitzmaulnashörner. Leider verschrecken wir die Nashörner und die beiden machen sich in den Busch davon. Wir warten ein paar Minuten um zu sehen, ob die Nashörner wieder zurückkommen aber leider sind diese wohl schon über alle Berge.

Das Warten hat sich aber trotzdem gelohnt. Aus dem Busch trotten plötzlich eine ganze Gruppe Giraffen. Wir beobachten die Gruppe eine ganze Zeit lang wie diese sich am Wasserloch verhalten. Zwei bis drei Giraffen sind ständig auf der Hut und schauen in alle Richtungen um nahende Gefahren zu erkennen. Die anderen Tiere der Gruppe können so ungestört trinken und sobald sie genug haben lösen sie die Beobachtenden Tiere ab.

Vor lauter Giraffen erkennt man die einzelnen Tiere kaum mehr.

Als alle Tiere genug getrunken haben macht sich die Gruppe wieder auf den Weg.

An einer Kreuzung weist uns dieser vorwitzige kleine Kerl den Weg. Anscheinend hat sich eine Mangustenfamilie den Stein mit dem Wegweiser zum Heim auserwählt.

Auf dem Weg zum nächsten Wasserloch begegnen wir einer Kuhantilope. Die Kuhantilope ist mit einer Schulterhöhe von 1,3 Metern und einem Gewicht von fast 200 Kilogramm eine grosse Antilopenart.

Am Wasserlockh Kalhkheuvel treffen wir auf eine Gruppe Giraffen.

Wir können das Verhalten der Gruppe beim trinken sehr gut beobachten. Aufgrund der Länge des Halses muss das Herz der Giraffen besonders leistungsstark sein um genügend Blut ins Hirn pumpen zu können. Es wiegt 12 Kilogramm, kann 60 Liter Blut pro Minute durch den Körper pumpen und sorgt für einen Blutdruck, der dreimal höher ist als beim Menschen. Direkt unterhalb des Gehirns befindet sich ein dichtes Geflecht dünner Arterien, die den Blutdruck aufnehmen und reduzieren können, um das Gehirn beim Trinken vor Beschädigungen zu schützen.

Das trinken ist für die Giraffen eine grosse Anstrengung, da sie um den Kopf zu senken die Halsmuskulatur anspannen müssen.

Die blaugraue Zunge kann 50 Zentimeter lang werden und ist zum Greifen befähigt. Auch in der Nase bohren können die Giraffen damit.

Das nächste Wasserloch, dass wir anfahren heisst Chudop. Dies ist eines der schönsten Wasserlöcher, das wir bis jetzt gesehen haben. Inmitten des Wasserlochs schwimmt eine Insel mit Schilf.

Zuerst ist die Zebra-Zeit.

Dann machen die Zebras platz für ein paar Giraffen. Auf dem Bild ist der Grössenunterschied von Giraffe zu Impala zu sehen. Ganz schön beeindruckend.

Auch die Impala Antilope stärkt sich mit dem kühlen Nass.

Etwas abseits des Wasserlochs liegt eine Herde Gnus.

Dann macht sich die Giraffenherde wieder auf den Weg.

Abgelöst werden die Giraffen von den sehr scheuen Kudus. Diese haben schon eine ganze Zeit auf Platz am Wasserloch gewartet und können nun endlich auch Wasser trinken.

Die Kudus sind sehr scheu und beobachten ständig die Umgebung beim Wasser trinken. Nur die Männchen haben Hörner, die Weibchen sind auch etwas kleiner als die bis zu 250 Kilogramm schweren Männchen.

Dann kommt auch noch eine Herde Springböcke zum Wasserloch.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, es gibt so viele Tiere zu sehen und wir können uns kaum losreissen. Wir fahren ins Namutoni Camp und erreichen pünktlich vor dem Sonneuntergang das Camp. Namutoni ist ebenfalls eine ehemalige Polizei- und Militärstation im Ostteil des Nationalpark. Heute wird sie als Besucherzentrum des Nationalparks verwendet. Namutoni wurde wie Okaukuejo 1897 als Kontrollstelle gegen das Vordringen der Rinderpest errichtet. Später wurde eine befestigte Station - Fort Namutoni - daraus.
Den Sonneuntergang schauen wir uns wieder am Wasserloch an.

Eigentlich wäre heute gemäss unserer Planung schon unser letzter Tag im Etosha Nationalpark. Weil es uns aber so gut gefällt und wir uns einfach nicht von den genialen Tierbegegnungen trennen wollen, stellen wir unsere Reiseplanung um. Unser Plan war, den Etosha Nationalpark durch das Ostgate zu verlassen und dann gegen Süden zu fahren. Nun werden wir aber im Park wieder Richtung Westen fahren und den Park dann wieder durch das südliche Gate verlassen. Danach werden wir auf direktem Weg nach Windhoek fahren.

Was wir in den so gewonnenen Tagen zusätzlich noch alles erleben und sehen, könnt ihr im Reisebericht 4 nachlesen.

Willst du mehr lesen über unseren Roadtrip durch Namibia und die Gründe, wieso wir unbeding nochmals hin wollen?

Wir hoffen die Bilder und der Bericht gefallen euch.

Reni und Marcel


Folgende Bücher haben uns bei der Vorbereitung und auf der Reise durch Namibia weitergeholfen und können wir empfehlen:

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