Malediven 2012 – Reisebericht 1

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Das erste halbe Jahr auf der Malediveninsel Komandoo

Am 5. Oktober haben wir uns von der Schweiz verabschiedet.
Nachdem wir die Einreiseformalitäten in Male hinter uns gebracht haben, sind wir auf die kleine, paradiesische Insel Komandoo geflogen.
Seit dem 7. Oktober leben und arbeiten wir auf Komandoo.

Die ersten Tage und Wochen vergehen wie im Fluge denn wir lernen viel Neues, sind fleissig am Tauchen und auch viele Kurse stehen auf dem Programm. Trotzdem haben wir aber auch Zeit um den Strand und das Meer zu geniessen. Oft gehen wir nach der Arbeit am Strand spazieren und geniessen die schöne Abendstimmung.

Das zweite Mal in unserm Leben feiern wir Weihnachten und Neujahr auf den Malediven. Während der Festtage ist die Insel voll ausgebucht und wir haben dementsprechend viel Arbeit in der Tauchschule.

Die Festtage gehen vorüber und es wird wieder etwas ruhiger auf der Insel. Mitte Januar finden in Europa Tauchmessen statt an denen Prodivers mit einem Stand vertreten ist. Rosa und Josep sind an diesen Messen am Prodivers Stand und wir sind somit für zwei Wochen alleine in der Tauchschule. Wir werden etwas überrumpelt, denn für zwei Personen haben wir sehr viel Arbeit und recht viele Taucher. Auch Kurse führen wir während dieser Zeit ein paar durch und so arbeiten wir für zwei Wochen ohne Freitag durch. Wir sind froh, dass Rosa und Josep wieder zurückkommen und wir so die Arbeit wieder auf vier Personen aufteilen können.

So haben wir auch wieder Zeit für unsere Spaziergänge am Strand. Oft stehen wir am Morgen etwas früher auf und gehen vor dem Morgenessen um die Insel. Wir geniessen die Morgenstimmung und die Ruhe die noch herrscht, da die meisten Gäste noch schlafen.

Dies ist das südliche Ende von Komandoo.

Am südlichen Ende der Insel führt ein Steg zu den Wasserbungalows.

Auf dem Wasser in einem Halbkreis angeordnet, stehen den Gästen von Komandoo 15 Wasserbungalows zur Verfügung.

Komandoo hat zwei Stege. Auf der Sonnenuntergangsseite ist am Steg das A-la-Carte Restaurant Aqua angebaut.

Nach unserem morgendlichen Inselrundgang erwacht Komandoo langsam. Es ist acht Uhr und die Sonne wird immer stärker.

An unseren Freitagen gehen wir oft an den Sunset Beach am Südende der Insel. Hier hat es Sonnenliegen und Sonnenschirme die uns vor der Sonne schützen. Für Drinks und Erfrischungen gibt es hier die Thundi Bar.

Auf Komandoo gibt es nicht nur eine faszinierende Unterwassertierwelt. Auch über Wasser können wir Tiere beobachten.

Einerseits können wir immer wieder vom Strand oder Steg aus viele Fischarten von der Wasseroberfläche aus beobachten. Vor allem die Schwarzspitzbabyhaie patrouillieren entlang dem Stand und versuchen kleine Fische zu fangen.

Aber auch andere Tiere sind an den kleinen Fischen am Strand interessiert. Auf Komandoo leben ein paar Fischreiher die wir regelmässig beim Jagen nach kleinen Fischen am Strand beobachten können.

Der Fischreiher oder auch Graureiher ist ein sehr eleganter Vogel. Das Verbreitungsgebiet der Graureiher ist sehr gross. Er ist in den milderen und südlichen Regionen Europas und Asiens sowie im gesamten südlichen Afrika zu finden.

Wenn die Fischreiher fliegen sehen wir erst, welche Spannweiten die Flügel haben.

Aber auch andere Vogelarten können wir auf Komandoo beim erfolgreichen Fischfang beobachten.

An einem schönen Februar abend treffen wir auf unserem abendlichen Inselrundgang auf einen aussergewöhnlichen Besucher. In der Abendsonne schwimmt ein grosser Vogel in der Lagune von Komandoo, den wir noch nie gesehen haben. Es handelt sich um einen Pelikan, der anscheinend einen Zwischenstopp auf den Malediven eingelegt hat.

Die Sonne geht unter und wir sind gespannt, ob wir den Pelikan auch Morgen noch bei Tageslicht beobachten können.

