Australien 2013 – Reisebericht 3

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Silvester in Sydney, Pelikane in Mallacoota und Koalas auf Raymond Island

Silvester in Sydney feiern, das ist schon lange unser Traum. Und dieses Jahr geht dieser Traum doch tatsächlich in Erfüllung. Damit dieses Ereignis für uns ein Erfolg wird, sind wir natürlich bereits ein paar Tage vor dem Silvester in Sydney. So gehen wir am Sonntag, 29. Dezember 2013 auf Erkundungstour. Der Fokus liegt aber nicht auf Sightseeing sondern den für uns perfekten Aussichtspunkt für die Silvesternacht und die Feuerwerke zu finden.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads fidest du im Beitrag Silvester in Sydney – Bester Aussichtspunkt für das Feuerwerk viele Infos zum Besuch dises riesigen Anlasses.

Unser Campingplatz in Camden liegt etwa 70 Kilometer nordwestlich von Sydney. Das ist rund eine Autostunde oder 1.5 Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Sydney City entfernt. Wir fahren wegen mangelnder Parkmöglichkeiten ungern mit dem Auto in eine Grossstadt. Vor unserem Campingplatz gibt es eine Busstation und so ist es sehr einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu kommen. Rund 20 Minuten Busfahrt bis zum Bahnhof Campbelltown und eine weitere Stunde bis Sydney.

Wir fahren bis zum Circular Quay, die wohl genialste Haltestelle, die wir bis jetzt auf unseren Reisen gesehen haben. Leider ist bereits alles abgesperrt, sonst hätten wir hier ein Foto in den Reisebericht eingestellt.

Als erstes gehen wir runter zum Hafen und geniessen die Sicht auf die Harbour Bridge.

Sydney Harbour Bridge

Es ist Sonntag. Es ist Ferienzeit. Und es ist Sommer. Im Hafen von Sydney ist viel los und es scheinen alle das schöne Wetter zu geniessen.

Sonntagnachmittag am Hafen in Sydney

Wir sind bereits zum zweiten Mal in Sydney und es ist schön wieder hier zu sein. Bei der Oper sind die Vorbereitungen für Silvester im vollen Gange. Es werden hunderte Meter Kabel verlegt, Bühnen werden aufgebaut und Absperrungen aufgestellt. Silvester in Sydney ist ein Monster-Anlass. Da muss alles klappen.

Sydney Oper Silvestervorbereitung

Auch wir sind ja hier um gewisse Vorbereitungen für den Silvester zu treffen. Unsere Mission heute, Aussichtspunkte abchecken. Wir sind vermutlich nur einmal im Leben an Silvester in Sydney. Da wollen wir doch das Beste draus machen.

Wir haben bereits im Voraus im Internet recherchiert und uns zwei mögliche Aussichtspunkte aufgeschrieben. Als erstes schauen wir uns den Mrs Macquaries Point an. Von hier aus sieht man die Harbour Bridge und die Oper gleichzeitig. Wohl einer der besten Aussichtspunkte. Was uns aber etwas stört am Mrs Macquaries Point ist, dass nur ganz wenige Leute das Feuerwerk wirklich beobachten können. Es hat sehr viele Bäume und vermutlich werden nur mal 30 bis 40 Personen das Feuerwerk in voller Pracht sehen. Im Park haben zwar 15'000 Leute Platz, aber die meisten werden wohl nur einen Teil des Feuerwerks sehen. Bevor wir uns entscheiden, schauen wir uns noch den Tarpeian Precinct im Botanischen Garten an.

Der Tarpeian Precinct befindet sich oberhalb der Oper. Wir finden eine grosse Wiese vor und viele gute Plätze, von wo aus man das Feuerwerk sehen kann. So fällt uns die Entscheidung leicht. Das ist unser Platz für Silvester. Direkte Sicht auf die Harbour Bridge und somit perfekte Aussicht auf das Hauptfeuerwerk. Noch ist die Wiese menschenleer. Mal sehen, wie es am 31. Dezember aussieht, wenn hier 5000 Menschen auf dem Areal sind.

Harbour Bridge in Sydney

Die Vorbereitungen sind auch hier im vollen Gange. Es werden Absperrungen angebracht und die WC's stehen bereits am richtigen Ort.

