Australien 2014 – Reisebericht 4

Bannerbild

Grampians Nationalpark, Great Ocean Road und Melbourne

Juhuuuuuuiiiii... Wir sind zurück auf dem Festland. Nach sechs Wochen Tasmanien freuen wir uns, wieder zurück auf der grossen Insel zu sein. Am 3. März laufen wir um 18:00 Uhr im Hafen in Melbourne ein. Es ist ein paar Grad wärmer und die Sonne scheint. Eine tolle Begrüssung.

Wir hätten riesige Lust in Melbourne zu bleiben. Wir werden aber bald wieder in Melbourne sein. In zwei Wochen treffen wir nämlich Marcel's Eltern. Gemeinsam werden wir dann Melbourne erkunden.

Es ist schon spät und wir haben keine Lust noch weitere 100 Kilometer bis nach Ballarat zu fahren. Dank unserer App WikiCamps finden wir einen Schlafplatz bei einer Tankstelle gleich neben dem Highway. Wir sind nicht die Einzigen, die hier übernachten. Es hat viele Truckies, die hier auch das Nachtlager aufgeschlagen haben.

Auf der Fahrt nach Ballarat müssen wir uns wieder etwas umgewöhnen. In Tasmanien waren die Distanzen kurz, fast so wie in der Schweiz. Jetzt sind wir aber wieder auf der grossen Insel.

In Ballarat schlagen wir unsere Zelte für die nächsten zehn Tage auf. Wir müssen nach der intensiven Zeit auf Tasmanien viele administrative Dinge erledigen. Und auch Reiseberichte und Blogeinträge müssen noch geschrieben werden, bevor wir die Eltern von Marcel treffen.

Die Tage vergehen wie im Flug. Wir verbringen sehr viel Zeit in der Bibliothek an unserem Arbeitsplatz mit WiFi. Nach fünf Tagen stellen wir fest, dass wir ja noch gar keine Fotos von der schönen Goldgräberstadt Ballarat gemacht haben.

An der Lydiard Street North befindet sich das Gebäude der Mining Exchange aus dem Jahre 1888 und die Kunst Gallerie.

Strasse in Ballarat

Ein Spaziergang durch die Stadt lohnt sich allein schon wegen der vielen Gebäude mit der wunderschönen viktorianischen Architektur.

Die Sturt Street in Ballarat

Die Sturt Street ist die Hauptstrasse und auf beiden Strassenseiten gibt es unzählige fotogene Gebäude wie die State Savings Bank aus dem Jahre 1872.

Gebäude an der Sturt Street in Ballarat

Etwas ausserhalb von Ballarat gibt es zudem das Goldgräberdorf Sovereign Hill. Der Eintritt für die Besichtigung der nachgebauten Goldgräbersiedlung ist sehr teuer, deshalb verzichten wir darauf. Schliesslich können wir nicht alles besichtigen.

Per Zufall sind wir am Begonia Festival in der Stadt. Seit 100 Jahren lockt das Festival Tausende Besucher an. Tatsächlich, am langen Wochenende ist im Botanischen Garten viel los. Vorallem für Kinder gibt es viele Aktivitäten. Am Begonia Festival wird auch das alte Tram in Betrieb genommen und Festivalbesucher können kostenlos mitfahren.

Altes Tram am Begonia Festival

Nach zehn arbeitsreichen Tagen in Ballarat ziehen wir weiter. Die nächste Station ist der Grampians Nationalpark, wo wir Marcel's Eltern treffen. Wir werden die nächsten fünf Wochen zusammen reisen.

Der Grampians Nationalpark umfasst eine Fläche von 168'000 Hektaren und bietet eine grosse Auswahl an Outdoor Aktivitäten. Im Januar haben schlimme Waldbrände gewütet und ein grosser Teil des Parks wurde zerstört. Im nördlichen Teil des Nationalparks sind noch einige Strassen und Wanderwege gesperrt. Die Hauptattraktionen sind aber bereits wieder zugänglich.