Der Pelikan scheint eine längere Pause auf seiner Reise zu brauchen. Für ein Paar Tage sehen wir den Vogel immer wieder in der Lagune von Komandoo.
An unserem nächsten Freitag mache ich mich auf die Pirsch um den ungewöhnlichen Gast beim Jagen nach Fischen zu beobachten.

Der Pelikan schwimmt langsam an einen Schwarm von kleinen Fischen heran. Dann breitet er seine Flügel aus und startet seinen Angriff.

Er Fliegt ein paar Meter Richtung Fischschwarm.

Und dann katapultiert er sich mit voller Kraft voraus in den Fischschwarm. Dabei sperrt er den Schnabel auf und nimmt einen grossen Schluck Wasser und mit etwa Glück einigen Fischen. Das Schauspiel ist absolut genial zu beobachten.

Da ich schon meine Kamera dabei habe mache ich mich auf die Suche nach anderen Vogelarten und werde auch fündig. Am Strand finde ich diesen Schnepfenvogel, der mit seinem langen Schnabel nach Nahrung im Sand sucht.

Auf den Malediven sehen wir auch oft Seeschwalben. Die Seeschwalben sind sehr ähnlich zu den Möwen aber etwas kleiner und schmaler als diese. Vor allem auf unbewohnten Inseln hat es oft viele dieser Zugvögel.

Bei den Wasserbungalows auf Komandoo sitzen diese Schwarzen Seeschwalben oft auf dem Steg.

Aber natürlich gibt es auch noch andere Tiere auf Komandoo. Am Strand gibt es eine grosse Anzahl von Krebsen. Vor allem in der Abenddämmerung bevölkern diese Tiere den Strand.

Zwischen den Gebüschen und Bäumen auf der Insel leben diese Schönechsen. Diese teilweise sehr farbigen Echsen ernähren sich von Insekten.

Die Zeit vergeht mit dem Tauchen und der Betreuung der Gäste wie im Fluge. Anfang März kommen Marcel's Eltern für zwei Wochen auf Besuch. Während dieser Zeit vergeht die Zeit noch rasanter, denn wir wollen natürlich so viel Zeit mit ihnen verbringen wie möglich. Wir können zusammen mit meinen Eltern im Gästerestaurant essen und geniessen diese Abwechslung sehr.

An unseren Freitagen gehen wir zusammen Schnorcheln und sehen dabei viele schöne Tiere unter Wasser. Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und schon müssen wir am 20. März wieder Abschied nehmen.
Zusammen geniessen wir vor der Abreise noch einen letzten Sonnenaufgang.

Dann heisst es auch für andere Gäste Abschied nehmen von unserem kleinen Paradies.

Wir begleiten meine Eltern mit dem Bot noch bis zur Plattform, an welcher das Wasserflugzeug anlegt. Nun heisst es auch für uns Abschied nehmen. Wir werden uns voraussichtlich erst in einem halben Jahr wieder sehen.

Da fliegen sie wieder weg. Wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen und wir hoffen die Rückreise verläuft reibungslos.

Im März und April ist auf Komandoo Hochsaison. Das Wetter ist traumhaft schön und der Himmel oft wolkenfrei. Da es nur wenig Wind hat ist es sehr warm und das Meer ist oft spiegelglatt.

Natürlich ist während dieser Zeit auch die Sicht unter Wasser sehr gut. Das sehen wir auch schon von der Wasseroberfläche aus.

Vom Steg zu den Wasserbungalows können wir jeden Fisch sehen, der unter uns durch schwimmt.

Auch die Sonnenuntergänge sind während dieser Zeit atemberaubend.

Über dem Horizont hat es zwar ab und zu ein paar kleine Wolken.

Aber oft sehen wir die Sonne, bis sie hinter der Nachbarinsel Hinnavaru am Horizont unter geht.

Der Steg auf der Sonnenuntergangsseite nach dem Sonnenuntergang.

Seit ein paar Wochen beobachten wir ein Fischreiherpaar.
Zuerst haben die beiden mit dem Bau eines Vogelnestes begonnen. Dann haben wir die beiden regelmässig in diesem Nest gesehen und seit ein paar Tagen ist auch der Nachwuchs da.

Zwei Küken leben nun in diesem Nest und werden von den stolzen Eltern mit frischen Fischen gefüttert.

Auf der Nachbarinsel Hinnavaru leben rund 3000 Malediver. Viele von ihnen arbeiten auf den Touristeninseln oder der Fischfabrik auf Felivaru. Natürlich darf auch eine Moschee nicht fehlen. Diese wird auf diesem Bild von der untergehenden Sonne durch einen Dunstschleier beleuchtet.

