Australien 2009 – Reisebericht 10

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Von Darwin durch den Kakadu und Litchfield Nationalpark zum Katherine Gorge

Am 16. Juni verabschieden wir uns von Darwin und reisen weiter in den Litchfield Nationalpark. Dieser befindet sich 120 Kilometer südwestlich von Darwin und ist bekannt für einzigartige Wasserfälle, magnetische Termitenhügel, historische Plätze und Sandsteinformationen.

Als erstes besichtigen wir die Buley Rockholes. Diese Wasserlöcher sind sehr beliebt zum baden. Uns ist es hier zu touristisch so fahren wir weiter zu den Tolmer Falls. Da der Weg zum Badepool mit Wasserfall etwas schwerer zugänglich ist, hat es hier viel weniger Leute. Das gefällt uns und so gönnen auch wir uns eine Erfrischung.

Am nächsten Morgen sind wir früh unterwegs und fahren als erstes zur Lost City. Wir sind die Ersten und können die Steintürme und Sandsteinformationen für uns alleine geniessen. Die verschiedenen Sandsteinformationen erinnern an eine Ruinenstadt, daher auch der Name "Lost City". Der Steinturm auf dem Bild hat die Form eines riesigen Steinmannes.

Bei den Wangi Falls machen wir unseren nächsten Stopp. Dieser Pool ist wiederum ein sehr beliebter Schwimmplatz. Marcel lässt sich das nicht zweimal sagen und hüpft ins kühle nass. Ich (Reni) bereite in der Zwischenzeit unser Mittagssandwich vor. Mir ist es zu kalt zum baden, da schaue ich lieber zu und geniesse den Ausblick auf die Wasserfälle.

Nach der Mittagspause fahren wir weiter zur Bamboo Creek Zinn Mine. Diese Mine wurde 1906 in Betrieb genommen. Leider war die Mine nur wenige Jahre produktiv und so wurde diese bald wieder geschlossen. Der Grund war nicht der Mangel an Zinn, sondern die schwierigen Transportbedingungen und Arbeitsbedingungen während der Regenzeit. Während der Regenzeit waren nicht nur die Minenschächte teilweise überflutet, sondern die Mine war über mehrere Monate von der Aussenwelt abgeschnitten.

Als nächstes fahren wir zum Blyth Homestead. Diese verlassene Aussenstation des Stapleton Homestead erreichen wir über den 4WD Reynolds River Track. Blyth Homestead wurde 1929 von Harry Sargent und seiner Familie aufgebaut. Heute ist das blecherne Haus ein Erinnerungsstück an das harte Leben und die harten Zeiten der früheren Viehwirtschaft und Minenindustrie. Ein Teil der 16-köpfigen Familie bewohnte diese kleine Blechhütte. Der Rest der Familie war im Stapleton Homestead tätig. Während der Trockenzeit wurden Rinder gezüchtet und in der Regenzeit wurde in der Mt. Tolmer Zinn Mine gearbeitet, die sich wenige Meter vom Blyth Homestead entfernt befindet. In einem Tagebuch mit Bildern finden wir interessante Informationen über das Leben dieser Familie. Einer der Jungs hat mit 8 Jahren bereits die halbe Familie gemanagt. Wenn er nicht für seine Geschwister gekocht hat, war er in der Mine am Arbeiten oder hat beim Viehtreiben geholfen.

Das Blyth Homestead wurde in den 60er Jahren verlassen und ist heute zur Besichtigung für Touristen offen.

Auf dem Weg kommen wir wieder an kontrolliertem Abbrand vorbei. Gerade nach dem Brand sieht die Gegend sehr trostlos aus. Das Grün verschwindet und hinterher bleibt nur noch Asche und schwarze Flächen. Das kontrollierte Abbrennen wird jeweils in der frühen Trockenzeit vorgenommen. Leider sind wir genau während des Abbrennens hier unterwegs.

Zum Abschluss des Tages fahren wir noch zu den Surprise Creek Falls. Dieser Wasserfall ist wahrlich eine Überraschung. Auf den ersten Blick ist der Wasserfall nichts besonderes, wir klettern jedoch eine Etage höher und finden diesen kleinen Wasserfall mit dem tief ausgewaschenen Pool. Im Abendlicht erscheint der kleine Wasserfall mit dem riesigen Badepool wie eine Oase.

Wir haben ja schon einige Termitenhügel gesehen. Erstaunlicherweise werden sie aber immer grösser. Hier spendet das Haus der Termiten mehr Schatten als der Baum.