Als erstes fahren wir zum Boroka Lookout. Von der Plattform aus haben wir eine Weitsicht über das Tal und den Lake Belfield. Das Wetter ist zwar nicht perfekt, aber die Aussicht ist auch bei bedecktem Himmel eindrücklich.

Aussicht vom Boroka Lookout im Grampians Nationalpark

Natürlich muss auch ein Familienfoto her.

Familie Kaspar am Boroka Lookout in den Grampians

Wir werden getestet. Nach dem Sonnenschein ziehen wieder dunkle Wolken auf. Zum Glück finden wir rechtzeitig einen Unterstand und können dem kurzen aber heftigen Regen ausweichen. Wenige Minuten später ist die Regenwolke vorbei und wir können wieder zum Aussichtspunkt. Vom Reed Lookout haben wir Sicht auf den nördlichen Teil des Grampians Nationalparks, wo vor kurzem (im Januar 2014) schlimme Waldbrände gewütet haben. Statt Wald sehen wir verkohlte Bäume, und ganze Berghänge sind einfach nur schwarz.

Der Blick in den südlichen Teil des Parks bietet viel Busch und Wald, Felsen und Hügelzüge. Und schon kommt die nächste schwarze Regenwolken auf uns zu.

Reed Lookout im Grampians Nationalpark

Kurze Zeit später kommt die Sonne wieder. In der Schweiz würden wir sagen: Typisches Aprilwetter.

Aussicht Balconies im Grampians Nationalpark

Im Grampians Nationalpark gibt es verschiedene Campingmöglichkeiten. Diese Nacht quartieren wir uns im Borough Huts Camp ein.

Borough Huts Camp in den Grampians

Der Platz gefällt uns, denn hier haben wir einen richtigen Zoo um uns. Zuerst entdecken wir eine Känguru Familie, die genüsslich am Grasen ist. Als Marcel mit der Kamera näher kommt, schauen die Kängurus zuerst ganz kritisch. Sie lassen sich aber nicht stören.

Känguru Familie in den Grampians

Beim Abendessen werden wir von einem Kookaburra beobachtet. Achtung, Fleisch festhalten. Bei unserem letzten Australienbesuch hat uns ein Kookaburra fast ein Steak geklaut. Dieser Kookaburra sitzt aber ganz friedlich auf seinem Ast.

Später am Abend hören wir dann die ganze "Affenbande" brüllen. Kookaburras machen einen Lärm der so klingt, als ob sich eine Gruppe Affen kaputt lacht. Daher wird er wohl in Deutsch auch Lachender Hans genannt.

Kookaburra oder lachender Hans

Als nächstes können wir einen wunderschönen Crimson Rosella beobachten. Er stolziert selbstbewusst auf dem Tisch umher.

Crimson Rosella auf Nahrungssuche

Wir schaffen es gerade noch im Trockenen zu essen, bevor wir von heftigen Regenschauern überrascht werden. So verkriechen wir uns in den Campervan und hoffen auf besseres Wetter.

Alles Hoffen hat nichts genutzt. Der Himmel ist grau und die Wolken lassen nichts gutes verheissen. Schon bald fängt es an zu regnen, aber zum Glück lässt der Regen auch bald wieder nach. Wir machen als erstes die kurze Wanderung zu den Balconies. Wir schaffen es gerade noch und erreichen den Parkplatz im Trockenen, bevor der nächste Regenguss kommt. Trotz allem geben wir noch nicht auf und fahren als nächstes zum Wonderland Parkplatz. Von hier aus startet der Wanderweg zum Pinnacle. Die erste Stunde schaffen wir es bei jedem kurzen Regenguss einen Unterstand zu finden. Als der Regen dann aber stärker wird und nicht mehr nachlässt, kehren wir um. Wir haben keine Lust auf den rutschigen Steinen im Regen eine weitere halbe Stunde hoch zu laufen. Immerhin, wir haben es bis zur Cold Chamber geschafft, wo wir uns verkriechen und warten können, bis der schlimmste Regen vorbei ist.