Dieses Motiv wurde wahrscheinlich schon tausende Male fotografiert. Segelboot im Sonnenaufgang. Oft gesehen aber immer wieder schön.

Das Wetter ist traumhaft und auch die Bedingungen unter Wasser könnten kaum besser sein. Das nennt man perfekte Voraussetzungen für einen Urlaub.
Marianne und Franco, unsere Freunde aus der Schweiz, haben wohl die beste Zeit des Jahres gewählt um uns für zwei Wochen zu besuchen. Natürlich sind wir während dieser Zeit auch mit anderen Tauchgästen sehr beschäftigt. Wir verbringen aber trotzdem sehr viel Zeit zusammen.
Da Marianne und Franco auch Tauchen, können wir diese Erlebnisse gemeinsam erleben.
Heute steht ein gemeinsamer Tauchausflug mit dem Boot auf dem Programm.

Das Wetter zeigt sich einmal mehr von der besten Seite. Das Meer ist spiegelglatt und nur ein paar Wölkchen schmücken den blauen Himmel.

Der Tauchgang am Anemonen Thila war traumhaft schön. Wir haben sehr viel gesehen und auch die Bootsfahrt ist bei dem herrlichen Sonnenschein ein Genuss.

Vor Komandoo fahren wir am Hausriff vorbei. Sogar vom Boot aus können wir die Fische beobachten.

Der erste Korallenblock des Hausriffs ist so klar zu sehen als ob überhaupt kein Wasser dazwischen wäre.

Natürlich dürfen wir auch mit Marianne und Franco wieder gemeinsam im Gästerestaurant essen. Auf der Terrasse vor dem Restaurant ist es am schönsten. Wir geniessen den Sonnenuntergang und dann essen wir unter dem Sternenhimmel.

Am sechsten April ist Vollmond. Heute leuchtet uns der Mond auch fürs Abendessen.

Leider vergehen auch die zwei Wochen mit unseren Freunden wieder viel zu schnell. So ist schon wieder der letzte gemeinsame Tag auf Komandoo und wir gönnen uns zu diesem Anlass einen Drink in der Lagune.

Zwei Tage nach Vollmond ist der Mond schon nicht mehr eine perfekte Kugel. Dafür haben wir dieses Mal den Mond kurz nach dem Aufgang und nur knapp über dem Horizont eingefangen.

Mitte April wird das Wetter unbeständig. Es regnet das erste Mal seit Wochen wieder und auch der Wind und die Wolken sind zurück. Gerade wegen den Wolken ergeben sich aber sehr schöne Abendrote.

Am 30. April wird Komandoo für Umbauarbeiten für zwei Wochen geschlossen.
Während dieser zwei Monate haben wir Urlaub und werden Sri Lanka und Indien bereisen.
Am 26. April ist der letzte Tauchtag vor der Schliessung des Resorts.
Heute haben wir nur noch ein Morgenboot und nur ein Taucher hat sich für diesen Tauchgang eingeschrieben. Rosa, Josep, Reni und ich sind auch auf dem Boot um noch einen Abschlusstauchgang mit Haien und Rochen im Kanal von Felivaru zu geniessen.

Schon seit ein paar Tagen haben wir begonnen die gesamte Tauchausrüstung gründlich zu waschen und für die Pause vorzubereiten. Natürlich müssen auch die Flossen gewaschen werden. Aslam hat die Flossen nach dem Waschen kunstvoll aufgehängt.

Erstaunlich wie fotogen Flossen sein können.

Auf Komandoo werden Renovations arbeiten durchgeführt und ein Pool und ein Fitnesstudio werden gebaut.
Seit ein paar Tagen legen täglich Versorgungsboote am Steg an und die Arbeiter bringen Baumaterialien auf die Insel.

Anscheinend wird sehr viel gebaut, denn es werden grosse Mengen von Baumaterialien angeliefert.

Am 30. April haben wir unseren Flug nach Male.
Eine Nacht bleiben wir in Male und am 1. Mai fliegen wir nach Colombo in Sri Lanka.
Wir sind gespannt wie es nach unseren Ferien auf Komandoo aussehen wird.

Ein letzter Blick zurück.

Vielen Dank für deinen Besuch auf sunandstar.ch. Wir hoffen dir hat unser Bericht gefallen.

Unter Das zweite halbe Jahr auf der Malediveninsel Komandoo findest du den nächsten Reisebericht.

Paradiesische Grüsse aus den sonnigen Malediven,
Reni und Marcel

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