Aber nicht nur die Grösse ändert sich. Im Litchfield Nationalpark gibt es magnetische Termitenhügel. Diese majestätisch aussehenden Paläste sind bis zu zwei Meter hoch und in Nord-Süd Richtung ausgerichtet. Die "Magnetic Termites" sind sehr klug. Die Bauweise ihrer Paläste ist gezielt in Nord-Süd-Ausrichtung gebaut, sodass die Innentemperatur während des ganzen Tages im Gleichgewicht ist. Wie das? Die Nord-Süd Ausrichtung bewirkt, dass eine möglichst kleine Fläche des Gebildes der Hitze der Sonne ausgesetzt ist. Lange Zeit war die Meinung verbreitet, dass die Termiten einen magnetischen Sensor besitzen und so die Termitenhügel magnetisch ausrichten. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass die Termiten die Sonne zur Ausrichtung ihrer Wohnhäuser verwenden.

Auf der Weiterfahrt wird es jetzt aber etwas brenzlig. Einmal mehr wurden Brände gelegt. Die "kontrollierten" Brände werden uns langsam aber sicher etwas unheimlich. Kontrolliert scheint uns ein Wiesenbrand mit zwei Meter hohen Flammen also nicht. Wir befinden uns auf einer offenen Strasse im Nationalpark. Unserer Meinung nach sollte während des Abbrennens die Strasse geschlossen werden. Bei der Fahrt am Feuer vorbei wird es nämlich ganz schön heiss. Ein Wunder, dass unsere Fenster der Hitze standhalten.

Wir hören von den Australiern immer wieder, dass bereits die Aborigines seit Tausenden von Jahren das trockene Gras abbrennen. Dies verhindere unkontrollierte Waldbrände. Die Natur erhole sich immer wieder und es entstünde auch wieder neues Leben. Wir würden das gerne glauben, sehen jedoch auch das zerstörerische daran, indem wir tote Kängurus, Rinder und Vögel am Strassenrand sehen oder total verkohlte Bäume. Wir fragen uns, ob es nicht eine andere Möglichkeit gäbe, unkontrollierte Waldbrände zu verhindern.

Nach der Fahrt durchs Feuer sind wir froh, dass bald die nächste Flussdurchquerung kommt. So können wir gleich unser Auto etwas abkühlen.

Am 18. Juni verabschieden wir uns vom Litchfield Nationalpark und fahren weiter Richtung Kakadu Nationalpark. Auf dem Weg machen wir noch einen Abstecher zum Fogg Damm, dem Paradies für Vogelbeobachter und Himmel auf Erden für die Tierwelt. Der Damm wurde Mitte der 50er Jahre gebaut. Geplant war ein Bewässerungssystem für den Reisanbau zu bauen. Das Landwirtschaftsprojekt ist jedoch gescheitert und der Damm ist während der Trockenzeit zum Paradies für die Vogelwelt und andere Tiere geworden. Seit 1959 ist der Fogg Damm ein Naturschutzgebiet.

Dieser hübsche Vogel heisst Bee-Eater. Wie viele Vögel hier in Australien hat auch dieser eine wunderschöne Zeichnung.

Im Wasser entdecken wir diesen Frosch. Er geniesst das Bad bei strahlendem Sonnenschein. Er scheint jedoch nicht zu wissen, dass er im Moment ziemlich gefährlich lebt.

Ups... das ist wohl sein letztes Bad gewesen. Diesmal war der Reiher schneller. Guten Appetit.

Der Kakadu Nationalpark ist als Weltkulturerbe gelistet und erstreckt sich auf einer Fläche von über 19'800 km2. Der Name Kakadu kommt von der Gagudju Sprache, die von den Aborigines in Norden des Parks gesprochen wird. Heute werden hier im Park noch drei verschiedene Sprachen von den Ureinwohnern gesprochen. Die Aborigines besiedeln diese Region seit über 50'000 Jahren.
Als erstes besichtigen wir Ubirr Rock, eine der schönsten Rock Art Stätten. Hier finden wir auf einem 1 km langen Rundgang verschiedene Felsmalereien der Ureinwohner.