Wanderweg zum Pinnacles Lookout in den Grampians

Wir sind froh, dass wir uns für's umkehren entschieden haben. Das Wetter wird nämlich immer schlimmer und nebst Regen kommt auch noch Nebel auf. Wir verschieben den Aufstieg zum Pinnacle Lookout und versuchen es lieber morgen nochmals. Schlimmer kann das Wetter ja kaum sein.

Auch der neue Tag bringt keinen Sonnenschein. Es ist grau in grau und die Hügel sind in Nebel gehüllt. So lassen wir es ganz mit der Wanderung zum Pinnacle. Bei dem Wetter macht es wirklich keinen Sinn wandern zu gehen.

Von den Grampians fahren wir nach Ararat, einer kleinen Stadt mit gemütlichen Cafés und schönen Gebäuden. An der Hauptstrasse gibt es die Stadthalle...

Town Hall in Ararat

... und gleich nebenan die Shire Hall.

Shire Hall in Ararat

Beim Spaziergang durch die Strassen von Ararat entdecken wir ein Plakat und erfahren so vom Ararat Jailhouse Rock Festival, das an diesem Wochenende statt findet. Das können wir uns nicht entgehen lassen. Das Festival findet auf dem Oval statt und wir sind beeindruckt. Auf dem Oval Gelände werden alte, wunderschön restaurierte Amischlitten und Autos der Marke Holden zur Schau gestellt.

Rockabilly Festival in Ararat

Wir treten ein und auf dem Festivalgelände fühlen wir uns sofort in die 50ies zurück versetzt.

Autos am Rockabilly Festival in Ararat

Der Gewinner am Festival dieses Jahres ist dieser Ford Fairlane. Ein Prachtsexemplar.

Gewinner des Rockabilly Festivals in Ararat

Aber nicht nur die Autos sind stilecht und sehenswert. Im Festzelt wird Rock'n Roll getanzt und alles passt. Die Musik, die Frisuren und die Kleidung.

Stilechte Frauen der 50ies

Wir verweilen bis in den Nachmittag hinein auf dem Festivalgelände bevor wir eine Station weiter fahren. Ein tolles Erlebnis, denn uns gefallen lokale Festivitäten sehr.

Von Ararat fahren wir zur Great Ocean Road, ein Highlight unseres Australien Roadtrips. Wir freuen uns schon auf die Traumküste.

Die Wettervorhersagen sind nicht berauschend, deshalb quartieren wir uns gleich für zwei Nächte auf einem Campingplatz in Peterborough ein. Das kleine Dorf Peterborough ist für uns der perfekte Ausgangspunkt, um die Bay of Islands und Bay of Martyrs zu erkunden.

Aussicht auf die Bay of Islands

Leider lässt uns die Sonne etwas im Stich. Aber mit Geduld schaffen wir es, die Bay of Islands bei Sonnenschein zu fotografieren. Wir haben das Schön-Wetter-Loch gleich nach dem Frühstück erwischt. Als wir uns die Bay of Martyrs anschauen wollen, sind schon wieder dicke, schwarze Wolken aufgezogen und die Sonne ist gänzlich verschwunden. Na dann beschäftigen wir uns eben mit Wäsche waschen bis sich die Sonne wieder blicken lässt.

Das Warten lohnt sich. Am frühen Nachmittag brechen wir erneut auf und fahren zur Bay of Martyrs. Diesmal sehen wir die Bucht und die dramatische Küste bei Sonnenschein. Als nächstes sehen wir uns The Grotto, die London Bridge und The Arch an. Da sich der Himmel wieder in eine graue Decke verwandelt, fahren wir zurück zum Campingplatz. Sollte das Wetter morgen besser sein, sehen wir uns diese drei Aussichtspunkte nochmals an.

The Arch an der Great Ocean Road

So gefällt uns das Reisen. Sonnenschein zum Frühstück. Den ersten Stopp legen wir bei der London Bridge ein.