WC's in Sydney am Silvester

Auch für Abfallentsorgung wird gesorgt. Die Kübel stehen schon bereit.

Entsorgung in Sydney am Silvester

Bevor wir jetzt noch etwas die Stadt erkungen, laufen wir noch den gesamten Weg bis zur Metro Station St. James ab. Nicht dass wir uns am Silvestermorgen noch verirren. Schliesslich müssen wir ja früh aufstehen und da wollen wir lieber auf Nummer sicher gehen.

Per Zufall erfahren wir, dass bei Sonnenaufgang bereits um die 200 Leute anstehen, obwohl das Gate erst um 10:00 Uhr geöffnet wird. Um 9:00 Uhr seien es dann bereits 500 Personen. Um sich den Wunschplatz zu sichern gibt es nur eins: Früh aufstehen und früh da sein. Gut zu wissen.

Genug geplant und ausgecheckt für Silvester. Jetzt machen wir noch ein bisschen Sightseeing. Die Saint Marys Cathedral kommt mit dem blauen Himmel sehr gut zur Geltung.

St. James' Church in Sydney

Von der Saint Mary's Cathedral spazieren wir durch das Geschäftsviertel bis zum Hafen.

Wolkenkrazer in Sydney

Am Hafen steht das klobige Gebäude des Museums of Contemporary Art. Bei dem schönen Sommerwetter haben wir keine Lust auf einen Museumsbesuch. So gibt es nur ein Foto vom Haupteingang.

Museum of Contemporary Art in Sydney

Im Hafen steht gerade ein Kreuzfahrtschiff. Ist schon imposant. Die Harbour Bridge sieht daneben fast schon etwas mickrig aus.

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Sydney

Auch der Grössenvergleich mit der "kleinen" Fähre und den Hochhäusern ist ganz interessant.

Sydney Skyline

Die Oper darf natürlich bei einem Besuch in Sydney auch nicht fehlen. Hier eine Seitenansicht vom markanten und berühmten Opernhaus.

Oper in Sydney

Eine Nahaufnahme. Hier ist die Struktur der Dachfliesen sehr gut zu erkennen.

Oper in Sydney

Städte anschauen macht durstig. Zeit für ein Bier. Im Stadtteil The Rocks gibt es tolle Pubs. Es scheint, dass nicht nur wir gerade Lust auf ein Bier haben. Die Pubs sind proppenvoll und wir finden nur mit viel Glück einen Sitzplatz.

Da im Moment sehr viele Leute unterwegs sind, entscheiden wir heute mal etwas früher Abendessen zu gehen. Auf der Suche nach einem Restaurant sehen wir gerade das Kreuzfahrtschiff auslaufen. Marcel gelingt ein Foto mit dem Schiff und der Oper zusammen.

Kreuzfahrtschiff neben der Oper in Sydney

Es ist zwar erst 18:00 Uhr, aber besser wir gehen jetzt schon auf die Suche nach einem Restaurant. Schliesslich müssen wir ja noch 1.5 Stunden Zug fahren. Wir haben - wie so oft, wenn wir in einer Stadt sind - Lust auf Pizza. Und per Zufall landen wir in der gleichen Pizzeria wie vor vier Jahren. Und wir werden auch diesmal nicht enttäuscht. Die Pizzeria Zia Pina können wir sehr empfehlen.

Pizzeria Zia Pina in Sydney

Als wir die Pizzeria verlassen, stehen die Leute Schlange um reinzukommen. Scheint ja eine sehr beliebte Pizzeria zu sein.

Schlange vor der Pizzeria Zia Pina in Sydney

Satt, zufrieden und müde gehen wir zum Bahnhof. Mit dem "Bummler" geht es zurück nach Camden, wo unser Bett auf uns wartet. Den zweitletzten Tag des Jahres 2013 verbringen wir mit waschen, faulenzen und nochmals die Busverbindungen für den grossen Tag - Silvester in Sydney - abklären.