Es heisst, die Felsmalereien im Kakadu Nationalpark repräsentieren einige der ältesten historischen Funde auf der ganzen Welt. Die Zeichnungen sind zwischen 20'000 Jahre alt bis 20 Jahre jung. Für die Aborigines war der Akt des Malens viel wichtiger als die vollendete Zeichnung. Auf diesem Bild sieht man die verschiedenen Schichten. Die Aborigines haben in überhängenden Felsen ihre Geschichten an die Wand gemalt und über die Jahre wurden weitere Zeichnungen darüber gemalt. Oft ist es schwierig die übermalten Figuren zu erkennen. Die neuen Zeichnungen dominieren meistens.

Wir staunen immer wieder über die Kreationen der Natur. Diese Sandsteinsäule sieht aus wie ein Mann mit grosser Nase und einem Hut.

Wir bewundern die kunstvollen Felsmalereien der Ureinwohner, die an verschiedenen Überhängen zu finden sind. Nach einem halbstündigen Spaziergang erreichen wir den Ubiri Rock Aussichtspunkt und werden mit einer wunderschönen Aussicht auf das Arnhem Land belohnt. Das Arnhemland befindet sich hinter der Hügelkette und ist Aboriginal Land. Um dahin zu gelangen benötigt man eine Bewilligung.

Wir lassen unseren Blick Richtung Westen schweifen und geniessen die Aussicht auf die Nardab Überschwemmungsgebiete. Dieser Aussichtspunkt ist ein überaus beliebter Platz den Sonnenuntergang zu geniessen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Im dem Moment wo die Sonne untergeht wird es jedoch etwas ungemütlich. Dann nämlich schwärmen die Mozzies aus. Wir haben glücklicherweise bei einem Talk der von einem Ranger gehalten wurde den Tipp erhalten, gleich nach Sonnenuntergang zum Parkplatz zurück zu gehen. Das tun wir und bleiben nebst wenigen Moskito-Stichen verschont.

Der Bardedjilidji Sandstone Walk führt uns durchgeschichtete Sandsteingebiete. Die Gegend ist sehr eindrücklich. Es ist schon gewaltig, was für Gebilde während Millionen von Jahren entstehen.

In den schattigen Ecken umschlingen die Wurzeln der Sandstein-Feigenbäume die Sandsteinfelsen. Die Wurzeln suchen im Innern des Sandsteins nach feuchten Stellen, wo sie ihre Nahrung finden. Uns erinnert dieses Bild an Angkor Wat in Kambodscha.

Die Grünen Ameisen bauen sich ihr Haus mit Blättern. Die Blätter kleben sie irgendwie zusammen und das fertige Haus sieht aus wie eine Blätterkugel.

Hier ist eine Hausreparatur nötig. Mit vereinten Kräften wird repariert.

Auf dem Weg zum nächsten Aussichtspunkt treffen wir auf diese Schlange. Sie liegt mitten auf der Strasse und lässt sich von vorbeifahrenden Autos nicht stören. Und von fotografierenden Touristen schon gar nicht. Dieses Exemplar sieht zwar gefährlich aus, ist es aber nicht. Die Schwarzköpfige Python ist nicht giftig, aber Vorsicht ist trotzdem geboten. Wenn sie sich bedrängt fühlt, kann auch sie zubeissen.

Beim Nourlangie Rock gibt es einen schönen Rundweg, der an vielen Zeichnungen der Aborigines vorbeiführt. Wir betrachten die Zeichnungen und versuchen anhand der Beschreibungen die Geschichten zu verstehen. Die Zeichnungen haben jedoch viel mehr zu erzählen als auf einer Infotafel Platz hat. Deshalb gibt es täglich Ranger Talks, wo die Parkwärter (Ranger) mehr über die Zeichnung und deren Hintergrund erzählen. Gespannt hören wir zu und sind überrascht, wie komplizierte das Familiensystem der Aborigines ist. Es lebt sich nicht leicht, denn von Geburt weg ist vorbestimmt, wer mit wem reden darf und wer wen heiraten darf oder eben nicht. Jeder hat zum Beispiel mehr als eine Mutter. Alle Cousinen und Cousins sind Brüder oder Schwestern. Das sind nur kleine Beispiele. Dank diesem Talk verstehen wir die Kultur der Aborigines nun etwas besser.

Der Nourlangie Rock ist aus der Nähe betrachtet viel zu gross zum fotografieren. Deshalb fahren wir zum Nawurlandja Aussichtspunkt, von wo aus wir eine prächtige Aussicht auf den Nourlangie Rock geniessen. Hier warten wir bis zum Sonnenuntergang und staunen einmal mehr über die schönen Farben und die Stimmung.

