Malaysia 2007 – Reisebericht 1

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Die moderne Metropole Kuala Lumpur

Am 6. Juni sind wir von Bangkok nach Kuala Lumpur in Malaysia geflogen. Der Flughafen ist supermodern und mit dem Bus sind wir in etwas mehr als einer Stunde im Stadtzentrum. Hier ist alles sehr gut organisiert und auf Effizienz getrimmt.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads findest du zwei Geheimtipps für Kuala Lumpur.

Nach drei Monaten reisen durch die Natur und teilweise sehr abgelegene, gemütliche Orte ist die Rückkehr in grosse Städte wie Yangon, Bangkok und Kuala Lumpur wie ein kleiner Kulturschock. Yangon erlebten wir als recht hektisch, nicht immer sehr gemütlich und recht schmutzig. In Bangkok hatten wir das Glück, dass wir in einer Querstrasse der Sukhumvitroad ein sehr gemütliches Hostel gefunden haben. Somit erlebten wir Bangkok, obwohl wir an einer der hektischsten Strassen lebten, als recht gemütlich und freundlich. Kuala Lumpur wirkt auf uns sehr kühl und fast schon zu gut organisiert und aufgeräumt.

Natürlich ist auch die Kultur und vor allem die Religion hier ganz anders. Im Gegensatz zu den ersten drei Monaten befinden wir uns nun in einem Land, in welchem der Islam sehr grossen Einfluss hat und die meist verbreitete Religion darstellt.

Die Wurzeln von Kuala Lumpur gehen auf die 1850er zurück als der Handel mit Zinn im Mittelpunkt stand. 1957 als Malaysia den Unabhängigkeitsstaus erlangte wurde Kuala Lumpur zur Hauptstadt ernannt. Heute leben ca. 1.5 Mio. Menschen in Kuala Lumpur. Die Hochhäuser schiessen überall wie Pilze aus dem Boden und es wird kräftig investiert.

Einen sehr netten Gegensatz zu den riesigen Beton- und Glasbauten bilden die alten Häuserzeilen des China-Towns. Hier gibt es noch einige Strassen mit den typischen chinesischen Geschäftshäusern. Zwei bis drei Stockwerke hoch bildet ein solches Haus die Existenzgrundlage einer Familie. Im Erdgeschoss befindet sich das Geschäft und darüber wird gewohnt.

Leider ist es in Kuala Lumpur nicht sehr einfach günstige Unterkünfte zu finden und somit haben wir uns eben für das Mittelklassehotel mit dem Namen Swiss-Inn entschieden. Das tolle an diesem Hotel ist, dass es inmitten des China-Towns liegt und wir in einem der lebendigsten Stadtteile leben können. Mit der Schweiz hat unser Hotel aber nicht viel zu tun. Vor allem in Sachen Sauberkeit haben die bestimmt nichts von der Schweiz abgeschaut (Vorsicht bed-bugs!).

China-Town ist wie ein kleines Dorf in einer grossen Stadt. Alles wirkt sehr geschäftig und es gibt an jeder Strassenecke etwas zu essen. In der Nacht verwandeln sich die Strassen in einen riesigen Nachtmarkt mit hunderten von kleinen Ständen die zu günstigsten Preisen Waren anbieten. Hier gibts kopierte Uhren von Rolex, Handtaschen von Cucci, Shirts von Billabong, CD's DVD's, und natürlich eine breite Pallette von Esswaren. Sogar heisse Maroni gibt es hier zu kaufen.

Die Architektur des Dayabumi Gebäudes ist sehr von islamischen Formen geprägt.

Von der Nähe ist das Gebäude ganz schön beeindruckend. Die Fassade ist mit kleinen, weissen Keramikplatten überzogen.

Auch das alte Bahnhofsgebäude weist starke islamische Einflüsse auf. Die verspielten Bögen und Minarette lassen das Gebäude sehr romantisch und gar nicht Bahnhofsmässig erscheinen.

Wer würde bei diesem Anblick schon an einen Bahnhof denken?

Der Kontrast zwischen den alten islamisch beeinflussten Gebäuden und den neuen, schlichten und zweckmässigen Gebäuden fasziniert uns auf unserer Stadtbesichtigung immer wieder.

Das Verwaltungsgebäude der malaysischen Bahngesellschaft KTM ist gleich gegenüber des alten Bahnhofsgebäude und ähnlich eindrucksvoll.

Die Treppenaufgänge des Verwaltungsgebäudes erinnern eher an ein romantisches Schloss. Wo sich wohl die Prinzessin versteckt hat?

Die Nationalmoschee ist eine der grössten Moscheen in Südostasien. Das Hauptgebäude hat die Form eines Sternes mit 18 Spitzen. Die 18 Spitzen symbolisieren die 13 Staaten von Malaysia und die fünf Pfeiler des Islams. Das Minarett ist 73 m hoch und ragt spitz in den Himmel.

