Malediven 2008 – Reisebericht 3

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Die traumhafte Unterwasserwelt der Malediveninsel Kuredu

Mittlerweilen haben wir schon sehr viele Tauchgänge hier auf Kurdeu absolviert. Immer wieder finden wir neue Lebewesen unter Wasser und wir werden immer wieder aufs Neue überrascht von der Vielfalt, die die Unterwasserwelt zu bieten hat. Wir treffen auf grosse, kleine, sehr farbenfrohe, skurrile, elegante, nervöse, faule, furchteinflössende, winzige oder einfach nur schöne Fische. Dann gibt es aber auch eine riesige Anzahl von anderen Meeresbewohnern, die wir täglich unter Wasser vorfinden.

Auf einigen Tauchgängen haben wir eine Unterwasserkamera mitgenommen und nun präsentieren wir euch hier die Aufnahmen, die wir dabei gemacht haben. Die Kamera ist eine kleine kompakte Sony Cybershot und wir haben nur den internen Blitz verwendet. Im Gegensatz zu einer professionellen Ausrüstung limitiert natürlich eine Kompaktkamera die Qualität der Aufnahmen. Wir haben aber gemerkt, dass wir mit etwas Geduld und viel experimentieren trotzdem ansprechende Bilder aufnehmen können. In diesem Bericht wollen wir mit euch die herrliche Unterwasserwelt teilen und hoffen, dass ihr Spass am betrachten den Aufnahmen habt.

Möchtest du auch andere traumhaften Ort kennen lernen? Auf unserem Blog Swiss Nomads Berichten wir über die schönsten Orte der Welt.

Leider wird auch auf den Malediven teilweise sehr nachlässig mit der Umwelt umgegangen. Dies betrifft in diesem Inselparadies natürlich vor allem auch die Unterwasserwelt, die ja auf den Malediven ein grosser Teil der Schönheit dieser Destination ausmacht. Überfischung, Shark-Finning, Müllentsorgung und vieles mehr belasten die Unterwasserwelt. Leider ist auch die Regierung nicht in der Lage diese Probleme zu lösen. Einen Beitrag zum Schutz der Unterwasserwelt kann jeder einzelne von uns leisten, indem wir uns für den Schutz der Unterwasserwelt einsetzen. Zahlreiche Organisationen helfen die Unterwasserwelt zu schützen und zu erhalten.

Die Anemonenfische kennt seit dem Film Nemo jedes Kind und ist seither wohl einer der bekanntesten Fische überhaupt. Anemonenfische gibt es in zahlreichen Farbausprägungen und gehört in die Familie der Riffbarsche. Den Clarks Anemonenfisch finden wir auf den Malediven an sehr vielen Tauchplätzen.

Anemonenfische leben in Symbiose mit der Anemone und können ohne diese nicht existieren. Die Fische entfernen sich selten mehr als zwei Meter von ihrer Anemone und suchen bei Gefahr Schutz zwischen den nesselnden Tentakeln. Als Gegenleistung schützen die Fische ihre Anemone vor Eindringlingen und Fressfeinden. Oft schwimmen die kleinen Kerle bei Tauchern ganz nahe an die Maske und versuchen den um ein Vielfaches grösseren Eindringling zu vertreiben. Die Anemonenfische sind gegen das Nesselgift der Tentakeln immun, weil sie schon in Kindesalter den Schleim der Anemone auf ihren Körper übertragen und so von der Anemone als Tentakel wahrgenommen werden. Fremde Fische werden von den Tentakeln festgehalten und können nicht mehr entkommen.

Der Schnapper ist ein Fisch, den wir an den Tauchplätzen sehr oft antreffen. Die Fische sind meistens in grossen Schwärmen dicht an dicht gedrängt anzutreffen. Meist halten sie nahe dem Riff und eher im Flachwasser auf. In unserer Lagune auf Kurdeu gibt es einen grossen Schwarm, den wir eigentlich immer an der gleichen Stelle über einem Feld abgestorbener Korallen antreffen.