Es ist soweit. 31. Dezember 2013, es ist 4:00 Uhr morgens. Der Bus fährt in 45 Minuten. Verschlafen aber mit einem Kribbeln im Bauch stehen wir auf und warten an der Busstation in Camden. Der Bus fährt pünktlich vor. 30 Minuten später Ankunft am Bahnhof in Campbelltown. Es steht eine Stunde Zugfahrt bevor. Zum Glück sind wenige Leute unterwegs. Es läuft wie am Schnürchen. 6:30 Uhr Ankunft an der St. James Station in Sydney und noch immer sind wenige Leute unterwegs. Wir haben vor zwei Tagen die Strecke abgelaufen und wissen genau wo es lang geht. So steuern wir direkt auf das Morshead Fountain Gate zu, wo wir für den Einlass in das Areal warten können. Und da sind die Leute. Wir sind so früh dran und doch warten bereits 200 Personen, obwohl das Gate erst um 10:00 Uhr geöffnet wird. Einige haben sogar vor dem Gate campiert.

Der Start ins neue Jahr steht in Sydney unter dem Motto "Shine" - Sydney soll dieses Jahr leuchten. Mehr als in den letzten Jahren. Wir lesen, dass das Feuerwerk jedes Jahr noch grösser und gewaltiger sei. Wir sind gespannt.

Shine, das Motto am Silvester 2013/14 in Sydney

Nun heisst es aber warten - und zwar lange. Noch 17 Stunden, aber nur noch 3 Stunden bis zur Öffnung des Gates. Wir sind aufgeregt, denn immerhin sind wir unter den ersten paar Hundert die auf das Areal zum Tarpeian Precinct dürfen. Insgesamt werden 5000 Personen rein gelassen, dann wir das Areal geschlossen.

Um 9:30 Uhr geht dann die erste Panik los. Es stehen ein paar Leute auf und plötzlich ist eine Hektik unter den Menschen. Alle stürmen zur Abschrankung, obwohl es ja noch 30 Minuten bis zur Öffnung des Gates dauert. Aber ja, der Mensch… Einer fängt an und alle machen es nach. So stehen wir natürlich auch sofort auf und laufen so schnell wie möglich näher zum Gate. Schliesslich wollen wir uns nicht abdrängen lassen, wenn wir schon extra so früh aufgestanden sind. Als das Gate dann öffnet, geht das Gedränge und die nächste "fast" Panik los. Jeder will als erstes rein. Wir schaffen es dann auch noch und sind die zweite Gruppe, die auf das Gelände gelassen wird. Zuerst werden aber noch unsere Taschen kontrolliert. Wir sind drin! Ein Erfolg! Wir können uns unseren Wunschplatz sichern. Der ist zwar in der prallen Sonne, das sind aber viele andere auch. Wir breiten unsere IKEA Tücher aus und richten uns für die 14 Stunden Wartezeit ein. Die Aussicht von unserem Platz ist gigantisch. Wir haben volle Sicht auf die Harbour Bridge. Ein Traum wird wahr.

Stundenlanges Warten auf das Feuerwer in Sydney

Die Sonne brennt runter und wir sind froh, unseren kleinen Schirm dabei zu haben. Wir basteln uns einen Sonnenschirm mit dem Knirps und dem Stativ. Funktioniert einwandfrei.

Sonniger Silvesternachmittag in Sydney

So verbringen wie die Zeit mit warten, Schatten suchen unter unserem Schirm, essen, lesen, Leute beobachten und wieder essen… Die Zeit geht vorbei. Zur Mittagszeit und den ganzen Nachmittag brennt die Sonne runter wie verrückt. Es ist super heiss und wir sind so froh, dass wir den kleinen Schirm dabei haben. Ansonsten würden wir wohl verbrennen.

Ein Glace hilft uns etwas abzukühlen.

Glaceessen mit Aussicht auf die Harbour Bridge

Plötzlich ziehen dunkle, böse Wolken auf. Als dann Wind einsetzt, kommt erneut eine Hektik auf. Es fängt dann auch tatsächlich an ein bisschen zu regnen. Ach, das muss nun wirklich nicht sein. Wir packen schnell unsere Decken ein und verstauen die Fotoausrüstung in einem Plastiksack und verkriechen uns unter dem Schirm. Zum Glück ist der Regen nur von ganz kurzer Dauer und ein paar Minuten später ist es bereits wieder trocken.

Regen am Silvester in Sydney

Und dann, endlich. Das erste Feuerwerk. Um 21:00 Uhr werden wir das erste Mal für das lange warten belohnt. Der Hafen erleuchtet in glühendem Rot. Wow, gigantisch. Der perfekte Vorgeschmack auf das Mitternachtsfeuerwerk.

