Australien 2014 – Reisebericht 7

Bannerbild

Auf dem Weg ins Outback besuchen wir unsere Freunde auf der Baumwollfarm

Es ist soweit. Wir verabschieden uns von der Ostküste und es wird wohl eine ganze Weile dauern, bis wir das nächste Mal das Meer sehen werden. Jetzt heisst es: Outback, wir kommen.

Von der Sunshine Coast fahren wir Inland und müssen zuerst die Great Dividing Range überqueren. Diese Bergkette trennt die Ostküste vom Landesinneren. In Esk, einem kleinen Ort mit guter Infrastruktur, finden wir einen gemütlichen Park zum Campieren in Gehdistanz zum Dorfkern. So bleiben wir gleich zwei Tage und verbringen das lange Wochenende hier.

Im Dorfkern entdecken wir ein altes Hotel, das Staging Post Inn. Auf dem Foto sieht es sehr schön aus, in Wirklichkeit ist es aber recht zerfallen und alt.

Das Staging Post Inn in Esk

Heute ist ANZAC DAY, der Gedenktag für die gefallenen australischen Soldaten des Ersten Weltkrieges. Am 25. April finden in Australien Paraden und Märsche mit Kriegsveteranen statt. ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps. Der Feiertag wurde schon 1916 offiziell als ANZAC-Day bezeichnet und in den 1920er Jahren wurde dieser Tag zum Gedenktag.

Da der ANZAC Day dieses Jahr auf einen Freitag fällt, haben die Australier ein langes Wochenende vor sich. Die meisten verbringen das Wochenende im Kreise der Familie und wohnen einer Gedenkfeier bei.

Wir erfahren, dass in Esk um 10:30 Uhr die Parade stattfindet. Da sind wir natürlich mit dabei. Es gibt auch eine Flugdemonstration der Flugstreitkräfte.

Die Parade am ANZAC Day in Esk

Veteranen fahren mit ihren schön restaurierten Armee-Fahrzeugen im Schritttempo durch Esk. Dieser Jeep ist besonders schön.

Jeep an der ANZAC Parade in Esk

Am Kriegsdenkmal in Esk versammeln sich Mitglieder der australischen Landstreitkräfte, Flugstreitkräfte, andere Orgatisationen wie die Polizei und Kriegsveteranen sind natürlich auch da. Zum Gedenken werden verschiedene Reden gehalten und Kränze niedergelegt. Es ist spannend dabei zu sein, der Anlass macht uns aber auch nachdenklich.

Obwohl Australien weit weg von allem ist, waren viele Australier in vielen Kriegseinsätzen präsent. Wir erfahren, dass nahezu jeder zehnte Australier Soldat war, fast jeder fünfte Soldat im Kriegseinsatz gefallen ist und fast jeder Zweite wurde verwundet.

Das ANZAC Denkmal in Esk mit den Kränzen

Die Parade und das anschliessende Gedenken an die Soldaten ist ein spezieles Erlebnis. Es ist sehr interessant, an diesem lokalen Anlass dabei zu sein.

Auf dem Weg ins Outback besuchen wir noch unsere Freunde in Moree. Wir haben Sandy, den Manager einer Baumwollfarm, auf unserem letzten Australien-Trip kennengelernt. Wer hätte damals gedacht, dass wir uns jemals wiedersehen.

Leider regnet es den ganzen Tag. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn das Regenwetter ist ideal für einen Sprung in den heissen Pool. So fahren wir mit Sandy ins Schwimmbad. Moree ist bekannt für die Artesischen Bäder. Es gibt drei verschiedene Pools mit heissem Wasser aus der Erde. Die Temperaturen varrieren zwischen 36, 38 und 40 Grad. Wir probieren die Goldene Mitte. 38 Grad ist ganz schön warm, der Körper gewöhnt sich aber schnell daran. So ist der Wechsel ins 40 Grad warme oder fast schon heisse Wasser ganz angenehm. Nach 10 Minuten im heissen Wasser springen wir ins Schwimmbecken. Das ist eine Abkühlung, denn das Wasser ist gerademal noch 26 Grad. Um ein paar Längen zu schwimmen ist das aber die ideale Temperatur. Zum Abschluss gehen wir nochmals in den heissen Pool zum entspannen. Herrlich. Dies lässt uns das Regenwetter gleich ganz vergessen.

