Australien 2014 – Reisebericht 9

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Alice Springs und die Highlights im Red Center

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads findest du einen neuen Beitrag mit detaillierte Informationen für deinen Urlaub für 2 Wochen ab Alice Springs in Australien.

Wir sind wieder mitten drin. Nach Tausenden von Kilometern durch das raue Outback erreichen wir Alice Springs. Riesig ist Alice nicht, aber die Stadt bietet alles was wir brauchen. Es gibt Einkaufszentren, gemütliche Cafés, Restaurants und eine gute Bibliothek mit WiFi.

Um uns einen Überblick von der Stadt zu verschaffen, fahren wir auf den ANZAC Hill. Vom Aussichtspunkt aus sehen wir die Todd Mall und das Stadtzentrum.

Blick über Alice Springs vom ANZAC Hill

Alice Springs ist eine Outbackstadt im Zentrum Australiens. Weit weg von allem. Aber so einsam ist die Stadt heutzutage nicht mehr. Von jeder Himmelsrichtung führen Strassen nach Alice Springs und Flugzeuge bringen auch viele Leute hierher. Der Grund für den Touristenstrom sind Nationalparks wie die MacDonnell Ranges, Kings Canyon und natürlich der Uluru (Ayers Rock) und die Kata Tjuta (Olgas).

Ganz anders hat es vor 140 Jahren ausgesehen. Damals war Alice Springs lediglich eine einsame Telegrafenstation. 1862 hat der Entdecker John McDouall Stuart eine Expedition durch das Rote Zentrum von Australien geleitet. Das Ziel war, Navigation und Kartenmaterial für die Besiedlung weisser Siedler zu erstellen. Daraufhin wurde eine Telegrafenleitung von Adelaide bis Darwin gelegt. Die Fertigstellung der Telegrafenleitung hat 1872 den Grundstein für die Besiedlung gelegt.

Bis Alice Springs per Eisenbahn erreichbar geworden ist, und nicht mehr ganz so extrem isoliert war, dauerte es weitere 60 Jahre. Die Bahnlinie bis ans Top End in Darwin wurde aber erst im Februar 2004 fertig gestellt.

Kriegsdenkmal auf dem ANZAC Hill in Alice Springs

Bevor wir in die Nationalparks fahren, schauen wir uns noch das Central Australian Aviation Museum an. Das Museum befindet sich auf dem alten Flughafengelände im originalen Connellan Airways Hangar. 1977 wurde das Museum von einer Gruppe lokaler Einwohner ins Leben gerufen. Die Sammlung alter Flugzeuge und Fotos der Geschichte der Luftfahrt geben einen guten Überblick über die Wichtigkeit der Luftfahrt im isolierten Outback. Noch heute werden Relikte gesucht und gesammelt, um die Geschichte der Luftfahrt zu rekonstruieren und zu erhalten.

Die Ausstellung umfasst viele Fotos und mehrere historische Flugzeuge. In einer alten DC3 wird zudem ein informatives Video über die Luftfahrt im Red Center gezeigt. Der Eintritt für das ganze Museum ist kostenlos.

Das Central Australia Aviation Museum

Nach einigen Tagen in Alice Springs sehnen wir uns nun wieder nach Natur. Wir fahren auf dem Namatjira Drive in die West MacDonnell Ranges, eine wunderschöne Gegend mit guten Wandermöglichkeiten.

Die MacDonnell Ranges ziehen sich über eine Distanz von rund 640 km von Ost nach West durch Alice Springs. Es wird geschätzt, dass die Bergkette rund 340 Millionen Jahre alt und durch die Aufeinanderprallung zweier tektonischer Platten entstanden ist.

Als erstes stoppen wir am Ellery Creek Big Hole. Nur wenige Gehminuten vom Parkplatz aus kommen wir zum grossen Wasserloch, das durch einen Gorge führt. Das Wasser ist spiegelglatt und die Stimmung ruhig. Wir kommen ins Gespräch mit einer Familie aus Tasmanien. Die Kinder sind gerade mit dem Kayak auf dem Wasser. Auch wir sind eingeladen, das Kayak zu benutzen. So kommt Marcel ganz spontan in den Genuss das Ellery Creek Big Hole und den Gorge auf dem Wasser zu entdecken.

Mit dem Kajak im Ellery Creek Bighole

Vom Parkplatz aus führt ein längerer Spaziergang zum Dolomite Walk. Der 3 km lange Spaziergang führt uns durch ein ausgetrocknetes Flussbett hoch auf die Hügelkette.