Der gelbbraune Kofferfisch gehört in die Familie der Kofferfische und hat einen starren, eckigen Panzer der den Körper vollständig umgibt. Die Bewegungen des Kofferfisches erinnern uns an einen Hubschrauber. Mit den kleinen Flossen ist der Kofferfisch zwar ein langsamer aber dafür ein sehr manövrierfähiger Schwimmer. Er kann sich im Stand um die eigene Achse drehen und schwimmt so zielgenau durch das Riff. Auf dem Bild seht ihr einen nur wenige Zentimeter grossen Jungfisch den wir am Steg gefunden haben.

Mit dem Grünen Riesendrückerfisch haben schon viele Taucher oder Schnorchler unliebsame Bekanntschaft gemacht. In der Brutzeit kann der Drückerfisch äusserst aggressiv sein und alles was sich seinem Nest nähert angreifen. Wenn sich ein Drückerfisch kopfüber in einer Mulde befindet, dann sollte man ihm nicht zu nahe kommen. Wenn man trotzdem zu nahe ans Nest gerät, setzt der Drückerfisch zu einem Scheinangriff an. Er schwimmt mit grosser Geschwindigkeit auf den Eindringling los und dreht kurz vorher ab. Wer dann nicht unverzüglich das Revier verlässt wird angegriffen und womöglich gerammt oder gebissen.

Im Gegensatz zum Drückerfisch sind die Fledermausfische sehr friedliche Meeresbewohner.Fledermausfische leben oft in kleineren Gruppen oder grösseren Schwärmen zusammen. Am Hausriff von Kuredu ist meist ein Schwarm dieser Fische in der Nähe des Wracks zu sehen.

Die Form der Fledermausfische verändert sich im Laufe des Alters. Jungtiere besitzen sehr lange Rücken- und Bauchflossen und sind somit kurz und hoch. Mit dem alter verkürzen sich die Flossen und die Proportionen verändern sich. Auf dem Bild ist ein jüngerer Fisch mit langen Flossen zu sehen.

Der nachtaktive Grossdorn-Husarenfisch hat grosse Augen damit er in der Nacht besser sehen kann. Während des Tages schwebt der Husarenfisch oft in Höhlen oder Spalten. In der Nacht sucht er dann den Grund nach kleinen Krebsen, Würmern und Fischen ab.

Muränen haben einen extrem lang gestreckten Körper und haben zur Fortbewegung eine Flossensaum. Das Maul ist gross und wird ständig geöffnet. Dies wird oft als aggressives Drohgebaren aufgefasst, ist aber in Wirklichkeit keineswegs aggressiv. Mit dem öffnen und schliessen des Mundes pumpt die Muräne Wasser durch die Kiemen und versorgt sich so mit Sauerstoff.Das Bild zeigt eineGelbgefleckte Muräne oder auch Russkopfmuräne die nur ihren Kopf aus der Höhle streckt.

Muränen sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Tiere die am Tag oft zurückgezogen leben. Muränen sind ortsgebunden und haben mehrere Stammplätze die sie immer wieder besuchen. Sie verstecken sich gerne in Höhlen und oft ist nur der Kopf zu sehen, wie hier bei dieser Gelbmaulmuräne.

Die Grosse Netzmuräne ist wohl die zutraulichste Muräne die wir an den Riffen antreffen. Am Hausriff gibt es eine Netzmuräne die immer mal wieder Anschluss sucht, auf Taucher zu schwimmt und sich unter dessen Ausrüstung verkriechen will. Reni wurde während eines Kurses auf dem Sandgrund von der Netzmuräne regelrecht umschlungen.

Die Banditmuräne ist eine eher kleine Muräne, die sehr zurückgezogen in ihrer Höhle lebt. Wenn sie aus der Höhle rauskommt macht sie auf uns einen eher grimmigen Eindruck.

Diese erwachsene Geistermuräne haben wir auf ca. 20 m am Tauchplatz Nakolhu Giri angetroffen. Gleich nebenan haben wir auch ein Jungtier gesehen, das noch eine schwarze Farbe hat. Junge Geistermuränen sind schwarz und ändern erst mit dem Alter die Farbe.