Auf dem Weg zum Campingplatz fahren wir der Sonne entgegen, zumindest noch so lange sie da ist.

Am 21. Juni geht unsere Tour weiter zu den Twin Falls und den Fruit Bat Falls. Beide Wasserfälle sind nur über einen 4WD Track zu erreichen. Die ersten 60 km der Strecke sind eine gut ausgebaute Wellblechpiste, die letzten 10 km wechseln dann in eine anspruchsvolle 4WD Strecke mit einigen Flussdurchquerungen. Wir erreichen den Parkplatz zu den Twin Falls gegen 11:00 Uhr. Da wir diese Schlucht nicht zu Fuss erkunden können, buchen wir eine Bootsfahrt. Wir geniessen es einmal nicht laufen zu müssen und lassen uns sehr gerne zum hinteren Teil der Schlucht schippern.

Das letzte Stück geht es zu Fuss über einen erst sandigen Weg und dann über riesige Steinblöcke bis ans Ende der Schlucht. Ein 30-minütiger Spaziergang und wir erreichen den schönen Wasserfall mit Pool und Sandstrand. Zum baden ist der Pool hier nicht geeignet, denn es könnten Krokodile herum schwimmen. Obwohl die Twin Falls weit weg vom Meer sind, können während der Regenzeit Salzwasserkrokodile über einen Seitenfluss hoch schwimmen.

Die Jim Jim Falls sind etwas schwerer zugänglich. Diesmal gibt es kein Boot, dass uns ans Ende der Schlucht bringt. So kraxeln wir über die Felsbrocken auf der linken Seite bis ans Ende der Schlucht. Zum Glück befinden wir uns auf der Schattenseite und so ist das Laufen nicht allzu anstrengend.

Die Lauferei hat sich gelohnt. Wir werden zwar nicht mit einem riesigen Wasserfall belohnt, aber die Stimmung ist genial. Es ist sehr ruhig und im Wasser entstehen durch Felsbrocken und dem richtigen Sonneneinfall richtige Kunstwerke.
In der Regenzeit können die Wasserfälle nur mit dem Flugzeug erkundet werden. Die Strassen sind während der Regenzeit unpassierbar und die Schlucht fasst soviel Wasser, dass die Gehwege alle überschwemmt werden.

An unserem letzten Tag im Kakadu Nationalpark fahren wir zum Yellow Water Feuchtgebiet. Wir möchten die Gegend auf eigene Faust erkunden, das ist hier jedoch nur begrenzt möglich. Wir spazieren den 200 Meter langen Steg entlang und beobachten die vielen Vögel, Reiher und Fische. Hier soll es auch Krokodile geben, die wir leider nicht zu Gesicht bekommen.

Das nächste Ziel sind die Edith Falls, ein mehrstöckiger Wasserfall. Wir machen den 2,5 km langen Rundlauf und kommen über einen steilen Weg hoch zu wunderschönen Pools zum schwimmen. Die Aussicht von der oberen Etage des Wasserfalls ist traumhaft.

Wir haben es geschafft. Hier können wir unbeschwert baden und das kühle Nass geniessen.

Auf der Fahrt Richtung Katherine entdecken wir diese Steinkreation. Die sieht den Devil's Marbles sehr ähnlich. Da wir unsere Route geändert haben und zuerst in die Kimberlys fahren, verpassen wir die Devil's Marbles (Richtung Alice Springs) nämlich. Hier haben wir nun den Ersatz dafür gefunden.

Am 25. Juni fahren wir in den Nitmiluk Nationalpark, dessen Hauptattraktion der Katherine Gorge ist. Der Katherine River fliesst durch die Schlucht, die in 13 Teile aufgeteilt ist. Getrennt sind die einzelnen Schluchten durch Felsbrocken, Wasserschnellen oder kleineren Wasserfällen. Fünf dieser Schluchten sind für Touristen zugänglich. Es ist möglich die Schlucht zu Fuss zu entdecken. Um die ganze Schönheit der Schlucht zu geniessen, empfiehlt es sich jedoch auf dem Katherine River auf Entdeckungsreise zu gehen. So mieten wir uns ein Kanu für den ganzen Tag und haben so genügend Zeit die Schlucht zu entdecken.

Im ersten Teil der Schlucht kommen wir am Smitt Rock vorbei. Diese Felswand ist ganz schön mächtig, wenn man mit einem kleinen Kanu daran vorbei schippert.