Auf dem Namatjira Drive geht es weiter zum Serpentine Gorge. Um eine gute Aussicht über die Schlucht zu kriegen, gibt es nur eins; hoch zum Lookout. Es steht uns ein steiler Aufstieg bevor. Steil ist es, dafür relativ kurz. Oben angekommen schwitzen wir ganz schön, aber es loht sich. Die Aussicht ist phänomenal.

Marcel beim Aussichtspunkt des Serpenitine Gorge am Fotografieren

Einen weiteren Stopp legen wir bei den Ochre Pits ein. Von dieser Felswand haben früher die Aborigines Ocker gewonnen. Für Zeremonien wird von den Aborigines noch heute Ocker entfernt. Den Touristen ist es strickte verboten den Felsen anzufassen oder Stücke zu entfernen. Wir schauen und fotografieren natürlich nur.

Das Ocker ist unterschiedlich in den Farben. Das kommt von der Substanz im Gestein her. Gelb dominiert die Ochre Pits. Die rotbraune Farbe entsteht durch einen hohen Eisengehalt im Gestein. Durch Oxidation wird das Eisen rostig, das ergibt die rote Farbe.

Reni bei den Ochre Pits

Die nächste Wandergelegenheit bietet sich beim Ormiston Gorge. Eigentlich wollen wir den Pound Walk machen, nur, eine Stelle im Gorge ist blockiert. Um die andere Seite der Schlucht zu erreichen, muss man durch das Wasserloch schwimmen. Da wir die Kamera und keine wasserdichte Tasche dabei haben, gehen wir einfach so weit wir können. Als erstes müssen wir über eine kleine Felswand klettern, dann geht es über Felsbrocken in der Schlucht weiter bis zum Ormiston Gorge Waterhole.

Auf dem Wanderweg im Ormiston Gorge

Schwimmen oder umdrehen? OK, wir drehen um und gehen den selben Weg zurück.

Wir gehen auch noch den den Ghost Gum Walk der zu einem sehr schönen Aussichtspunkt führt. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform dauert rund 20 Minuten und ist einfach zu bewältigen. Bei den extrem steilen Passagen gibt es Treppen. Von der riesigen Plattform aus sehen wir den Gorge, das Wasserloch und die Umgebung der West MacDonnell Ranges.

Blick vom Aussichtspukt des Ormiston Gorge

Den letzten Stopp für heute machen wir am Glen Helen Gorge. Vom Parkplatz des Glen Helen Resort führt ein Gehweg zum Wasserloch. Dieses permanente Wasserloch bietet neun Spezien von Wüstenfischen ein Heim. Auch viele Vögel haben hier ihr Zuhause gefunden. Nicht nur am Wasserloch sondern auch in Käfigen. Das Resort beherbergt verschiedene Vogelarten die bedroht sind und ist besorgt dafür, dass die Arten erhalten bleiben.

Da es während der letzten Regenzeit viel geregnet hat, führt das Wasserloch mehr Wasser als normal und rundum ist viel Schilf gewachsen.

Spiegelglattes Wasser beim Glen Helen Gorge

Es ist bereits halb drei, Zeit für uns einen Campingplatz zu suchen. Da uns der Campingplatz bei Glen Helen überhaupt nicht gefällt, suchen wir uns einen Platz am Finke River. Nur wenige hundert Meter von Glen Helen gibt es den offiziellen kostenlosen 2 Mile Campground. Im sandigen Flussbett können wir uns einen Platz aussuchen. Wir finden einen Hammerplatz mit Sicht auf den Fluss, der sogar Wasser führt, die MacDonnell Ranges und den Mount Sonder sehen wir auch.

Es ist Winter in Australien und das merken wir im Zentrum ganz ausgeprägt. Die Tage sind angenehm warm und die Nächte sehr kalt. So gibt es am Morgen auch immer Tau. Aber solange es keinen Frost hat, ist ja alles gut.

Morgentau an den Gräsern der West McDonnell Ranges

Der Blick nach draussen morgens um halb acht ist vielversprechend. Kein Wölkchen. Strahlend blauer Himmel. Was will man mehr. So freuen wir uns auf einen herrlichen Tag. Nach dem Frühstück fahren wir direkt zum Redbank Gorge. Wir haben zwei Möglichkeiten. Es gibt den 40-minütigen Spaziergang zur Schlucht und eine mehrstündige Wanderung zum Mount Sonder Lookout oder ganz auf den Berg hoch.