Die Gegend um Moree ist zudem bekannt für Landwirtschaft. Pekannüsse und Oliven werden angepflanzt und geerntet, die Viehzucht ist gross und die Baumwollproduktion. In Moree wird die grösste Menge an Baumwolle in ganz Australien produziert.

Die Baumwollfelder sind riesig. Nur alleine die Farm von Sandy ist 2500 Hektaren gross.

Riesige Baumwollfelder in Moree

Die Baumwollknospen sind offen, die Baumwolle reif und bereit zum Pflücken. Im Abendlicht sieht die Baumwolle schneeweiss und ganz flauschig aus.

Baumwollknospe mit Baumwolle bereit zum Pflücken

Auch dieses Mal sind wir wieder zur Pflückzeit in Moree. Die Baumwollpflanzen werden im September/Oktober gepflanzt und die Baumwolle ist in der Regel zwischen März und Mai fertig zum Pflücken. Dieses Jahr sind die Pflanzen eher spät dran, da dieses Jahr relativ viel Regen gefallen ist. Das passt aber für uns umso besser, denn so sehen wir die Pflückmaschinen in Action. Insgesamt sind acht Pflückmaschinen auf dieser Farm in Betrieb.

Mit den riesigen Baumwollpflückern wird die Baumwolle geerntet

Die ideale Geschwindigkeit mit den Pflückmaschinen ist 4 Meilen pro Stunde. Die Geschwindigkeit kann auch leicht schneller sein, sobald aber der Ballen zum Abwurf bereit ist, macht es Sinn die Geschwindigkeit zu drosseln.

Fahrt auf einem der riesigen Baumwollpflueckern

Eine Balle wiegt 2.5 Tonnen. Ganz schön schwer. Während der Fahrt können wir dem Pflücker Fragen stellen. Er verrät uns, dass in einem Tag bis zu 250'000 Tonnen Baumwolle gepflückt werden. Die Pflücker arbeiten oft auf mehreren Farmen. Je nach Saison und wo es viel Arbeit gibt. Obwohl die Farm von Sandy 2500 Hektaren gross ist, ist sie eine der kleinsten Baumwollfarmen der Gegend.

Die gepressten Baumwollballen werden auf dem Feld gesammelt

Hier liegen nun also 2.5 Tonnen Baumwolle. Gepresst und bereit für die Weiterverarbeitung.

Die gepressten Baumwollballen stehen für den Transport bereit

Die Ballen werden in Reih und Glied für den Transport bereit gestellt. 12 Ballen passen auf einen Roadtrain. Das sind dann ganze 30 Tonnen Baumwolle, die ein Roadtrain eine Station weiter bringt. Wir fragen uns gerade, wie viele T-Shirts damit hergestellt werden können.

Die riesigen Baumwollfelder in Moree

Unsere Privatführung ist zu Ende und somit haben wir Feierabend, für die Pflücker heisst es Schichtwechsel. Das Wetter ist gut und so wird im Moment rund um die Uhr gearbeitet.

Auf dem Weg zum Haus kommen wir noch am Wasserspeicher vorbei. Wir geniessen die wunderschöne Abendstimmung.

Sonnenuntergang über dem Wasserspeicher der Baumwollfarm

Nach zwei interessanten Tagen auf der Baumwollfarm verabschieden wir uns von unseren Freunden. Unsere Reise geht weiter ins Landesinnere und wir kommen dem Outback immer näher.

Unser nächstes Ziel ist die Bergbaustadt Lightning Ridge. Wir nehmen die kürzeste Route und hier ist es nun zu Ende mit Teerstrasse.

Auf dem Weg ins Outback von Australien

Die meisten kennen Coober Pedy, die Opalstadt mit Hunderten von aktiven Opalminen. Lightning Ridge ist kleiner und weniger bekannt, aber auch hier geht es nur um den Opalabbau.

Dorfeingang von Lightning Ridge

Auf dem Weg nach Lightning Ride kommen wir an den Hot Artesian Bore Baths vorbei. Gerne würden wir im warmen artesischen Wasser baden, nur der Pool wird im Moment gerade gereinigt. Die Reinigung erfolgt dreimal die Woche zwischen 10 und 12 Uhr. Pech, dann fahren wir zuerst in die Stadt und kommen vielleicht später nochmals vorbei. Das Baden im Pool ist gratis und bei Reisenden sehr beliebt.