Langschnauzen Büschelbarsche leben in Tiefen von 10 bis 100 Metern und halten sich in Gorgonien, Dörnchenkorallen oder anderen Korallenarten versteckt, wo sie mit ihrer Zeichnung gut getarnt sind.

Der Rotfeuerfisch gehört in die Familie der Skorpionfische und hat eine sehr auffällige Form, Färbung und Musterung. Dieser Pazifische Rotfeuerfisch ist einer der etwa 10 Stück welche wir regelmässig bei unseren Hausrifftauchgängen am Wrack antreffen.

Der Rotfeuerfisch ist ein langsamer aber majestätischer Schwimmer und hält sich meist in Bodennähe auf. Die Tiere haben Giftstachel auf dem Rücken, welche sie zur Verteidigung einsetzen. Fühlt sich ein Tier bedrängt und kann nicht zurückweichen, dann greifen sie an. Blitzartig schnellen die Fische vor und richten dabei die Giftstachel gegen den vermeintlichen Angreifer.

Der Antennen-Feuerfisch ist im Gegensatz zu den Rotfeuerfischen etwas kleiner und versteckt sich während des Tages oft unter kleinen Felsvorsprüngen. Seine Rückenflossenstrahlen sowie zwei der Bauchflossenstrahlen und zwei der Strahlen der Afterflosse sind mit Giftdrüsen versehen. Diese Stiche können Tauchern schmerzhafte Wunden beifügen. Das dabei übertragene Gift kann beim Menschen Atemlähmungen, Kreislaufversagen und Fieber verursachen. Die Symptome verschwinden in der Regel nach ein bis zwei Tagen.

Der bärtige Drachenkopf gehört auch in die Familie der Skorpionfische und ist ein wahrer Tarnungskünstler. Die meisten Fische haben eine rötliche Grundfarbe, die aber dem Untergrund angepasst werden kann. Eine unregelmässige Fleckenzeichnung und unzählige Hautanhängsel, die den Körper bedecken, machen die Tarnung perfekt.

Der Drachenkopf ist ein schlechter Schwimmer der nur kurze Strecken schwimmt und sich dann wieder auf dem Grund niederlässt. Den Drachenköpfen sollte man nicht zu nahe kommen, da sie zur Verteidigung viele Giftstacheln besitzen.

Die seltenen Geisterpfeifenfische gehören für uns mitunter zu den erstaunlichsten Fischen die wir an den Riffen antreffen. Dieser nur wenige Zentimeter grosse Seegrasgeisterpfeifenfisch haben wir am Hausriff am Wrack gefunden.

Diesen Seegrasgeisterpfeifenfisch haben wir bei einem Tauchgang am Tauchplatz Nakolhu Giri gut versteckt zwischen Korallen und Schwämmen gefunden. Da die Fische oft nur wenige Zentimeter gross sind und sich sehr gut tarnen können, ist es jedes Mal ein spezielles Erlebnis, wenn wir eines dieser seltenen Tiere finden.

Diesen Seegrasgeisterpfeifenfisch haben wir wenige Meter neben dem Steg in nur 2 Meter tiefem Wasser entdeckt. Sein Zuhause ist ein Stück Angelleine, dass mit Algen bewachsen ist. Der Fisch hat zur Tarnung sein Aussehen perfekt an das Umfeld angepasst.

Dieses Seegrasgeisterpfeifenfischpaar haben wir ganz nahe vom Strand im stehtiefen Wasser gefunden. Diese beiden Fische leben in einer Seegraswiese und lassen sich von den Wellen hin und her schaukeln. Im Seegras sind sie so gut getarnt, dass man sie kaum von diesem unterscheiden kann.

Oft leben Seegrasgeisterpfeifenfische paarweise. Ihre rhythmischen Bewegungen in den Welle erinnert uns an einen Tanz. Diese beiden hier tanzen bestimmt den Unterwassertango.

Die Adlerrochen können wir oft an den Riffen vorbeiziehen sehen. Sie lieben das strömungsreiche Freiwasser und sind oft in kleinen Gruppen unterwegs. Diese Familie haben wir am Hausriff angetroffen.