Die London Bridge an der Great Ocean Road

Anschliessend fahren wir weiter nach Port Campbell, wo schon die nächsten sehenswerten Aussichtspunkte auf uns warten. Wir stoppen beim Loch Ard Gorge, wo es mehrere Wanderwege zu verschiedenen Aussichtsplattformen gibt.

Loch Ard Gorge an der Great Ocean Road

Je grösser die Distanz zu den Aussichtspunkten, desto weniger Touristen sind zu sehen. Das ist ein Trick, dem Rummel etwas zu entgehen.

Loch Ard Gorge an der Great Ocean Road

Ein Weg beim Loch Ard Gorge führt bis runter zum Strand. In dieser Bucht ist es richtig friedlich.

Loch Ard Gorge an der Great Ocean Road

Der Razorback ist ein weiteres Wunder der Natur.

Razorback an der Great Ocean Road

Nach dem Loch Ard Gorge kommen die 12 Apostel. Wer vom Westen her die Great Ocean Road fährt merkt schnell, dass die 12 Apostel die Hauptattraktion sind. Wir fahren auf einen riesigen Parkplatz, wo es kaum einen freien Platz gibt. Alle kommen hierher. Aber vorallem Chinesen, Japaner und Koreaner. In Sekunden sind wir auf einem anderen Kontinenten gelandet. Sind wir tatsächlich noch in Australien?

Aber ja, auch wir müssen die 12 Apostel natürlich sehen.

Die 12 Apostel an der Great Ocean Road

Idealerweise fährt man die Great Ocean Road von Ost nach West. Wieso? Das könnt ihr in unserem Blogeintrag 18 Stopps entlang der Great Ocean Road auf Swiss Nomads lesen.

Wer die 12 Apostel besucht, sollte auch die Gibson Steps runter zum Strand gehen. Die Belohnung für den Abstieg über eine steile, enge Treppe ist die Aussicht auf die 12 Apostel vom Strand aus. Ist schon eindrücklich, die Sandsteinsäulen vom Strand aus zu sehen.

An der Great Ocean Road gibt es aber nicht nur dramatische Küste, sondern auch kleine Ortschaften, Leuchttürme und das Cape Otway. Wer ans Cape Otway will, muss einen Abstecher von 14 Kilometern in Kauf nehmen. Aber es lohnt sich.

Am Cape Otway gibt es einen Leuchtturm, den man gegen eine Eintrittsgebühr von AUD 19 (Stand März 2014) besichtigen kann. Wir sind aber nicht des Leuchtturm wegens ans Cape Otway gefahren. Wir wollten in den Nationalpark und die Koalas sehen. Wer gute Augen hat, findet die Koalas ganz bestimmt. Sie sitzen nämlich überall auf den Eukalyptusbäumen. Sobald man den ersten erblickt hat, sieht man sie plötzlich überall. Und was machen die Koalas? Sie sind entweder am Fressen oder am Schlafen. Was sonst. Was für ein Leben.

Koala am Cape Otway

Nach dem Cape Otway folgt die Ortschaft Apollo Bay und Lorne. In Lorne stoppen wir für die Mittagspause und beobachten anschliessend die Fischer auf dem Steg. Wir haben sogar Glück und können einen Seehund beim Jagen beobachten.

Steg in Lorne an der Great Ocean Road

Die für uns letzte Station auf der Great Ocean Road ist der Split Point Leuchtturm aus dem Jahre 1891 in Aireys Inlet. Der 34 Meter hohe Leuchtturm wird von der lokalen Bevölkerung auch "The White Queen" genannt. Der Name ist naheliegend.

Split Point Leuchtturm am Aireys Inlet

Bevor wir die Great Ocean Road verlassen, machen wir noch ein Erinnerungsfoto mit unserem Troopy und dem Campervan von Marcel's Eltern. Nächster Stopp ist Melbourne.