Den kurzen zuerst. Ein gut ausgebauter Gehweg führt direkt zum Redbank Gorge mit einem gefüllten Wasserloch vor der Schlucht. Um die Schlucht näher zu inspizieren, bräuchte man eine Luftmattratze und keine Angst vor eiskaltem Wasser. Na, das lassen wir mal. Wir schauen, schiessen ein Foto und gehen weiter zum Lookout.

Enge Schlucht der Red Bank Gorge

Reizen würde uns die gesamte Wanderung auf den Gipfel des Mount Sonder schon, aber wir sind etwas zu spät dran. Der Wanderweg zum Mount Sonder Lookout ist aber genau derselbe, einfach nicht ganz soweit. Die erste Stunde geht es einfach nur bergauf, dann wird der Weg etwas einfacher. Die Strapazen werden mit einer Wahnsinns 360 Grad Rundumsicht belohnt.

Auf dem Wanderweg zum Mount Sonder

Das war unsere letzte Station in den MacDonnell Ranges. Als nächstes steht das Palm Valley im Finke Gorge Nationalpark auf dem Programm. Auf dem Weg dahin stoppen wir beim Tylers Pass Lookout. Ein Pass ist in Australien natürlich nicht, was wir Schweizer unter einem Pass verstehen. Aber immerhin es gibt Kurven und Erhebungen. Wenn alles rundum flach ist, braucht es auch gar keine hohen Berge, um in die Ferne zu sehen. Dies ist übrigens kein Berg, sondern der Meteoritenkrater Gosse Bluff.

Der Meteoritenkrater Gosse Bluff

Bevor wir ins Palm Valley fahren, stoppen wir in Hermansburg, um noch ein paar Lebensmittel einzukaufen. Toast gibt es hier nur gefroren, ebenso das Fleisch. Ja, wir sind wieder weg von grösseren Städten.

Das Palm Valley haben wir bereits vor fünf Jahren besucht. Da wir diesen Nationalpark in so guter Erinnerung haben, müssen wir auch diesmal hin. Palm Valley ist nur mit einem 4WD Fahrzeug erreichbar. Von der Hauptstrasse sind es zwar nur 18 km auf Kiesstrassen, auf der Infotafel lesen wir dann aber, dass wir für die Fahrt rund drei Stunden einplanen müssen. Komisch, wir haben die Strasse nicht so schlecht in Erinnerung. Zumindest nicht bis zum Campingplatz. Es bestätigt sich, dass es nicht so dramatisch ist. In rund 40 Minuten sind wir auf dem Campingplatz.

Am nächsten Tag sieht es dann schon anders aus mit der Fahrzeit. Für die letzten 4 km bis zum Palm Valley benötigen wir bedeutend länger. Es gibt sehr steinige Passagen und Wasserfurten. Schwierig ist die Fahrt nicht, aber fahrerisches Können und ganz langsames Fahren ist angesagt.

Auf der Fahrt ins Palm Valley

Geschafft. Auf der Infotafel machen wir uns schlau über die Wanderungen. Wir entscheiden uns für den 5 km langen Rundwanderweg, den Mpulungkinya Track. Wir starten im Uhrzeigersinn. Von oben haben wir eine schöne Aussicht und können uns einen Überlick über das Palm Valley verschaffen.

Aussicht über das Palm Valley

Auf dem Plateau entdecken wir auch schöne Blumen.

Nahaufnahme einer Blumenblüte

Und natürlich Echsen.

Eidechse auf der Wanderung durch das Palm Valley

Nachdem wir über das gesamte Plateau gewandert sind, führt der Weg runter ins Tal. Im Palm Valley selbst gibt es viele Palmen, kleinere Wassertümpel mit Kaulquappen drin und unzählige Vögel. Ein Paradies. Wir sehen kaum andere Leute und so geniessen wir die Ruhe und die Natur. Da es auch hier viel geregnet hat, blüht uns spriesst es überall.

Auf der Wanderung durch das Palm Valley

Wir fahren zurück zum Campingplatz und gehen gleich wieder los für die nächste Wanderung. 10 Gehminuten vom Campingplatz entfernt, gibt es den Mpaara Track. Für den 5 km langen Rundwanderweg brauchen wir knapp zwei Stunden. Wir starten im Uhrzeigersinn und so endet unsere Wanderung rechtzeitig zum Sonnenuntergang.

