Kambodscha 2007 – Reisebericht 2

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Die beeindruckenden Tempel von Angkor Wat

Vom 16. März bis zum 18. März haben wir die Tempel von Angkor in Siem Reap besichtigt. Die Tempelanlagen sind so umfangreich, dass sich ganze Bücher darüber füllen lassen. Deshalb widmen wir den Tempeln von Angkor einen eigenen Reisebericht.

Angkor Wat ist sicher die eindrücklichste und darum auch berühmteste Tempelanlage. Allerdings gibt es noch sehr viele weitere Tempel zu besichtigen. Im Jahre 1992 wurden die Tempel von Angkor in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Tempelanlagen liegen auf einer Fläche von mehr als 300m2 verstreut. Sie wurden über mehrere Jahrhunderte erbaut und sind sehr unterschiedlich in ihrer Form und Gestalt. Es gibt Beweise, dass die ältesten Monumente von Angkor aus dem Jahre 802 stammen und die jüngsten Bauten aus dem Jahre 1219.

Drei Besichtigungstage reichen gerade aus um die bekanntesten Tempel zu besichtigen. Wir waren ja vor drei Jahren schon mal hier und haben dieses Mal eine etwas andere Besichtigungsroute gewählt. Am ersten Tag sind wir mit einem Auto die etwas abgelegenen Tempel besichtigen. Am zweiten Tag sind wir mit einem zu kleinen, unbequemen und verlotterten Fahrrad die zentralen Tempel abgefahren und haben dabei gut und gerne 30 km abgestrampelt. Obwohl das bei der Hitze ganz schön anstrengend ist, ist es ein herrliches Erlebnis die Umgebung unabhängig zu erkunden. Als letztes haben wir dann am dritten Tag ein TukTuk gechartert, was natürlich wiederum bequemer ist als selber Fahren zu müssen.

Der Tempel Beng Melea ist etwa 60 km von Siem Reap entfernt und wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert erbaut. Die Anlage liegt mitten im Dschungel und wurde erst vor kurzem für Besucher zugänglich. Hier muss man sich wirklich auf den vorgegebenen Pfaden bewegen. Keine hundert Meter vom Tempel entfernt sind Spezialisten am Minen räumen und man kann die roten Flaggen sehen wo sie fündig wurden.

Hier kann man sich noch so richtig wie ein kleiner "Indiana Jones" fühlen und immer wieder neue Ecken und Winkel des Tempels erkunden.

Die Anlage ist zum Teil richtig von Bäumen und Wurzeln eingepackt und überwuchert. Hier kann man richtig gut sehen, wie stark die Natur ist und mit welcher Kraft sie sich ihren Raum zurückerobert. Auch die schwersten Steinblöcke sind kein Hinderniss.

Obwohl noch vor kurzem der Tempel mit Buschwerk überwuchert war sind auch noch sehr schöne, gut erhaltene Steinmetzarbeiten zu sehen.

Einen herrlichen Kontrast zum grau der meisten anderen Tempel bildet der Tempel Banteay Srei. Als Baumaterial wurde für den recht kleinen Tempel roter Sandstein verwendet.

Die reichhaltigen Verzierungen sind sehr gut erhalten und zeugen von sehr hoher Kunstfertigkeit der Erbauer aus dem 10. Jahrhundert.

Vor allem die Türstürze sind mit ganzen Szenen der damaligen Zeit geschmückt.

Auch Banteay Samre liegt etwas Ausserhalb. Die Anlage wurde sehr schön restauriert und befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Es gibt keine klaren Beweise aber es wir angenommen, dass die Anlage Zeitgleich mit Angkor Wat im 12. Jahrhundert gebaut wurde.

Die Anlage ist mit zwei Gräben und einer hohen Mauer umschlossen und wird über einen Damm erreicht.

Auch bei dieser Anlage gibt es einen Wandelgang der einst überdacht war.

Der Tempel Pre Rup wurde als Tempelberg gebaut. Ziegelsteintürme wurden auf einer art Pyramide aufgebaut.

Im Guesthouse sind wir um 5Uhr mit den Klapperfahrrädern losgefahren um rechtzeitig für den Sonnenaufgang beim Angkor Wat zu sein. Ohne Licht (wie alle) sind wir also durch die Strassen geflitzt und sind heil angekommen. Wir wurden mit einem eindrücklichen Erlebnis belohnt und können das frühe Aufstehen nur weiterempfehlen.

Majestätisch ragen die fünf Lotusblütenförmigen Türme gegen den Himmel und ziehen jeden Besucher in den Bann. Der riesige Komplex mit den gigantischen Abmessungen von 1.5 auf 1.3km wurde Mitte 12. Jahrhundert gebaut und dem Hindugott Vishnu geweiht. Der mittlere Turm ragt 65m in die Höhe.

Am frühen Morgen ist der Besucherstrom noch einigermassen erträglich und es gibt sogar noch die Möglichkeit die herrlichen Lichtspiele in den Wandelgängen ohne Leute zu geniessen.

Der Tempel ist mit einem Wassergraben umgeben über den man auf einem Damm die vierte Einfassungsmauer, die 1.3x1.5km misst, erreicht. Der Tempel selbst misst 1x1km und ist in drei Stufen aufgebaut.

Das nächste Highlight ist der Tempel Bayon der sich innerhalb der Königsstadt Angkor Thom befindet die mit einer Stadtmauer auf einer Fläche von 3m2 ausdehnt. Das herrliche an diesem Tempel sind die riesigen Gesichter die auf jedem der 54 Türme in sämtliche Himmelsrichtungen schauen.

Bis zur heutigen Zeit ist es unklar, wieso über 200 dieser Gesichter von den Türmen herabblicken.

Der Tempel Thommanom ist sehr klein aber hat wundervolle Steinmetzarbeiten zu bieten.

Für den Tempel Ta Keo der als Pyramiedentempel gebaut wurde, dienten riesige Sandsteinblöcke als Grundmaterial. Leider wurde die Anlage nie ganz fertig gestellt. Überlieferungen zufolge wurden die Bauarbeiten eingestellt, nachdem ein Blitz in einen der Türme eingeschlagen hatte, was als unglückliches Zeichen gewertet wurde.

Das Beeindruckendste am Tempel Ta Prohm ist, dass er nur grob vom Dschungel befreit wurde und noch immer sehr stark bewuchert ist. Auch wurde nur wenig Restaurierungsarbeit durchgeführt. Dies lässt einem erahnen, wie sich die Leute gefühlt haben, die die Tempel von Angkor im Dschungel entdeckt haben. Riesige Bäume wachsen auf den Mauern und haben riesige Steinblöcke auseinandergesprengt.

Ein weiteres sehr beliebtes Fotomotiv, dass auch als Titelbild des Reiseführers "Lonely Planet" diente.

Banteay Kdei ist sehr ähnlich wie Ta Prohm. Auch hier gibt es noch viel Natur rund um und auch im Tempel selbst.

Vollständig in Sandstein gebaut wird dieser Tempel auf das späte 12. Jahrhundert datiert. Genaue Aufzeichnungen darüber fehlen aber leider.

Kambodschanisches Mädchen

Auch im Tempel Ta Som gibt es einen mächtigen Baum der aus einem der Eingangsbereiche wächst. Auch dies könnte man schon fast als Fotoklassiker bezeichnen.

Unter Von Phnom Penh Richtung Norden nach Laos findest du den nächsten Reisebericht.

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