Das neun Uhr Feuerwerk ist das Familien Feuerwerk. Sodass Familien mit Kindern nicht bis Mitternacht warten müssen. Coole Idee. Und wir kommen dafür in den Genuss von zwei Feuerwerken.

Vorfeuerwerk in Sydney am Silvesterabend

Noch 3 Stunden. Das schaffen wir auch noch. Und dann, endlich, der Countdown. 10… 9… 8… 7… 6… 5… 4… 3… 2… 1. HAPPY NEW YEAR!

Das Feuerwerk ist atemberaubend. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese Kulisse. Das Feuerwerk auf der Harbour Bridge ist wunderschön und wir fühlen uns privilegiert, dieses Ereignis live miterleben zu können.

Feuerwerk in Sydney am Silvesterabend

Einmal im Leben in Sydney Silvester feiern. Wir sind hier, live mit dabei. Ein ganz spezielles und unvergessliches Erlebnis.

Feuerwerk in Sydney am Silvesterabend

Leider haben wir nichts zum anstossen, dafür werden wir mit einem wunderschönen, unglaublich eindrücklichem Feuerwerk belohnt. Es ist gigantisch und unbeschreiblich schön! Es hat sich gelohnt und wir haben uns einen lang ersehnten Traum erfüllt.

Das Feuerwerk dauert 12 Minuten. Ein bisschen verrückt ist es ja schon so lange zu warten für nur 12 Minuten Feuerwerk. Aber man muss ja im Leben nicht immer vernünftig sein, oder?

Nachdem das Feuerwerk zu Ende ist, stürmen die Leute bereits in Scharen raus. Wir setzten uns nochmals hin und warten ab. Als sich die Menschenmassen etwas normalisieren, machen auch wir uns auf den Weg.

Auf dem Weg zur Metro Station gibt es interessante Kunstwerke zu bestaunen.

Abfallberg am Silvester in Sydney

Wir gehen zur St. James Station, die Warteschlange ist uns aber noch viel zu lang. So suchen wir uns eine Parkbank und warten noch eine Stunde. Dann versuchen wir nochmals in die St. James Station zu kommen und diesmal ist es kein Problem mehr. Die Menschenmassen sind weg und unser Zug fährt wenige Minuten später bereits ein.

Wir kommen um 3:00 Uhr morgens in Campbelltown an und sind überglücklich als wir sehen, dass es Taxis gibt. Die Warteschlange ist zwar riesig, aber zumindest müssen wir nicht auf den ersten Bus um 8:15 Uhr warten. Wir machen Taxi-Sharing und schaffen es um 3:30 Uhr zurück im Caravan Park zu sein. Müde und glücklich fallen wir ins Bett und freuen uns auf ein paar Stunden ruhigen Schlaf.

Am ersten Tag des neuen Jahres kochen wir uns eine feine Portion Chäshörnli. Fühlt sich fast schon wie zu Hause an. Auf diesem Weg wünschen wir allen zu Hause ein glückliches und erfolgreiches 2014.

Chäshörnli am 1. Januar

Nach ereignisreichen Tagen in Sydney ist es nun Zeit weiter zu ziehen. Wir haben wieder Lust zum Reisen. Da in Australien im Moment grosse Schulferien sind und deshalb die Küste überlaufen ist, fahren wir lieber ins Landesinnere.

NEU: Auf unserem Reiseblog SwissNomads fidest du den aktuellen Beitrag Roadtrip von Sydney nach Melbourne durch die Australischen Alpen mit einem Rotenvorschlag für deinen Roadtrip von Sydney nach Melbourne.

Auf dem Weg zum South East Forests Nationalpark stoppen wir für eine Nacht in Numeralla. Wir müssen schmunzeln, als wir eine ältere Frau auf dem Campingplatz am Spinnrad sehen. An gewissen Orten ist die Zeit wirklich stehen geblieben.

Frau am Spinnrad wie vor 50 Jahren

Nachdem wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet haben, machen wir noch einen Spaziergang. Der Ort Numeralla ist sehr klein und irgendwo im Nirgendwo. Die Abendsonne beleuchtet die Bäume sehr schön.