Felsformation beim Palm Valley

Die Sonne geht unter und die leuchtenden Felsen werden vom Schatten zugedeckt.

Sonnenuntergang im Palm Valley

Am nächten Morgen fahren wir wieder zurück nach Hermansburg. Der Track vom Palm Valley zur Hauptstrasse führt duch das Flussbett. Zum Glück ist der Fluss ausgetrocknet, sonst wäre die Fahrt wohl nicht ganz so einfach.

Der Track ins Palm Valley führt durch das Flussbett

In Hermansburg organisieren wir uns dann den Mereenie Tour Pass. Da der direkteste Weg von Hermansburg zum Kings Canyon über Land der Aborigines führt, müssen wir eine Bewilligung kaufen. Obwohl, an den Strassen ist nichts davon zu lesen und wir werden auf der Fahrt auch nicht kontrolliert. Wir bezweifeln, dass hier jeder diesen Tour Pass wirklich organisiert, bevor er die Strasse benutzt.

Rund 24 Kilometer vor dem Kings Canyon finden wir einen Gratis Campingplatz mit Aussicht auf eine enge Kurve. Ist spannend diesem Road Train zuzuschauen, wie es sich wie eine Schlange bewegt.

Road Train in einer engen Kurve des Mereenie Loops

Kaum ist er weg, sehen wir in der Ferne nur noch eine Staubwolke.

Enge Kurve entlang des Mereenie Loops

Auch heute ist wieder wandern angesagt. Wir starten frühmorgens beim Kings Canyon. Das lohnt sich, weil dann noch kein grosser Ansturm ist und der steile Aufstieg im Schatten liegt.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads verraten wir dir, was uns an der Wanderung im Kings Canyon so begeistert hat und wieso wir die Wanderung entlang des Rim Walks so genossen haben.

Der Kings Canyon befindet sich im Watarrka Nationalpark. Wir nehmen uns den Kings Canyon Rim Walk vor. Diese Wanderung bietet spektakuläre Aussicht auf die Schlucht.

Felswand des King Canyon

Für den gesamten Rim Walk mit Abzweigern brauchen wir rund vier Stunden. Die Wanderung ist für uns ein Highlight im Zentrum von Australien. Nachdem wir den steilen Aufstieg geschafft haben, geht es nur noch marginal auf- und abwärts. Oben haben wir auch immer wieder die Möglichkeit ganz nah an die Klippen zu gehen und einen Blick in die Schlucht zu erhaschen.

Aussicht über den Kings Canyon

Vom Hauptweg führt ein Abzweiger zum Garden of Eden. Zuerst geht es über eine hölzerne Treppe in die Schlucht runter, dann führt ein kurzer Weg direkt zu diesem idyllischen Ort. Wir finden eine Oase der Ruhe. Der Temperaturunterschied ist auch gewaltig hier unten. Es ist angenehm kühl.

Bach durch den Garden of Eden im Kings Canyon

Wieder auf dem Plateau angekommen, verändert sich die Landschaft. Die Steinformationen erinnern uns an die Bungles Bungles. Die Form und die Schichten sehen ein bisschen aus wie Bienenstöcke.

Die Schichten der Felsen im Kings Canyon

Inzwischen sind wir auf der anderen Seite angelangt. Rund 270 Meter geht es hier in den Abgrund.

Aussicht über den Kings Canyon

Wiedermal ein Selfie, aber hier mussten wir einfach eins machen.

Reni und Marcel beim Kings Canyon

In der Wüste gibt es mehr Tiere und Pflanzen als man denkt. Diese Desert Pea ist unserer Meinung eine kunstvolle Kreation der Natur.

Blütenpracht der Desert Pea

Auf dem Parkplatz entdecken wir noch diesen Schmetterling, der sich gerne von uns Fotografieren lässt.

Schmetterling

Ein weiteres Hightlight steht nun bevor. Der Uluru (Ayers Rock). Bis wir aber da sind, dauert es noch ein paar Stunden, denn wir haben noch 230 km Fahrt vor uns.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads verraten wir dir, was uns am Uluru Kata Tjuta Nationalpark so begeistert hat, welche Wanderungen du unbedingt machen musst und wo die besten Plätze für den Sonnenauf- und Untergang sind.