Unterwegs zu Viert

Grossstadt ist angesagt. Juhuii... Von unserem Campingplatz im Vorort Williamstown erreichen wir Melbourne mit dem Zug in 20 Minuten. Wir steigen an der Flinders Street Station aus. Hier sind wir mitten im Zentrum.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads findest du einen Beitrag für deinen Stadtrundgang in Melbourne.

Das ist bereits unser vierter Besuch in Melbourne und wir lieben diese multikulturelle Stadt. Und Melbourne ist wirklich Multi-Kulti, denn die Bevölkerung besteht aus über 100 verschiedenen Nationalitäten.

Melbourne wurde im Jahre 1835 gegründet und heute leben fast vier Millionen Menschen in der Stadt.

Bahnhofsgebäude Flinders Street in Melbourne

Als erstes gehen wir in der Degraves Street einen feinen Cappuccino und Double Shot Latté trinken. In Melbourne gibt es eine interessante Kaffeekultur und wer genauer hinschaut, weiss genau, wo es auch guten Kaffee gibt. Viele der Angestellten in den Cafés sind ausgebildete Barista.

Wir spazieren die Swanston Street, die Haupteinkaufsstrasse, entlang und bei der La Trobe Street biegen wir ab Richtung Queen Street. Unser Ziel ist der Queen Victoria Market. Der grosse Markt ist überdacht und es werden hauptsächlich Frischwaren wie Gemüse, Früchte, Fleisch, Wurstwaren, Fisch und Käse angeboten. Es gibt aber auch einen grossen Teil des Marktes, wo Kleider, Schuhe, Schmuck und Souvenierartikel angeboten werden.

Queen Victoria Markt in Melbourne

Und auch hier gibt es Weltbesten Kaffee.

Barista bei der Arbeit

Wir lieben Städte am Wasser. Melbourne liegt am Yarra River, ideal für unsere Mittagspause. Wir organisieren uns zwei Sushi Rolls und geniessen unsere Mittagspause mit Blick auf den Fluss. Gegenüber befindet sich das Geschäftsviertel Southbank mit namhaften Firmen. An der Southbank Promenade gibt es zudem viele schicke Bars und Restaurants. Abends ist viel Betrieb in den Bars, denn Australier oder Expats gönnen sich gerne nach der Arbeit einen Drink.

Melbourne Skyline

Leider ist es noch etwas früh für einen Aperitif, so gehen wir auf Stadtrundfahrt. In Melbourne gibt es das City Circle Tram mit dem man gratis die Stadt erkunden kann. Das City Circle Tram fährt etwa alle 20 Minuten und wer mitfahren will, kann einfach bei einem der vielen Stopps ein- oder wieder aussteigen. Wir fahren bis zu den Docklands und erfahren auf der Fahrt über die Lautsprecher mehr über Melbourne.

City Circle Tram in Melbourne

Docklands nennt sich das Gebiet beim Victoria Harbour. Hier wurde vor ein paar Jahren ein neues Wohn- und Einkaufsquartiert aufgebaut. Das Quartier ist zwar neu und modern, aber es lebt nicht. Gut möglich, dass abends oder an den Wochenenden hier mehr los ist. Aber die Aussicht auf den Hafen und das Etihad Stadium kann sich sehen lassen.

Melbourne Skyline

In Städten gibt es immer viel zu entdecken. Hier eine ausgefallene Fassade.

Fassade in Melbourne

Zurück an der Flinders Street werfen wir noch einen Blick in die St Paul's Kathedrale.

St Pauls Kathedrale in Melbourne

Im südlichen Teil von Melbourne befindet sich nicht nur das Geschäftsviertel, sondern auch der riesige Botanische Garten. In der Grünanlage befindet sich zudem das Government House und der Shrine of Remembrance. Ein Besuch dieses Denkmals lohnt sich auf jeden Fall.

Der Eintritt in den Shrine of Remembrance ist frei. Das Denkmal wurde für die Einwohner Victorias errichtet, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.

