Kambodscha 2007 – Reisebericht 1

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Die Umgebung von Phnom Penh und der Süden

Am 2. März sind wir von Bangkok nach Phnomh Penh in Kambodscha geflogen. Phnom Penh ist Hauptstadt und Regierungssitz von Kambodscha, an den drei Flüssen Mekong, Tonle Sap und Bassac gelegen und hat ca. 2 Mio. Einwohner.

Im Guesthouse angekommen, heisst es zuerst einmal relaxen auf der Terrasse mit Sicht auf den Boeung Kak Lake.

Unser zweiter Tag in Phnom Penh führt uns zu einem tragischen Ort, den Killing Fields "Choeung Ek". Hier wurden Gefangene von den Roten Khmer hingerichtet, die im Toul Sleng Gefängnis untergebracht waren. Schätzungen zufolge sollen an dieser Stelle über 20'000 Menschen zu Tode gefoltert worden sein. Im Jahre 1980 wurden ein Teil der Massengräber geborgen. In der modernen Gedenk-Stupa befinden sich Überreste der Ermordeten. Schädel, Knochen und Kleiderfetzen liegen nach Alter geordnet auf Regalen. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass dieses tragische Ereignis erst rund 25 Jahre zurück liegt. Der Besuch der Killing Fields und des Genozidmuseums Toul Sleng hat uns Eindrücke in das Leiden von Kambodscha und seiner Bevölkerung vermittelt.

Zu Fuss besichtigen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Phnom Penhs. Angefangen beim Königspalast, der von einer sehr gepflegten Gartenanlage umgeben ist. Auf dem Bild sieht man den Thronsaal "Preah Tineang Teva", der 1919 von König Sisowath erbaut wurde. Die gesamte Anlage ist umgeben von einer kilometerlangen Mauer.

Der Tanzpavillon ist im traditionellen Khmer-Stil gebaut.

Tanzpavillon at sunset.

Tanzpavillon by night.

Die Silberpagode befindet sich ebenfalls im gepflegten Komplex des Königspalastes. Im Zentrum der Pagode sitzt meditierend der Smaragd-Buddha.

Chedi neben der Silberpagode.

Im Wat Botum befinden sich malerische Chedis, die grösstenteils die Asche reicher Politiker und wichtiger Mönche beherbergen.

Im Nationalmuseum befindet sich eine reiche Sammlung an Skulpturen, Reliquien und Kunstgegenständen aus prähistorischer Zeit Kambodschas.

Das Unabhängigkeitsdenkmal wird auch Siegesdenkmal genannt.

Impressionen Phnom Penhs Architektur.

Tankstelle inmitten von allgegenwärtigem Strassenbau.

Der Zentralmarktbefindet sich in einem riesigen Gebäude. Dem reichen Angebot an Früchten, Gemüse, Uhren, DVD's, Elektronik etc. kann man kaum widerstehen.

Markteindrücke

Wir stellen vor: Das Racing-Team aus der Schweiz auf Entdeckungstour. Der Mundschutz hat nichts mit der Vogelgrippe sondern mit den tollen Staubstrassen zu tun.

Unser erstes Ziel als unabhängige Mofafahrer ist der angkorianische Tempel Tonle Bati. Dieser Tempel liegt rund 35 km südlich von Phnom Penh am Bati See.Die Stätte umfasst zwei Tempel, der grössere davon ist Ta Prohm.

Viele Kambodschaner kommen am Wochenende nicht nur des Tempels wegen hierher, sondern zum Picknicken oder Schwimmen.

Noch weiter südlich besuchen wir den Bergtempel Phnom Chisor. Wir erreichen den Tempel über eine lange und steile Treppe mit über 400 Stufen an der brütenden Sonne. Die Anstrengung lohnt sich, denn wir werden mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

Auf der Fahrt erhalten wir tolle Eindrücke des Landlebens in Kambodscha.

Am 6. März geht unsere Reise weiter in den Süden des Landes. Nach 3,5 Stunden Busfahrt erreichen wir Kampot. Die Stadt ist im Kolonialstil gebaut und lässt sich gut zu Fuss erkunden.

Kampot liegt am Fluss Teuk Chhou und bietet Gelegenheit für einen gemütlichen Spaziergang.

Pfalbauten am Teuk Chhou oder Kampot-River.

Zu sechst fahren wir mit einem Pickup zum Bokor-Nationalpark. Hier am Eingangstor wissen wir noch nicht, wie holprig die Fahrt wird. Zwei Stunden den Berg hoch durch einen üppigen Dschungel auf absolut schlechten Strassen werden zum abenteuerlichen Erlebnis. Doch die Strapazen lohnen sich.

Der Bokor-Nationalpark erlebte seine Blütezeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Franzosen erbauten in den 20er Jahren einen eleganten Erholungsort mit Hotel und Casino, der zahlreiche Besucher wegen des kühlen Klimas und der luxuriösen Einrichtungen in die Berge lockte. Die Gebäude wurden in der Zwischenzeit zweimal aufgegeben. Das erste Mal in den 40er Jahren, als im 2. Weltkrieg die Japaner einmarschierten. Das zweite Mal in den 70er Jahren, als die Roten Khmer das Land an sich rissen. Seither stehen die Gebäude verlassen und unbewohnt als Geisterstadt auf dem Bokor Mountain.

Auf dem Plateau führt die Strasse an einer katholischen Kirche vorbei, die erstaunlich gut erhalten ist.

Das einstige Casino und Hotel wirkt geisterhaft. Es steht majestätisch zuoberst auf der Anhöhe. Mit etwas Vorstellungskraft lässt sich erahnen wie prunkvoll und luxuriös es einst gewesen sein muss.

Vom Casino ist nur noch das Mauerwerk erhalten. Die Spieltische sind längst verschwunden.

Eingeschlagenes Fenster mit Ausblick.

Eine traumhafte Aussicht auf Kep, Kampot und das Meer.

Nach 2 Stunden mühevoller Fahrt zurück ins Tal wurden wir mit einer herrlichen Bootsfahrt auf dem Kampot-River belohnt.

Unter Die beeindruckenden Tempel von Angkor Wat findest du den nächsten Reisebericht.

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