Der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark ist die Top-Touristenattraktion in Australien. Jeder Australier und viele ausländische Touristen müssen einmal im Leben den weltbekannten Monolithen sehen. Für uns ist es bereits das zweite Mal. Als wir den ersten Bick vom Uluru erhaschen, sind wir wie beim ersten Mal sprachlos. Ein Wunder der Natur, dieser Felsbroken.

Der Uluru - Ayers Rock

Wer in den Nationalpark will, muss einen Eintrittspass für USD 25 pro Person kaufen. Dieser Pass ist für drei Tage gültig. Am ersten Tag fahren wir einmal ganz um den Uluru herum und schauen uns den Sonnenuntergang von der Sunset Viewing Area an. Dieser Platz bietet sich auch für den Sonnenaufgang an.

Am nächsten Morgen sind wir wieder da und erleben das Erwachen des Tages. Die Stimmung ist wunderschön.

Sonnenaufgang beim Uluru - Ayers Rock

Der Spaziergang (Base Walk) rund um den Uluru machen wir natürlich auch diesmal. Einmal rundum sind knapp 11 km. Ein einfacher Weg, denn es geht immer geradeaus.

Der Uluru hat viele Gesichter. Einfach immer genau hinschauen.

Auswaschungen beim Uluru - Ayers Rock

Diese Formation erinnert uns an das Gesicht von einem Wal.

Gesicht eines Wales am Uluru - Ayers Rock

Rund um den Uluru gibt es auch viele heilige Stätten der Aborigines. Diese Felsmalerei erzählt eine Geschichte.

Felsmalerei am Uluru - Ayers Rock

Eigentlich wollten wir den Aufstieg zum Uluru machen, der Weg war aber frühmorgens noch geschlossen wegen starkem Wind auf dem Gipfel. Als wir zurück zum Mala Parkplatz kommen, ist die Schranke offen. Der Aufstieg ist erlaubt - zumindest von der Parkverwaltung aus.

Steiler Austieg auf den Uluru - Ayers Rock

Bei der Besteigung des Uluru scheiden sich die Geister. Der Wunsch der Aborigines ist es geigentlich, den Uluru nicht zu besteigen. Aus kulturellen Gründen, heisst es. Es heisst aber auch, dass der Aufstieg nicht ganz verboten wird, da befürchtet wird, dass nicht mehr so viele Touristen herkommen. Wir sind der Meinung, dass wenn es von der Kultur und dem Glauben ein Problem darstellt, sollte ein Aufstieg ganz verboten werden. Da wir aber die Wahl haben und der Aufstieg erlaubt ist, lassen wir uns dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen. Es gibt nämlich nicht oft die Gelegenheit den Uluru zu besteigen, da dieser oft wegen starkem Wind, zu hohen Temperaturen oder auf Wunsch der Aborigines geschlossen wird.

Reni beim Aufstieg auf den Uluru - Ayers Rock

Der Aufstieg ist steil und anstrengend. Nur wer fit genug ist, gutes Schuhwerk und genügend Wasser dabei hat, sollte sich auf den Weg machen. Wir sind heil oben angekommen

Der Weg über den Uluru - Ayers Rock

Die Aussicht ist überwältigend. Es hat sich gelohnt.

Auf dem Gipfel des Uluru - Ayers Rock

Wir entdecken auf dem riesigen Monolithen diesen winzigen Kerl.

Marienkäfer auf dem Uluru - Ayers Rock

Auf dem Rückweg geniessen wir die Weitsicht. Es geht ganz schön steil runter. Aber ja, wir sind hier auch auf 348 Metern Höhe.

Aussicht vom Uluru - Ayers Rock

Nach der anstrengenden Besteigung fahren wir wieder zum Sunset Viewing Point und geniessen auch am zweiten Abend einen schönen Sonnenuntergang.

Uluru - Ayers Rock im Abendlicht

Heute ziehen Wolken auf und das macht es nun etwas spannender für die Fotos.

Sonnenuntergang am Uluru - Ayers Rock

Zwei Dinge sind Pflicht, wenn man beim Uluru ist. Den Sonnenuntergang und Sonnenaufgang erleben.

Sonnaufgang am Uluru von der Sunrise Plattform

Da wir im australischen Winter hier sind, müssen wir nicht so früh aufstehen. Die Sonne geht um 7:29 Uhr auf. Der Park öffnet um 6:30 Uhr die Schranken. Das sind noch humane Zeiten zum Aufstehen. Dafür ist es, weil Winter ist, bitterkalt. Wir ziehen unsere Wollmützen an und wenn wir Handschuhe hätten, würden wir diese nätürlich auch anziehen. Die Temperaturen fallen nachts auf 4 Grad.... brrr....