Den Manta Rochen oder auch Teufelsrochen genannt sieht man immer dort, wo es viel Plankton im Wasser hat. Ab und zu haben wir sogar Glück und sehen Mantas an unserem Hausriff. Vor ein paar Tagen war ich (Marcel) mit Resorttauchern das erste Mal am Hausriff tauchen und auf dem Rückweg hatten wir das Glück einen Manta zu sehen. Der etwa 2 Meter grosse Rochen hat immer wieder seine graziösen Runden um uns gezogen und wir konnten während 10 Minuten den eleganten Riesen aus nächster Nähe betrachten.

Die drei Bilder der Mantas sind bei einem Ausflug mit dem Boot entstanden. Vom Boot aus haben wir die Mantas gesehen, sind dann mit der Schnorchelausrüstung ins Wasser gesprungen und mit diesen Riesen geschnorchelt.

Wenn es den Mantas gefällt drehen sie unter Wasser Loopings.

Jeder Manta hat eine andere Zeichnung auf seinem Bauch. Mit Hilfe dieser Zeichnung können die verschiedenen Tiere auch identifiziert werden.

Nebst Fischen gibt es natürlich noch andere Lebewesen, die wir unter Wasser antreffen. Kuredu ist unter anderem auch bekannt als Heimat von Schildkröten. Schon seit Jahrhunderten sollen Schildkröten bei Kuredu leben und auf der Insel ihre Eier ablegen. Zum Glück hat daran auch der Tourismus nichts geändert und die Schildkröten legen ihre Eier immer noch am Strand von Kuredu.Die Schildkröten werden 40 bis 50 Jahre alt und erreichen die Geschlechtsreife mit 10 bis 15 Jahren. Zwischen Oktober und Februar ist die Paarungszeit. Es werden ungefähr 100 Eier in Tischtennisballgrösse pro Gelege gelegt. Ein Weibchen legt mehrere Gelege innerhalb einiger Wochen. Die Eier benötigen etwa zwei bis drei Monate zur Entwicklung. Dabei trifft die Temperatur während des Ausbrütens die Entscheidung über das Geschlecht. Während bei 28°C nur Männchen schlüpfen, schlüpfen bei 32°C nur Weibchen. Wenn die Jungen ausschlüpfen, graben sie sich alleine den Weg aus dem Sand und rennen ins Meer.

Die Grüne Schildkröte sehen wir sehr oft ganz nahe am Strand im flachen Wasser. Die Tiere lieben das Gras der Seegraswiesen und schlagen sich da den Bauch voll.

Die Schildkröten sind Lungenatmer und müssen darum regelmässig zur Wasseroberfläche um zu atmen.

In den Riffen treffen wir aber auch immer wieder auf Karettschilkröten. Diese Schildkröten werden nicht ganz so gross wie die Grünen Schildkröten und sie haben einen gezackten Panzer. Mit ihrem kräftigen Kiefer beissen sie ganze Korallenstücke aus dem Riff und suchen so nach Nahrung.

Die Einsiedlerkrebse haben es gut. Sie haben ihr Haus ständig mit dabei. Das Haus bauen sie sich allerdings nicht etwa selbst, sondern es handelt sich um Schneckenhäuser die sie in der passenden Grösse suchen. Wenn der Krebs wächst und nicht mehr in sein Haus passt, muss er umziehen und ein grösseres suchen.

Der Scheinaugenfangschreckenkrebs kann sowohl sehr schnell auf dem Grund rennen oder durch das Wasser schwimmen. Sie leben oft unter Steinen oder verbergen sich in selbstgebauten Höhlen.

Mit den Fangklauen kann der Krebs Boxen. Die Boxhiebe sind derart kräftig, dass sie damit Schneckenhäuser zertrümmern oder Beutetiere betäuben können.

Die gebänderte Scherengarnele sind oft damit beschäftigt, Fische von Parasiten zu befreien. Aus diesem Grund werden sie auch Putzergarnelen genannt. Bei der Putzaktion klettern die Garnelen den Fischen oft sogar ins Maul und befreien die Kiemen von Schmarotzern.