Ewiges Feuer beim Shrine of Remembrance

Ein Wachposten vor dem Shrine of Remembrance.

Wache beim Shrine of Remembrance

Egal zu welcher Uhrzeit wir in Melbourne unterwegs sind, die Gassen sind nie menschenleer.

Coole Lane in Melbourne

Die Hoiser Lane ist ein Touristenmagnet. Nicht wegen der Cafés oder Restaurants... sondern wegen der Graffiti. Diese Gasse scheint vorallem bei Asiatischen Touristen ein Muss. Aber klar, auch wir müssen uns die Graffitis anschauen. Ist ja auch etwas cooles.

Grafitti in der Hosier Lane in Melbourne

Street Art in Melbourne an der Hoiser Lane.

Grafitti in der Hosier Lane in Melbourne

Um die Ecke ist die Rutledge Lane. Dies scheint der Übungsplatz für die Graffiti-Künstler zu sein.

Grafitti in der Hosier Lane in Melbourne

Ein Spaziergang durch den Fitzroy Garden ist ein idealer Abschluss des Tages. Tagsüber ist es noch schön warm, abends kommt dann aber ein kühler Wind auf. Ja, es ist Herbst.

Herbst in Melbourne

In Melbourne haben wir die Qual der Wahl was das Abendessen betrifft. Italienisch in der Lygon Street im Quartier Carlton, Chinesisch im Chinatown an der Little Bourke Street oder Griechisch in der Lonsdale Street oder Russell Street.

Einmal gibt's Pizza beim Italiener und einmal Gebratene Ente beim Chinesen.

China Town in Melbourne

Zu schnell geht die Zeit in Melbourne vorbei.

Der Wilson Promontory Nationalpark ist unser nächstes Ziel. Auf dem Weg in den südlichsten Zipfel des Festlandes von Australien stoppen wir aber noch in Korumburra. Per Zufall erfahren wir von einem Shanty Town namens Coal Creek Village. Die Besichtigung der Nachgestaltung einer Goldgräbersiedlung aus dem 19. Jahrhundert ist kostenlos. Da es sowieso regnerisch ist, nutzen wir die Gelegenheit und spazieren durch die Gassen von Coal Creek Village.

Shanty Town Coal Creek

Marcel ist froh, dass er sich bereits in Ballarat die Haare hat schneiden lassen. Obwohl die Coiffeuse nicht die Beste war, aber bei diesen altmodischen Geräten wäre es wohl kaum besser rausgekommen.

Coiffeur im Shanty Town Coal Creek

Den Wilson Promontory Nationalpark wollten wir bereits auf unserer ersten Australienreise vor fünf Jahren besichtigen. Da zu jener Zeit schlimme Waldbrände gewütet haben, war der Park für Besucher geschlossen. Dieses Mal klappt es zum Glück.

Auf dem Weg zum Campingplatz stoppen wir beim Lilly Pilly Gully Parkplatz und wandern zum Pillar Point. Von hier aus geniessen wir eine tolle Aussicht auf die Küstenlandschaft. Der Wanderweg führt weiter bis zum Tidal River, wo wir den Norman Beach sehen können.

Tidal River im Wilson Promontory Nationalpark

Der Wilson Promontory oder schlicht und einfach "der Prom" ist einer der beliebtesten Nationalparks Australiens. Während der Schulferien ist der Campingplatz mit 484 Plätzen ausgebucht und wer sich einen Platz sichern will, sollte früh genug buchen. Am besten ein Jahr im Voraus. Auch jetzt, im März sind viele Camper hier, aber wir finden ohne Probleme einen Stellplatz im Busch.

Der Küstenpark "Prom" bietet viele Wandermöglichkeiten zu wunderschönen Stränden mit glasklarem Wasser, durch Regenwald und auf Berggipfel. Wer die Natur liebt, ist im Wilson Promontory genau richtig.