Das Wetter ist herrlich. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Dank des Wassers ist die Temperatur sehr angenehm. Auch die Felswände links und rechts sind je nach Sonnenstand ideale Schattenspender.

Eigentlich wollten wir unter diesem Felsvorsprung Schatten suchen. Plötzlich bewegt sich was und wir erschrecken ganz schön, als wir diese goldgelbe Schlange sehen. Sie schlängelt sich langsam der Feldspalte entlang.

Aber nicht nur Schlangen begegnen wir heute. Endlich entdecken wir ein Süsswasserkrokodil in freier Wildbahn. Zum Glück haben wir einen guten Fotoapparat mit Zoom, so müssen wir nicht allzu nah an das Krokodil ran. Obwohl Süsswasserkrokodile harmlos sind, halten wir genügend Abstand um das Tier nicht zu bedrängen.

Auf dem Rückweg parkieren wir unser Kanu an einem kleinen Sandstrand und klettern auf die Felsen hoch. Von hier oben geniessen wir bei einem Apfel die Aussicht auf den Katherine River.

Heiteres Rätselraten. Welcher Cowboy versteckt sich denn hier?

Am 26. Juni fahren wir weiter Richtung Grenze Northern Territory - Westaustralien. Hier müssen wir die Uhr 90 Minuten vorstellen. Das heisst, die nächsten Wochen wird es hier bereits um 17:30 Uhr stockdunkel. So gehen wir eben früher zu Bett und stehen früher auf. Kein Problem.

Beim Autofahren wird es uns selten langweilig. Aus dem Fenster schauen und die Landschaft geniessen ist in Australien immer schön. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Landschaft verändert. Mal ist es ganz flach, dann wird es wieder hügelig, dann sind die Wiesen voller Bäume oder Termitenhügel, alles ist möglich.

In Australien ist es im Moment Winter. Winter bedeutet hier im Norden aber nicht Schnee sondern Trockenzeit.

Am 27. Juni erreichen wir gegen Mittag die Ortschaft Kununurra. Das 6'000 Seelendorf ist für uns der ideale Ort unsere Vorräte aufzustocken und Informationen über die Gibb River Road zu holen. Im Infocenter machen wir uns schlau und kaufen uns auch gleich eine Bewilligung für die Nationalparks in Westaustralien. Dann machen wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Wir finden einen Campground am Lake Kununurra mit einer einmaligen Aussicht. Hier geniessen wir den Sonnenuntergang und lassen die letzten Tage Revue passieren.

Wo es Wasser gibt, hat es Vögel. Hier sitzt ein Crimson Finch (Fink) auf dem Sprinkler. Ob er wartet bis das Wasser kommt oder posiert er gerne fürs Foto?

Im Kununurra See geniesst dieser Reiher die Sonne und lässt seine Flügel trocknen. Er steht minutenlang einfach nur so da und rührt sich nicht.

Am 28. Juni machen wir von Kununurra aus einen Ausflug zum Lake Argyle. Der riesige Stausee ist Australiens zweitgrösstes Wasserreservoir und kann 18mal soviel Wasser stauen, wie der Hafen von Sydney enthält.

Hier ist der Staudamm zu sehen. Das Wasser wird vom Ord River gespiesen und aufgestaut. Natürlich fahren auch wir über diese Strasse und geniessen die Aussicht auf den Stausee und den Ord River.

Auf der Fahrt zurück nach Kununurra kriegen wir einen Vorgeschmack auf das Kimberly Gebirge. Da freuen wir uns doch schon jetzt auf die Landschaft aus dem Film Australia.

Auf einem Rastplatz begrüsst uns ein Black Cockatoo. Er posiert schön für unser Foto und geniesst es sichtlich, ein beliebtes Fotomotiv zu sein.

Vom Kelly's Knob Lookout überblickt man ganz Kununurra. Wir geniessen die Ruhe hier oben und sind mit den Gedanken bereits wieder am planen, was wir als nächstes besichtigen. So wird uns nie langweilig und wir haben immer genug Material, um den nächsten Reisebericht zu schreiben.

Einmal mehr herzlichen Dank für deinen Besuch auf unserer Homepage. Wir hoffen unser Reisebericht hat dir gefallen. Die nächsten zwei Reiseberichte sind bereits in Arbeit. Australien ist ein wundervolles Land und es gibt noch einiges zu erzählen.

Unter Auf der Gibb River Road durch die Kimberly's findest du den nächsten Reisebericht.

Viele Grüsse vom Top End Australiens,

Reni und Marcel

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