Die kleinen Anemonengarnelen leben in Anemonen und sind nur wenige Zentimeter gross. Oft ist ihr Körper teilweise transparent und wir finden die Garnelen nur wenn wir ganz nahe und genau hinschauen.

Es gibt eine Vielzahl von Schnecken die in Häusern im Meer wohnen. Bei der abgebildeten handelt es sich um eine Cypraea argus. Sie bewegen sich langsam kriechend auf ihrer Fusscheibe vorwärts. Dabei werden grosse Mengen von Schleim abgesondert. Einige Arten können Giftpfeile abschiessen, die sogar Menschen gefährlich werden können. Auch wenn ein Haus einer Schnecke sehr verlockend und schön ist, ist es also sicherlich besser diese nicht anzufassen und als Souvenir aus dem Meer mitzunehmen.

Die Variable Warzenschnecke ist eine der am meisten vorkommenden Nacktschnecken die wir an der Riffen antreffen.

Die Zeichnung der Variablen Warzenschnecken unterscheidet sich zum Teil recht stark und sie besitzt kein spezielles Atemorgan wie andere Nacktschnecken. Sie nehmen den Sauerstoff über die Körperoberfläche auf die durch Wülste und Noppen vergrössert ist.

Diese Warzenschnecke betätigt sich akrobatisch und klettert von Stein zu Stein.

Die meisten Seesterne besitzen fünf Arme, nur wenige Arten haben mehr. Mit den Saugfüsschen auf der Unterseite können sich die Seesterne fortbewegen, sind dabei allerdings sehr langsam.

Der Schwarzspitzseestern hat eine sehr intensiv rote Farbe und bietet so einen herrlichen Kontrast zum Sandboden. Seesterne haben ein sehr hohe Regenerationsfähigkeit. Wenn ein Seestern zerteilt wird können beide Teile weiterleben und sich zu neuen Seesternen entwickeln.

Haarsterne besitzen einen winzigen Körper mit meist etwa 10 bis 20 gefiederten Arme, die als Filter zur Nahrungsaufnahme dienen. Der Körper besitzt ausserdem viele kleine Beine mit denen der Haarstern gut klettern und sich fortbewegen kann. Er kann aber auch schwimmen, was wir allerdings nur sehr selten beobachten können.

Haarsterne kommen in sehr vielen verschiedenen Farben vor und es gibt sowohl einfarbige wie gemusterte Arten.

Steinkorallen sind die Tiere, die den Hauptanteil an der Entstehung der Korallenriffe haben, der artenreichsten marinen Lebensräume auf der Erde. Die meist winzigen, standortgebundenen Tiere haben die Fähigkeit, an ihrer Basis Kalk abzuscheiden und bilden so Riffe und im Laufe der Jahrtausende gewaltige Riffstrukturen. Viele Inseln, z.B. die Bahamas und die Bermudas im Atlantik und die Malediven im Indischen Ozean sind durch das allmähliche Wachstum von Steinkorallen gebildet worden. Die Verbreitung der riffbildenden Steinkorallen wird durch die Lichtansprüche der Zooxanthellen geprägt. Ausserdem sollte die Wassertemperatur 20°C möglichst nicht unter- und 29°C nicht überschreiten. Steinkorallen kommen deshalb überwiegend in flachen, lichtdurchfluteten, tropischen Küstengewässern vor.

Beim Ersten hinsehen mag es noch merkwürdig sein hinter den starren Gebilden ein Tier zu vermuten. Sobald wir die Korallen aber aus der Nähe betrachten, können wir das Leben in Form von Polypen entdecken. Steinkorallen sind sehr einfach gebaute Tiere und gehören in die Klasse der Blumentiere. Es gibt etwa 2'500 verschiedene identifizierte Arten.

Wenn wir eine Kelchkoralle ganz nahe betrachten und die gelben Polypen ausgefahren sind, können wir die volle Pracht dieser Lebewesen sehen. Die Polypen sind am Tage oft eingezogen. Erst in der Nacht oder bei Strömung werden die Polypen zur Nahrungsaufnahme ausgestreckt.