Das Wetter ist wechselhaft, aber wir schaffen es immer wieder, die idealen Zeitfenster mit Sonnenschein zu erwischen. Auch beim Aufstieg zum Mount Oberon ziehen immer wieder Regenwolken vorbei, aber wir schaffen es im Trockenen hoch und wieder runter zu kommen. Oben werden wir mit einer wunderbaren Rundumsicht belohnt.

Aussicht vom Mount Oberon

Gegen Abend verziehen sich die meisten Wolken und so geniessen wir die letzten Stunden des Tages am Strand.

Norman Beach im Wilson Promontory Nationalpark

Das Wetter ist für längere Wanderungen zu unstabil, so beschränken wir uns auf kurze Wanderungen zum Squeaky Beach und zur Whisky Bay. Jeder Strand und jede Bucht ist wieder anders. Am Squeaky Beach ist der Sand aus Quarz und wenn man darüber läuft, quietscht es unter den Sohlen.

Squeaky Beach im Wilson Promontory Nationalpark

Leider kommen wieder dicke Regenwolken und so fahren wir weiter über Yarram nach Sale, wo wir einkaufen gehen. In der Nähe von Sale befindet sich der Lake Wellington, wo es einen Gratis Campingplatz mit Seesicht gibt. Nicht schlecht, diese Aussicht. Der Gratis Campplatz verfügt sogar über eine Toilette und eine Hütte mit elektrischem BBQ. Der perfekte Platz.

Morgenstimmung am Lake Wellington

Die Wolken haben sich verzogen. Ideal für Marcel's Sternenfotografie.

Sternenhimmel

Wer Koalas sehen will, findet ganz viele auf Raymond Island.

Hafen von Paynesville

Am Hafen in Paynesville fährt regelmässig eine Fähre und für Fussgänger ist die Überfahrt kostenlos. Auf Raymond Island leben rund 500 Personen, genauso viele Kängurus und eine grosse Kolonie von Koalas.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads verraten wir dir, wo der beste Ort für Koalas in Australien ist.

Koala Schild auf Raymond Island

Wir kommen ins Gespräch mit einem pensionierten Lehrer. Er und sein Hund spazieren mit uns mit und immer wieder zeigt er uns einen Koala auf dem Baum. Er erzählt uns, dass zu Spitzenzeiten bis zu 2800 Touristen in den Strassen der Insel unterwegs sind, um Koalas zu sehen.

Koala auf Raymond Island

Verständlich, wer will die knuddeligen, süssen Dinger nicht sehen.

Koala auf Raymond Island

An der Südküste stoppen wir in Lakes Entrance. Die Stadt wird vom flachen Meeresarm vor der Brandung des Ozeans geschützt. So ist auch der Hafen von Lakes Entrance geschützt vor Wellen.

Schiff im Hafen von Lakes Entrance

Von der Hauptstrasse erreichen wir die 90 Mile Beach über eine Brücke und eine Sanddüne. Die 90 Mile Beach ist wirklich ein endloser Strand.

90 Mile Beach

Im flachen Wasser des Meeresarms sind die Schwäne geschützt. Uns fällt auf, dass wir bis anhin immer nur schwarze Schwäne in Australien gesehen haben. Ob es hier gar keine weissen Schwäne gibt?

Schwarze Schwäne in Lakes Entrance

Da wir noch viel Küste auf dem Weg nach Brisbane vor uns haben, entscheiden wir uns ein Teilstück Inland zu fahren. Auf der Snowy River Road fahren wir bis Jindabyne. Leider regnet es auf der gesamten Strecke. So machen wir keine Landschaftsfotos, dafür bietet dieser rostige Bus ein tolles Fotomotiv.

Rostiger Bus auf dem Land

Schön, dass ihr unseren Reisebericht bis zum Schluss gelesen habt. Wir hoffen, der Bericht und die Fotos haben Euch gefallen.

Viele Grüsse aus Australien,

Reni und Marcel

PS: Kennst du schon unseren Swiss Nomads Blog?

Teilen macht Spass... Facebook Twitter Google Pinterest StumbleUpon Email