Das alte Gebäude in dem früher das Postoffice untergebracht war gefällt uns sehr viel besser, als der neue rechteckige Betonklotz in welchem es sich heute befindet.

Das Sultan Abdul Samad Gebäude wurde im Jahre 1897 gebaut und diente während der Britischen Ära als Regierungssitz. Heute ist in dem Gebäude das Gericht untergebracht.

Der Medeka Sqare stellt das traditionelle Herzen Kuala Lumpurs dar. Merdeka ist das malaysische Wort für Unabhängigkeit. Am 31. August 1957 wurde hier die Unabhängigkeit von Malaysia ausgerufen. Stolz weht seither am höchsten Fahnenmasten der Welt (100 m) die malaysische Flagge.

Zwischen den beiden zusammenfliessenden Flüssen Sungai Gombak und Sungai Klang liegt "Little India". Im Hintergrund sind die Petronas Tower zu erkennen und rechts ragt der Menea Tower in den Himmel.

"Little India" ist geprägt von knalligen Farben, verschiedensten Gerüchen und den bis zum überquellen gefüllten Shops. Hier kann man sich mit den verschiedensten Textilien eindecken. Allerdings gehören Kopftücher und Saris nicht zu unserer Alltagsrobe.

Am Morgen unseres zweiten Tages machen wir uns auf Richtung Petronas Tower. Mit dem Light Rail Transit Zug sind wir in wenigen Minuten am Ziel.
Der erste Eindruck von den Towern ist überwältigend. Wir steigen von der Untergrundstation die Treppe hoch und da stehen die gigantischen Tower.

Die Petronas Twin Tower sind 451.9 m hoch. Somit sind diese Tower nach dem 101 in Taipei (Taiwan) die zweithöchsten Wolkenkratzer auf Erden. Auf dem 41 Stockwerk sind die beiden Türme miteinander verbunden und man kann früh am Morgen für ein Ticket anstehen. Leider hat es für uns nicht mehr gereicht. Wir haben dafür ausgeschlafen. Die Türme stehen im Kuala Lumpur City Center, einem Park mit einem modernen Konferenzzentrum, einem Shoppingcenter, einer Moschee und einem 5-Stern Hotel.

Erst als wir einige hundert Meter von den Towern weg sind können wir die Höhe so richtig wahrnehmen. Dieses aus Stahl und Glas gebaute Monument ist der Hauptsitz der nationalen Ölfirma Petronas. Die Grundform der Tower ist wiederum von islamischen Symbolen abgeleitet.

Da wir Kuala Lumpur nicht von den Petronas Towern bestaunen können, beschliessen wir zum Menea Tower zu gehen.
Der Menara Tower ist 421 m hoch und wurde im Jahre 1996 zur Verbesserung der Telekommunikationsübertragung eröffnet. Nach dem CN Tower in Toronto (553 m), Ostankino Tower in Moskau (540 m) und Oriental Pearl Tower in Shanghai (468 m) ist er der vierthöchste Telekommunikationsturm der Welt. Dadurch, dass der Turm auf dem Hügel Bukit Nanas steht, wirkt er noch viel höher. Obwohl wir auf dem Observationsdeck "nur" auf einer Höhe von 275 m befinden wirken die anderen Hochhäuser winzig.

Der Tower liegt mitten im fast 10 Hektaren grossen Naturpark Bukit Nanas. Nur wenige Sekunden dauert die Fahrt mit dem Lift in die Höhe von 275 mund schon sind wir in einer anderen Welt.

Richtung Osten liegt uns das Bankenviertel zu Füssen. Jetzt wissen wir endlich was mit unserem Geld geschieht.

In Richtung Süden, wo auch das China Town liegt können wir die Gegend und die Gebäude erkennen, welche wir gestern angeschaut haben.

Richtung Nordosten haben wir einen herrlichen Blick auf die Petronas Tower und wir haben den Eindruck auf gleicher Höhe mit den Spitzen der höchsten Gebäude dieser Stadt zu sein.

Zum Abschluss des Tages fahren wir nach Einbruch der Dunkelheit nochmals zu den Petronas Tower. Der erste Eindruck von den Towern bei Nacht ist noch überwältigender als bei Tageslicht. Fast unendlich hoch scheinen die Tower in den schwarzen Nachthimmel zu ragen.

Wie zwei gigantische Lichtkegel ragen die beleuchteten Türme in den Himmel. Die Glas- und Stahlkonstruktion wirkt beleuchtet vor dem Nachthimmel sehr filigran und schon fast zerbrechlich.

Im Nachthimmel sind auch die Spitzen der Türme ganz klar erkennbar.

Vielen Dank für euren Besuch auf www.sunandstar.ch. Bis zum nächsten Mal.

Unter Regenwald im Nationalpark und Sandstrand auf den Inseln findest du den nächsten Reisebericht.

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