Lightning Ridge hat 2750 Einwohner und wurde nach einem Unglück benannt, dass sich 1963 erreignet hat. Eine Herde Schafe, der Hirte und Hirtenhund sind damals vom Blitz (lightning) erschlagen worden. Man sagt, dass die verbrannten, wolligen Körper noch brannten, als die Stadt auf den Namen Lightning Ridge getauft wurde.

Als wir durch das Dorf fahren, kommen wir an diesem ausgefallenen Haus aus Bierflaschen vorbei. Da hat jemand aber mächtig tief ins Glas geschaut.

Haus aus Bierflaschen in Lightning Ridge

Hausbauen geht natürlich auch mit Bierdosen. Das Bierdosenhaus ist zwar noch im Rohbau, aber man kann sich das fertige Haus schon vorstellen.

Haus aus Bierdosen in Lightning Ridge

Um mehr von Lightning Ridge zu sehen, fährt man am besten die verschiedenen "Car Door Trails" ab. Autotüren dienen als Wegweiser und so folgen wir einfach den roten, gelben, grünen oder blauen Autotüren. Die einzelnen Routen bieten sich für eine Spritztour durch den Ort an. Die Routen führen an vielen Opalminen vorbei und so bekommen wir einen Einblick in das Leben der Bewohner.

Opalminen befinden sich unter der Erde. Die Minenschächte gehen rund 25 Meter in die Tiefe und das Gestein wird aus der Tiefe an die Oberfläche befördert. Jeder Opalsucher hat eine Bewilligung (claim) für eine maximale Fläche von 50x50 Metern. Als erstes wird ein Schacht von etwa einem Meter Durchmesser, bis in die Tiefe wo Opal vermutet wird, gebort. Der Opalsucher macht sich dann an die Arbeit und gräbt einen Tunnel und sucht dort nach Opal. Das Gestein wird aus der Tiefe auf die Ladefläche eines Lastwagens befördert, wo der "Opal Dreck" für mehrere Stunden gewaschen wird mit der Hoffnung, dass sich darin wertvolle Opale befinden.

Schacht einer Opalmine in Lightning Ridge

Die Gegend wurde im frühen 19. Jahrhundert bekannt durch die Funde von Schwarzen Opalen. Anscheinend stammen praktisch alle Schwarzen Opale aus Lightning Ridge, die auf der Welt verkauft werden.

In den Anfängen der Opalsuche wurden die Schächte mit Pickel und Schaufel geschlagen. Heute gibt es zwar einfachere Hilfsmittel, aber die Gerätschaften sehen noch immer sehr rudimentär aus.

Auf der Fahrt durch die Gegend sehen wir immer wieder Grabungsgerätschaften herumstehen. Diese Fördereinrichtung sieht zwar aus wie ein Spielzeug, funktioniert aber einwandfrei.

Fördereinrichtung einer Opalmine

Und hier die Luxus-Version. :-)

Opalabbau in Lightning Ridge

Die Häuser bei den Minen sind alles andere als Luxus. Einfache Blechhütten dienen als Behausung und auch die Kirche ist aus Wellblech gebaut.

Kirche aus Wellblech in Lightning Ridge

Es gibt aber nicht nur Opalsucher sondern auch Künstler. Dieser fliegende Bus von John Murray steht auf einem Campingplatz.

Fliegender Bus in Lightning Ridge

Ausserhalb von Lightning Ride steht "Stanley", eine riesige Statue in Form eines Vogels. Der Künstler John Murray hatte die Idee, eine Statue eines grossen Vogels auf dem Birdsville Track aufzustellen. Das Projekt ist jedoch wegen der Abgeschiedenheit des Ortes auf dem Birdsville Track, der Distanz und Bürokratie gescheitert. Dank Freiwilligen aus Lightning Ridge, der Offenheit und "Can Do"-Einstellung der Einheimischen hat Stanley schliesslich im September 2012 in Lightning Ridge ein Zuhause bekommen.

Der Künstler hat eine Tonne Altmetall, drei VW Käfer Chassis und zwei rostige Satellitenschüsseln zu einem riesigen Emu von 18 Metern Höhe verarbeitet.

Die Skulptur Stanley bei Lightning Ridge

Von Lightning Ridge nehmen wir die Abkürzung durch ein sehr abgelegenes Gebiet. Neben ganz viel Nichts kommen wir schlussendlich nach Glengarry und Grawin. Dies sind keine richtigen Dörfer, sondern Opal Komunen. Wir stoppen im "Club in the Scrub" und reden mit Laury, einem Gitarrenbauer und Opalsucher aus der Region. Bei einem Bier erzählt er uns vom Leben hier. Am späten Nachmittag füllt sich der Club mit Minenarbeitern, die sich mit Bier den Staub die Kehle runterspühlen.