Steinkorallen leben meist in Kolonien aus vielen tausenden Einzelpolypen. Jeder Polyp ist ein einzelnes Tier und ein einzelner Polyp steht auch am Beginn der Koloniebildung. Wie ein Blumenstrauss sieht eine ganze Kelchkoralle mit ihren ausgestreckten Polypen aus.

Die Farbe der Polypen kann variieren. Bei dieser Kelchkoralle sind die Polypen dunkelgrün.

Auch die Weichkorallen gehören zu den Blumentieren. Es sind Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Sie wachsen verzweigt, baumförmig, lappig, krustig oder fingerförmig. Der Einzelpolyp hat acht gefiederte Fangarme. Im Gegensatz zu den Steinkorallen besitzen Weichkorallen kein festes Kalkskelett, sondern haben meistens als Festigungselemente kleine Kalknadeln im Körper.

Die Weichkorallen kommen weltweit in allen Meeren vor. Die meisten Arten leben jedoch in den warmen, tropischen Meeren im Flachwasser. Aber selbst in der Tiefsee und im Antarktischen Ozean gibt es einige Arten. Während des Tages ziehen die Tiere oft die Polypen ein und lassen die Äste hängen. In der Nacht oder bei Strömung werden die Polypen ausgestreckt und die Korallenbäume erscheinen in voller Pracht.

Die Seefächer sind oft an Strömungsreichen Stellen des Riffes anzutreffen wo sie aus dem vorbeiströmenden Wasser die Nahrung herausfiltern.

Auch diese Weichkoralle wird in der Nacht oder bei Strömung ihre Polypen wieder ausstrecken.

Versunkene Schiffe ziehen weltweit sehr viele Taucher an. Es gibt sehr viele Tauchplätze die nur wegen Wracks betaucht werden. An unserem Hausriff in Kuredu wurde vor ein paar Jahren ein Schiff absichtlich versenkt. Nun kann das Wrack von den Tauchern bestaunt werden.

Gerade für Fotoaufnahmen bietet ein Wrack sehr viele Möglichkeiten. Zum Beispiel mit dem Licht der Sonne kombiniert.

Es ist erstaunlich, wie schnell ein Wrack zum künstlichen Riff wird. Innerhalb weniger Jahre wird die Metallhülle von Korallen besiedelt. Im Wrack leben sehr viele Fische und vor allem kleine Fische finden Schutz vor ihren grösseren Fressfeinden.

Am Tauchplatz "Shipyard" können wir gleich zwei Wracks betauchen. Diese beiden Schiffe sind nicht vorsätzlich als Tauchattraktion versenkt worden, sondern sind bei Stürmen mit dem Riff kollidiert und gesunken. Das eine der beiden Schiffe liegt auf etwa 30 Meter der Länge nach auf dem Grund.

Das zweite Schiff liegt schräg am Riff und der Bug ragt sogar ein paar Meter aus dem Wasser. Vor allem im lichtdurchfluteten oberen Teil ist dieses Wrack sehr schön mit vielen farbigen Korallen bewachsen und bietet so als künstliches Riff einer Unzahl von Fischen ein neues Zuhause.

Wir hoffen euch mit diesen Bildern zumindest einen kleinen Einblick über die unwahrscheinlich artenreiche und wundervolle Unterwasserwelt um Kuredu ermöglicht zu haben.

Die Malediven sind ein atemberaubendes Ziel für Unterwasserliebhaber. Ein anderes Gebiet, das für Taucher absolut zu empfehlen ist ist Raja Ampat. Wir haben eineinhalb Jahre in diesem noch unberührten Paradies gelebt und gearbeitet. Raja Ampat ist recht teuer zu bereisen, wir verraten dir aber auch wie du günstiger nach Raja Ampat reisen kannst.

Vielen Dank für deinen Besuch auf unserer Homepage. Wir freuen uns, wenn du wieder einmal reinklickst.

Unter Eine Woche Tauchsafari durch die Malediven auf der Monsoon findest du den nächsten Reisebericht.

Bis bald,

Marcel und Reni

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