Abendstimmung auf dem Land in Australien

Auch am Fluss gleich neben unserem Schlafplatz herrscht eine friedliche Stimmung nach dem Sonnenuntergang.

Abendstimmung am Fluss in Australien

Die Kleinstadt Cooma ist unsere nächste Station, aber nur für die Mittagsrast. Cooma ist vorallem in den Wintermonaten sehr belebt, wegen der Nähe zu den Skigebieten. Jetzt, im Sommer, ist es eher ruhig hier.

Weiter geht es über Landstrassen Richtung Küste. Auf der Durchreise sehen wir immer wieder coole Briefkästen. Die Australier lassen sich immer wieder neues einfallen. Wie zum Beispiel dieser Zweck entfremdete Apple Computer.

Briefkasten Zweck entfremdet

Bevor wir die Küste erreichen, machen wir noch einen Abstecher in den South East Forests National Park. Wir finden einen schönen Platz im Nunnock Campground mitten im Wald. Nachdem wir unseren Troopy plaziert haben, brechen wir gleich zu einer kurzen Wanderung zur Alexanders Hut auf.

Wanderung im Southeast Forest Nationalpark

Die Landschaft ist abwechslungsreich und die Wiesen sind saftig grün. Und anscheinend ist das Gras gerade am blühen. Ich (Reni) muss ständig niesen. Heuschnupfen gibt es also auch in Australien.

Wanderung zur Alexander Hut

Wir geniessen die Wanderung und sind froh, endlich wieder einmal etwas Bewegung zu haben. Ein guter Ausgleich zum vielen Autofahren. Das einzige was aber wirklich lästig ist, sind die vielen Fliegen die uns ständig begleiten.

Fliegenplage beim wandern

Neben Fliegen begegnen wir auch anderen Tieren. Diese Spinne hat eine sehr schöne Zeichnung. Obwohl, ich mag ja Spinnen gar nicht.

Spinne im Gras

Als wir von der Wanderung zurück sind, ist auch bereits wieder Zeit für's Abendessen. Marcel macht ein Feuer und so können wir heute ein feines Kotelett in der Gusspfanne direkt auf dem Feuer grillen. Jammie...!!!!

Marcel am Grill

Wir kommen der Küste näher. Vom South East Forests Nationalpark fahren wir übers Land bis nach Tathra an der Südostküste. Endlich sind wir wieder am Meer. Wie schön. In Tathra schauen wir uns die Historic Wharf an und klettern zum Aussichtspunkt.

Meersicht in Tathra

Das Wetter ist perfekt - richtig Sommer. So fahren wir zum Strand und Marcel wagt es, in die Wellen zu springen. Das Wasser ist zwar kalt, aber super erfrischend. So gefällt uns das Camperleben. Die Freiheit zu haben, nach Lust und Laune machen was wir wollen. Durch die Gegend fahren oder am Strand halten und schwimmen gehen. Oder einfach nur faulenzen. Luxus pur.

Der Küste entlang geht's weiter bis nach Merimbula, wo es einen Boardwalk gibt. Wir lieben Boardwalks und lassen uns diesen natürlich nicht entgehen. Der 1.75 km lange Weg ist teilweise über dem Wasser gebaut oder führt über Kieswege an der Wasserlinie entlang und durch Mangrovenwälder hindurch.

Boardwalk in Tathra

Eden ist ein weiterer Ort, den wir an der Küste besuchen. Die Kleinstadt ist hübsch und während der Sommerferien total überfüllt mit Touristen. Eden hat normalerweise 3000 Einwohner, zur Zeit sind wohl eher doppelt soviele Leute hier. In Eden ist der Fischfang eines der grossen Geschäfte.

Fischerboot im Hafen von Eden

Von unserer Parkbank aus haben wir eine gute Aussicht auf den Hafen.

Hafen in Eden

Im Hafen tummeln sich auch die Möwen. Wir schauen lange den flinken Möwen beim Jagen zu und Marcel erwischt eine im Kampfanflug.

Möwe im Flug

Am 7. Januar erreichen wir Mallacoota, wo wir einen Freund besuchen. Mike haben wir im 2007 auf der kleinen Insel Bunaken in Sulawesi kennen gelernt und auf unserer letzten Australienreise wieder getroffen. Wer hätte das gedacht, dass wir uns wiedersehen.