Das Leben in den Opal Komunen ist sehr einfach und so gibt es hier auch gar keine richtigen Wegweiser mehr. Zum Glück hat sich aber jemand doch noch die Zeit genommen, einen Wegweiser zu malen. Sonst hätten wir nämlich keine Ahnung, welche Strasse wir nehmen müssen.

Strassenbeschilderung bei Glengarry

So, dies müsste nun die Hauptstrasse sein. Ob wir die richtige Strasse erwischt haben, werden wir in rund 100 Kilometer merken. Aber ja, immerhin können wir uns nicht verfahren, denn es gibt ja nur die Eine.

Es ist einfach nur flach, weit und breit kein Baum, das Einzige was wir sehen ist die Strasse und den Horizont.

Strasse ins Outback

Wenn wir auf solchen Strassen fahren, fragen wir uns immer wieder: Wo fängt eigentlich das Outback an und wo hört es auf. Schwierig zu sagen. Für uns ist das Outback Land, das flach ist bis zum Horzont, ein kaum besiedeltes und raues Gebiet. Also, ja, wir sind im Outback.

Bevor wir aber noch tiefer ins Outback und noch abgelegenere Gebiete fahren, besuchen wir die Stadt Bourke. Für uns ist Bourke der Ort, wo wir unsere Essenvorräte aufzustocken können. Wenn wir nämlich Bourke verlassen, werden wir keine grösseren Einkaufsläden mehr vorfinden. Klar, in Roadhouses gibt es meistens das eine oder andere zu kaufen. Diesel, Essen und Bier ist selten ein Problem, aber das hat in der Abgeschiedenheit alles seinen Preis und Gesundes ist sehr rar.

Ausserhalb von Bourke finden wir wieder einen wunderschönen Campingplatz. Und das Beste, wir haben ihn ganz für uns alleine. Diese Aussicht von unserem "Gartensitzplatz" ist nicht schlecht, oder?

Campingplatz am Darling River ausserhalb von Bourke

Wir geniessen die Aussicht auf den Darling River und die ist zudem noch spannend. Pelikane schwimmen hin und her und wir können die grossen Vögel beim Jagen beobachten. Dieser Kerl war erfolgreich und hat einen ganz schön grossen Fisch erwischt.

Pelikan mit einem Fisch im Schnabel

Und wenn wir nicht am Tiere beobachten sind, gibt's natürlich auch noch Dinge im Haushalt, die erledigt werden müssen. Wäsche waschen, zum Beispiel.

Wäsche waschen im Busch

In "unserem Garten" gibt es auch eine Schaukel für die grossen Kinder.

Marcel auf der Schaukel

So lässt es sich leben.

Reni auf der Schaukel

Nach ein paar entspannten Tagen am Darling River verabschieden wir uns von Bourke und fahren weiter ins Landesinnere. Der Kühlschrank ist voll, ebenso unser Wassertank und die beiden Dieseltanks. Das brauchen wir aber auch, denn nun kommen wir in sehr abgelegenere Gebiete. Ein paar hundert Kilometer und wir sind weg von der Zivilisation und drin im rauen und endlosen Gebiet Australiens. Wir fahren durch Halbwüste mit roter Erde, es ist staubig und trocken und wir werden von Tausenden lästigen Fliegen verfolgt. Welcome to the Outback.

Neben ganz viel Nichts kommen wir an riesigen Rinder- und Schaffarmen vorbei. Stunden später erreichen wir die winzige Ortschaft Tibooburra. Wir schlendern durch die Strassen und kommen an zwei aus Sandstein gebauten Pubs vorbei.

Tibooburra Hotel

Tibooburra wurde 1881 während dem Goldrausch gegründet. Wir haben uns schon gefragt, was die Menschen sonst an einen so abgelegenen Ort führt. Aber klar, wo Gold ist, lassen sich auch Menschen nieder.

Für Interessierte gibt es in Tibooburra ein Freilichtmuseum mit alten Gerätschaften aus der Goldrauschzeit.

Freilichtmuseum bei Tibooburra

Kurz vor unserem Ziel erreichen wir den "Dog Fence". Dieser Zaun soll Australiens Südosten dingofrei halten. Der 5400 Kilometer lange Dingo-Zaun verläuft entlang der Grenze von Queensland.

