Malediven 2008 – Reisebericht 2

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Schnorcheln mit den Manta Rochen auf den Malediven

Am 10. Mai geniessen wir mit meinen (Marcel's) Eltern einen freien Tag. Wir nehmen an einem Ganztages Schnorchelausflug teil. Nachfolgend berichten wir über diesen wunderschönen gemeinsamen Tag und was wir alles erlebt haben.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads findest du einen Besicht mit vielen Fotos vom Schnorcheln mit Mantarochen auf den Malediven.

Mit dem Dhoni, einem typischen maledivischen Boot, fahren wir von Kuredu Richtung Süden los. Auf dem Weg zum ersten Schnorchelplatz können wir die herrliche Sonne geniessen und uns auf die schöne Unterwasserwelt freuen.

Auf dem Boot sind drei Malediver dabei, der Bootskapitän und zwei weitere Helfer. Irma von der Schnorchelabteilung leitet den Ausflug. Hier ist sie gerade am zeichnen der Karte vom ersten Schnorchelplatz. Von jedem Platz den wir anfahren zeichnet Irma eine Karte und erklärt damit die Unterwasserlandschaft. So können wir uns vorstellen, was uns im Wasser erwartet. Auf dem Ganztagesausflug können wir an vier verschiedenen Plätzen schnorcheln.

Auf der Fahrt die etwa 1.5 Stunden dauert, tuckern wir an verschiedensten Inseln vorbei. Einige der Inseln sind bewohnt, andere sind Touristeninseln. Diese hier ist aber ganz klein und unbewohnt.

Auf dem Weg zum zweiten Schnorchelplatz fahren wir mit dem Boot über sandigen Grund der nur wenige Meter tief liegt. Plötzlich bricht Hektik aus auf dem Boot. Die dunklen Flecken im Wasser sind Mantarochen. Schon vom Boot aus sind diese majestätischen Tiere sehr beeindruckend. Schnell sind wir bereit zum Schnorcheln und springen ins Wasser. Auf den folgenden Unterwasseraufnahmen könnt ihr einige dieser wundervollen Tiere bestaunen.

Die Mantarochen oder auch Teufelsrochen können bis zu 7 m Spannweite aufweisen und über eine Tonne wiegen. Es ist extrem beeindruckend, als ein ausgewachsener Manta mit offenem Mund genau auf uns zu schwimmt und ein paar Zentimeter vor uns abdreht. Die Mantas benutzen zur Fortbewegung die Flossen wie Vogelflügel und können mit dieser Technik eine Geschwindigkeit von 10 bis 12 km/h erreichen. Trotz seiner Grösse und des Gewichtes kann der Manta mit seinen wendigen Bewegungen als Unterwasserakrobat bezeichnet werden. Es ist für den Riesen nämlich kein Problem bis zu 2 Meter weit aus dem Wasser zu springen.

Die Mantas haben zwar einen riesengrossen Mund, trotzdem müssen wir überhaupt keine Angst vor diesen Tieren haben. Sie ernähren sich nämlich ausschliesslich von Plankton das im Wasser schwimmt.

Im Gegensatz zu den Stachelrochen besitzen die Mantas keinen Stachel an ihrem Schwanz. Der Name Teufelsrochen ist also sicherlich nicht in Hinsicht der Gefahr den dieser Rochen gegenüber dem Menschen darstellt entstanden.

Die Mantarochen haben einen weissen Bauch mit schwarzem Muster. Anhand dieses Musters können die Tiere identifiziert werden, da es einzigartig ist.

Die Tiere sind heute in richtiger Spiellaune und lassen sich durch uns gar nicht stören. Hier taucht Irma gerade neben einem grossen Exemplar her und fotografiert es.

Die Mantas kommen uns sehr nahe und ab und zu berührt uns der eine oder andere sogar mit seinen riesigen Flügeln. Anscheinend sind sie sehr interessiert an uns.

Gesamthaft scheinen es etwa sechs Tiere zu sein, die heute um uns herumschwimmen. Sie drehen immer wieder ihre Runden um uns und schweben auch mitten durch die ganze Gruppe Schnorchler.