Mallacoota ist ein interessanter Ort. Er befindet sich mitten im Croajingolong Nationalpark, entsprechend viele Tiere sind hier zu sehen. Im Hafen können wir Pelikane beobachten.

Pelikan im Anflug

Was uns dieser Pelikan wohl sagen will?

Pelikan in Mallacoota

Dieser Schopf am Hafen von Mallacoota dient uns als Windschutz. Es ist zwar sonnig, aber der Wind ist extrem kalt.

Schopf am Hafen in Mallacoota

In Mallacoota leben rund 600 Einwohner. Während den langen Sommerferien sieht es jedoch ganz anders aus. Dann sind es schnell einmal 3000 Personen. Aber ist ja auch kein Wunder, im Hafengebiet gibt es einen Campingplatz mit 650 Plätzen. Und dieser ist im Moment voll.

Überfüllter Campingplatz in Mallacoota

Da wir keine Lust auf überfüllte Campingplätze haben, suchen wir uns einen anderen Platz am Meer. Wir haben von einem Australier einen Geheimtipp erhalten. Den wollen wir auschecken. Auf dem Weg nach Bemm River stoppen wir in Cann River und kaufen uns eine superfeine selbstgemachte Pepper Steak Pie und für später eine Apple-Blackberry Pie.

Cann River Pies

Wir erreichen Bemm River kurz nach dem Mittag. Bemm River ist ein Ort mit einem Campingplatz, ein paar Ferienhäusern, einer Handvoll Einwohnern und einem Restaurant. Von Bemm River geht es weitere 7 Kilometer auf einer Kiesstrasse bis zum Pearl Point. Auf der ganze Strecken gibt es drei gratis Campingplätze direkt am Meer. Vom Camp aus sehen wir das Meer aber nicht, denn es gibt eine Sanddüne zwischen dem Platz und dem Meer. Das ist aber auch gut, denn so sind wir vor dem Wind geschützt. Wir finden unseren Traumplatz am Binn Beach. Sieht ganz so aus, als ob wir unser Heim für die nächsten Tage gefunden haben.

Als ersten schauen wir uns gleich einmal den Strand an. Wow, menschenleer. Das gefällt uns.

Menschenleerer Strand beim Pearl Point

Den Nachmittag verbringen wir mit Nichtstun. Ist das schön. Am Abend haben wir dann einen Termin. Sonnenuntergang schauen. Der Himmel verfärbt sich orange und die Stimmung ist irrsinnig schön.

Sonnenuntergang am Binn Beach

Ach, wie gut es uns doch geht. Da fällt uns das Lachen für's Selfie leicht.

Reni und Marcel am Binn Peach beim Pearl Point

Vom Binn Beach aus spazieren wir stundenlang am Strand entlang. Und stundenlang kommt uns kein Mensch entgegen. In östlicher Richtung findet Marcel eine Kabelrolle zum surfen.

Marcel surft auf Kabelrolle

Und in westlicher Richtung finden wir einen Muschelstrand.

Muschelbedeckter Strand beim Pearl Point

Ein Traum für Muschelsammler.

Muscheln am Strand beim Pearl Point

Manchmal knistert es unter unseren Füssen so komisch. Wir laufen doch über Sand. Was knister denn da? Wir fangen an zu graben und siehe da, zwei Zentimeter unter dem Sand kommen Tausende von Muscheln hervor.

Versteckte Muscheln im Sand

Nach rund 1.5 Stunden spazieren, erreichen wir fast den Pearl Point. Hier machen wir eine kurze Pause und geniessen die schöne Umgebung.

Reni am Pearl Point

Am Strand können wir auch Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. Marcel muss einmal mehr ganz schön geduldig sein, um den flinken Kerl vor die Linse zu kriegen.

Vogel auf Nahrungssuche am Strand

Natürlich müssen wir jeden Abend pünktlich zum Sonnenuntergang ans Meer. Schliesslich haben wir nicht jeden Tag die Gelegenheit dazu. Ein Australier, der auf dem selben Campingplatz seine Ferien verbringt, ist am Fischen. Ob er wohl Glück hat und einen Fisch für's zum Abendessen fängt?