Gate im Dog Fence am Cameron Corner

So, den Dingo-Zaun haben wir brav wieder geschlossen. Wer dies nicht tut, dem droht eine saftige Busse.

Wir sind da, am Cameron Corner. Dieser Grenzstein markiert das Drei-Staaten-Eck. Hier grenzen Queensland, South Australia und New South Wales aneinander.

Drei-Staaten-Eck Cameron Corner

Die Landschaft ist wie wir sie in Australien Lieben. Viel Nichts, Weite, Sand, Büsche, Dünen und ganz viel Getier. Kängurus, Emus, Kühe und Adler.

Wedge Tail Eagle

Das Outback hat viel mehr zu bieten als man denkt. Einfach die die Augen offen halten.

Wir melden uns im Hotel, was im Outback Australiens ein Restaurant, eine Bar, ein kleiner Laden, Informationsbüro und Tankstelle in einem ist.

Pub des Corner Stores

Wir reden ein bisschen mit der Besitzerin und erfahren, dass wir auf der Sanddüne gegen einen kleinen Betrag campen können. Es gibt auch Duschen hier und die können wir gut gebrauchen.

Frisch geduscht suchen wir uns ein Plätzchen zum Campen und finden einen Spot auf der Anhöhe einer Düne. Gleich neben unserem Camp befindet sich der Golfplatz. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ein Golfplatz im Outback ist aber ganz anders als man sich gewohnt ist. Grüne Wiese sucht man vergebens, dafür hat es roten Sand und das zu Genüge. Wer hier Golf spielt kann in drei Staaten gleichzeitig spielen.

Golfplatz in drei Staaten Australiens

Wir richten uns ein und die Abendsonne ist perfekt für ein Selfie.

Reni und Marcel bei Sonnenuntergang am Cameron Corner

Den wunderschönen Sonnenuntergang geniessen wir auf der Haube unseres Troopys.

Blutrote Wolken am Cameron Corner

Wir haben gestern die Grenze überquert und heute fahren wir in Südaustralien auf dem Old Strzelecki Track nach Innamincka. Eigentlich haben wir einen anspruchsvollen und schwierigen 4x4 Track erwartet. Da diese Strasse jedoch von Lastwagen befahren wird, ist es eher eine Autobahn aus Kies. Die Landschaft verändert sich ständig. Mal ist sie steppenähnlich, dann gibt es wieder Sanddünen. Die Wüste ist interessant.

Sanddüne in der Strzelecki Wüste

Auf dem Old Strzelecki Track sehen wir auch viele Ölpumpen. Hier wird Erdöl und Gas gefördert. Aus diesem Grund ist wohl die Strasse besser in Schuss als erwartet.

Oelförder Pumpe auf einem Ölfeld in der Strzelecki Wüste

Am frühen Nachmittag erreichen wir bereits den Outback Ort Innamincka, der sich am Nordende des Stzelecki Tracks befindet. Innamincka hat 12 Einwohner und im Zentrum befindet sich ein Hotel und der Innamincka Trading Post, der Benzin, Campinggenehmigungen, Lebensmittel und Souvenirs verkauft.

Trading Post in Innamincka

Im Town Common gibt es Campingmöglichkeiten direkt am Cooper Creek. Und obwohl wir in der Wüste sind, führt der Cooper Creek Wasser.

Billabong bei Innamincka

Bevor wir am nächsten Tag Innamincka wieder verlassen, gönnen wir uns noch eine heisse Dusche. Gegenüber der Trading Post gibt es 3 Minuten heiss Duschen für AUD 2. Ein Schnäppchen im Outback.

In Innamincka sehen wir nur Offroad Fahrzeuge. Wer hierher kommt, sucht das Abenteuer. Die meisten fahren von hier aus den Strzelecki Track oder weiter nach Birdsville, um den Birdsville Track unter die Räder zu nehmen. So wie wir.

Allradfahrzeuge in Innamincka

Das war's für's erste aus dem Outback. Noch mehr Outback gibt es im nächsten Reisebericht.

Besten Dank für euer Interesse.

Viele Grüsse aus Down Under.

Reni und Marcel

PS: Kennt ihr schon unseren Swiss Nomads Blog?

Teilen macht Spass... Facebook Twitter Google Pinterest StumbleUpon Email