Der Uluru - Ayers Rock im Morgenlicht

Den heissen Kaffee können wir heute gut gebrauchen. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zu den Kata Tjuta (Olgas). Wir finden, dass die Olgas auch sehr imposant sind. Eigentlich sogar noch einen Tick spezieller als der Uluru. Und der höchste Dom der Olgas ist sogar 200 Meter höher als der Uluru.

Auf der Strasse zu den Olgas - Kata Tjuta

Obwohl es nachts bitterkalt ist, sind wir nicht unglücklich über die kühleren Temperaturen. Wenn es nämlich zu heiss ist, sind Wanderungen kein Spass. Wir starten den Valley of the Winds Walk am Vormittag und brauchen für die 7.4 Kilometer gute drei Stunden. Wir merken inzwischen aber schon, dass wir die letzten Tage viel gelaufen sind. So macht sich ein leichter Muskelkater spürbar.

Blick aus dem Valley of the Winds bei den Olgas

Leider müssen wir uns nun verabschieden von den Attraktionen im Red Center. Auf geht es zurück nach Alice Springs. Auf dem Weg stoppen wir kurz im Roadhouse Curtin Springs. Zum Glück brauchen wir keinen Diesel, denn ob dieser Tankwart den Unterschied von Diesel und Bleifrei wohl kennt?

Emu bei der Tankstelle

Frisch geföhnt. Hübsch, hübsch :-)

Neugieriges Emu

Bevor wir uns wieder in die Stadt stürzen, geniessen wir noch eine Nacht im Rainbow Valley. Dieser Campingplatz ist rund 80 km von Alice Springs entfernt. Die Strasse, die vom Highway Richtung Rainbow Valley führt ist ganz schön holprig. Aber die Strapazen lohnen sich.

Das Rainbow Valley

Wolkenlos. Sternenklar. Wow, das ist Australien.

Das Rainbow Valley mit Sternenhimmel

Zwei Wochen sind vergangen seit wir Alice Springs verlassen haben und nun sind wir zurück. Wir müssen dringend unsere Essensvorräte aufstocken und auch unsere Dieseltanks sind gähnend leer. So verbringen wir ein paar Tage in Alice und wie jedes Mal, wenn wir in einer Stadt sind, gibt es viel zu organisieren. Diesmal auch für unsere Weiterreise. Als nächstes steht die Simpson Desert auf dem Programm. Die ist nicht ganz ohne und gute Vorbereitung ist essentiell. Mehr dazu im nächsten Reisebericht.

In Alice Springs gibt es aber nicht nur Organisatorisches zu erledigen. Marcel wollte bereits vor zwei Wochen die historische Sammlung von Australiens einmaliger Strassenverkehrsgeschichte ansehen. Der Besuch in "The National Road Transport Hall of Fame" hat sich für ihn gelohnt. In einer riesigen Halle sind unter anderem alte Road Trains aus den frühen 30er Jahren ausgestellt. Wer an alten Lastwagen interessiert ist, sollte sich das Museum definitiv anschauen.

Alte Autowerkstatt in der National Roadtransport Hall of Fame

In einer grossen Halle gibt es eine Sammlung von schweren Lastzügen mit über 100 restaurierten LKW's und Oldtimern.

Lastwagen in der National Roadtransport Hall of Fame

Die Besichtigung des Kenworth Dealer Truck Museums ist ebenfalls im Eintritt inbegriffen. Hier gibt es auch neuere Expemplare von Road Trains. Es ist interessant die Entwicklung und die modernere Form der Lastzüge zu sehen.

Lastwagen in der Kenworth Dealer Hall of Fame

Unser Timing passt wieder einmal perfekt. Am 9. Juni hat die Queen Geburtstag und deshalb haben die Australier ein langes Wochenende vor sich. Und jedes Jahr, wenn die Queen Geburtstag hat, findet in Alice Springs das verrückte Finke Desert Race statt. Wir sind dabei. Und es war verrückt, das Rennen durch die Wüste. Mehr dazu in unserem Blog auf Swiss Nomads.

Vielen Dank für Euren Besuch auf unserer Webseite.

Sonnige Grüsse aus Down Under,

Reni und Marcel

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