Hier bin ich etwas abgetaucht und auf der selben Tiefe wie der Manta. Das ist eine wunderschöne Begegnung und wir können uns direkt in die Augen schauen.

Die Augen des Mantas liegen weit auseinander neben dem Mund.

Mit den Kopfflossen die die Mantas auf beiden Seiten des Kopfes besitzen, leiten sie während sie durchs Wasser gleiten zusätzliches planktonreiches Wasser in den Mund.

Nochmals eine Begegnung Auge in Auge mit einem Manta. Zurück an die Oberfläche schwimmen kann ich im Moment nicht, da mir der riesige Manta den Weg versperrt. So muss ich noch ein bisschen Geduld haben und die Luft noch etwas anhalten bis der Weg zur Wasseroberfläche wieder frei ist.

Der Manta versorgt sich durch die Kiemen mit der nötigen Nahrung.Hier sieht man das riesige Maul mit den Kiemenspalten aus denen das Wasser gefiltert wieder austritt.

Nun haben wir fast eine halbe Stunde mit diesen wundervollen Bewohnern der Meere verbracht und es ist Zeit uns zu verabschieden. Ein letztes Mal zieht dieser Manta seine majestätische Kurve an uns vorbei und schwimmt ins Blaue.

Auf der kleinen unbewohnten Insel Dhiddu verbringen wir unsere Mittagspause. Das Dhoni wird geankert und das Mittagessen auf die Insel getragen.

Die Bootscrew zündet ein Feuer an und frischer Fisch und Hühnerbeine werden gegrillt. Der Duft macht uns richtig hungrig und wir freuen uns auf das Mittagessen unter Palmen.

Reni mit meinen Eltern am Mittagstisch. Das Essen schmeckt hervorragend und zum Dessert gibt es frische Früchte.

Nach dem feinen Mittagessen gehen wir auf Erkundungstour. Die türkisblaue Lagune mit dem herrlich weissen, palmenbewachsenen Strand wirkt fast schon zu kitschig um echt zu sein.

Am Strand stossen wir auf einen stark verwitterten, verwurzelten Baumstrunk. Mit dem türkisblauen Wasser im Hintergrund gibt dieser ein schönes Fotomotiv.

Aus dem dichten Dschungel der Insel springt plötzlich eine ganz seltene Art der vom Aussterben bedrohten Inselbewohnern. Gerne hätten wir diesen Inselbewohner bei der Nahrungssuche auf den Bäumen beobachtet.

Auch Faultiere sind auf der Insel anzutreffen. Hier ist ein weibliches Exemplar dieser seltenen Spezies zu sehen.

Und auch ein männliches Exemplar haben wir beim Faulenzen beobachten können. Der Hintergrund ist zwar sehr kitschig, aber so ist es halt eben auf den Malediven.

Am Nachmittag begleitet uns auf dem Weg noch eine Schule Delfine.Die Gruppe spielt in der Bugwelle des Bootes und einige der Tiere springen um die Wette.

Leider ist dieser schöne Tag schon wieder zu Ende und wir sind auf dem Heimweg. Im abendlichen Sonnenschein begegnen wir noch einem kleinen, typischen maledivischen Fischerboot. Leider hält die moderne Welt auch auf den Malediven Einzug und so sieht man nur noch wenige dieser kleiner Fischerboote. Die meisten Fischer benutzen heutzutage grosse motorisierte Boote.

Vielen Dank für deinen Besuch auf unserer Homepage. Wir hoffen unser Bericht hat dir gefallen.

Die Malediven sind ein atemberaubendes Ziel für Unterwasserliebhaber. Ein anderes Gebiet, das für Taucher absolut zu empfehlen ist ist Raja Ampat. Wir haben eineinhalb Jahre in diesem noch unberührten Paradies gelebt und gearbeitet. Raja Ampat ist recht teuer zu bereisen, wir verraten dir aber auch wie du günstiger nach Raja Ampat reisen kannst.

Unter Die traumhafte Unterwasserwelt der Malediveninsel Kuredu findest du den nächsten Reisebericht.

Bis zum nächsten Mal.

Marcel und Reni

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