Fischen bei Sonnenuntergang

Sobald die Sonne untergeht, wird es kühl. Marcel macht ein Lagerfeuer und so fühlt es sich schnell wie in der warmen Stube an. So quasi unsere Busch-Heizung.

Wärmendes Campingfeuer

Nebst dem täglichen Sonnenuntergang schauen, machen wir natürlich auch unseren täglichen Morgenspaziergang am Meer. Gestern noch war die Kabelrolle ganz aus dem Sand. Nach einer windigen Nacht ist nun die Kabelrolle halbwegs im Sand versunken.

Kabelrolle am Strand

Auf unserem Campingplatz hat es aber auch noch andere Bewohner als Vögel und Insekten. Ein Goana spaziert gemütlich an unserem Tisch vorbei und ist wohl auf der Suche nach etwas Essbarem.

Goana auf Nahrungssuche

Schlussendlich haben wir vier Tage am Binn Beach verbracht. Ist ja wie ein Kurzurlaub. Jetzt ist aber Zeit zum Weiterreisen. Die nächste Station ist Lakes Entrance. Auf der Durchfahrt machen wir ein Foto vom Aussichtspunkt, fahren dann aber wieder weiter.

Aussicht Lakes Entrance

Beim letzten Australientrip mussten wir fast bis zum Ende unserer Reise warten, bis wir endlich einen Koala in freier Wildbahn gesehen haben. Dieses Mal haben wir bereits im zweiten Reisemonat das Glück. In Paynesville an der Südostküste nehmen wir die Fähre nach Raymond Island. Für Fussgänger ist die 5-minütige Fahrt mit der Fähre gratis. Auf Raymond Island gibt es den Koala Walk und wir sind schon gespannt, ob wir wirklich Koalas sehen. Tatsächlich, kaum sind wir losgelaufen, sehen wir bereits den ersten Koala auf einem Baum sitzen. So cool.

Koala auf Raymond Island

Die faulen Beuteltiere hängen verschlafen an den Bäumen und regen sich kaum. Ab und zu macht mal einer die Augen kurz auf, lässt sich aber nicht weiter stören und schläft einfach wieder weiter. Solche Faulpelze, unglaublich. Koalas schlafen 18 Stunden am Tag. Die übrige Zeit verbringen sie wohl mit Essen, was für ein Leben. Der gesamte Walk dauert etwa 20 Minuten. Da wir immer wieder stoppen um Fotos zu machen, brauchen wir für den gesamten Weg etwa 45 Minuten. Wir sehen auch einen jungen Koala - natürlich am schlafen.

Junger Koala am Schlafen

Die besten Campingplätze sind die Gratis Plätze, vorallem die, die von Australiern empfohlen werden. Einer unserer Favoriten ist der Avon River Fishing Spot in der Nähe vom Lake Wellington. Am Fluss gibt es Stege, wo wir unseren Tisch aufstellen können. So idyllisch. Leider kommen aber die Moskitos beim Eindunkeln in Scharen. So verkriechen wir uns gezwungenermassen ins Auto.

Campingplatz am Wasser

Marcel erwacht bei Sonnenaufgang und fängt die Stimmung der frühen Morgenstunde ein.

Friedliche Stimmung bei Sonnenaufgang

Wirklich ein wunderschöner Platz. Es geht doch nichts über Geheimtipps der Australier.

Sonnenaufgang in Australienn

Wir erleben eine Hitzewelle mit bis zu 43 Grad. Im Troopy haben wir eines Tages sogar 50 Grad gemessen. Das ist dann auch uns zu heiss. So verbringen wir die nächsten Tage in der Bibliothek, da gibt es Klimaanlagen. Wir schaffen es unsere administrativen Dinge aufzuarbeiten und einen groben Plan für unsere Reise nach Tasmanien zu erstellen.

Am 18. Januar treffen wir in Springvale, rund 25 km ausserhalb von Melbourne, ein. Noch zwei Tage und es geht weiter auf die kleine Insel - nach Tasmanien. Wir werden sechs Wochen durch Tasmanien reisen. Was wir in den ersten Wochen erleben, könnt ihr bald im nächsten Reisebericht lesen.

Vielen Dank für den Besuch auf sunandstar.ch.

Viele Grüsse aus dem Sommer,

Reni und Marcel

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