Australien 2009 – Reisebericht 4

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Australische Gastfreundschaft auf der Baumwollfarm in Moree

Am 4. April fahren wir von der Küste landeinwärts. Auf dem Ausflug in den Snowy River Nationalpark haben wir den Australier Sandy kennen gelernt und ihn wollen wir nun besuchen gehen. Als wir Sandy anrufen und fragen, ob wir am Montag vorbeischauen können, werden wir gleich für ein Wochenende an einem See eingeladen. Sandy mit seiner Frau Steph haben sich mit ein paar Verwandten und Freunden für ein Wochenende am Lake Keepit verabredet. Sie laden uns ein mit ihnen das Wochenende gemeinsam zu verbringen. Ganz spontan entscheiden wir uns also schon am Samstag von der Küste direkt zum Lake Keepit zu fahren. Auf der Strecke erleben wir das erste Mal so richtig die Weiten Australiens. So weit das Auge reicht einfach nur Felder und nur ganz weit weg am Horizont sehen wir ein paar Hügel.

Am Spätnachmittag erreichen wir den Campground am Lake Keepit. Wir fahren mit dem Wagen gleich zum See und finden dort Sandy, Steph und deren Freunde. Wir werden mit all den Leuten bekannt gemacht und trinken erst Mal ein Bier. Hoffentlich werden wir nicht nach all den Namen gefragt. Wir sind gesamthaft fast 20 Leute.
Dann werden wir von Sandy zu einer Bootsfahrt in seinem schnittigen Boot eingeladen. Das Wasser ist schön flach, es hat kaum Wellen und mit dem abendlichen Licht ist die Fahrt atemberaubend.

Dann beziehen wir unseren Platz zum Schlafen und richten uns ein. Wir haben einen superschönen Platz unter einem Baum mit direktem Blick auf den See.

Dann treffen wir uns alle zusammen in der Gemeinschaftsküche des Campingplatzes. Dort hat es zwei grosse Grill, die beide bis zum Rand mit Fleisch beladen werden. Das ist ein richtiges Australisches Barbecue.

Wir sitzen zusammen, erzählen Geschichten und lernen viel über die australische Lebensweise. Natürlich ist auch Tumble, der Hund von Sandy und Steph, mit dabei. Hier lässt er sich gerade von Sandy's Bruder verwöhnen.

Es ist schon spät und von der langen Fahrt sind wir auch ein bisschen müde. So gehen wir alle schlafen. Wir wollen morgen fit sein für einen erlebnisreichen Tag am Lake Keepit.

Am Morgen erwachen wir früh und können so den Sonnenaufgang über dem See miterleben. Zuerst verfärbt sich der Horizont orange. Im Gras sind Kängurus am fressen und ein leichter Dunst zieht über die Felder.

Dann klettert die Sonne langsam über den Horizont und wirft die ersten Sonnenstrahlen über denSee.

Am Horizont sind ein paar Wolken. Zwischen diesen Wolken müssen sich die Sonnenstrahlen hindurchkämpfen. Mit den schwarzen Schwänen auf dem See und dem morgendlichen Dunst auf dem Wasser ergibt sich eine sehr schöne Bildkomposition.

Dann hat sich die Sonne die Übermacht gegen die Wolken erkämpft und beleuchtet den See in herrlichem Morgenlicht.

Wir treffen uns alle wieder in der Gemeinschaftsküche, wo wir zusammen Frühstücken. Der Grill ist bereits wieder aufgeheizt und Speckscheiben und Spiegeleier werden darauf gebraten. Nach dem stärkenden Frühstück fahren wir wieder zum See. Zwei Boote werden zu Wasser gelassen und ein actiongeladener Tag auf und im Wasser kann beginnen.

Zuerst steht Wasserskilaufen auf dem Programm. Reni und ich sind noch nie auf Wasserskiern gestanden und sind sehr gespannt wie das ist. Zuerst versuche ich mein Glück. Ich erhalte die Instruktionen. Das Wichtigste ist immer die Arme gestreckt lassen und nicht anziehen. Gespannt sitze ich im Wasser mit den Skiern an den Füssen und dem Seil in den Händen. Der erste Startversuch misslingt. Beim zweiten Mal klappt es bereits und ich stehe auf den Skiern und gleite über das Wasser.

Es ist ein geniales Gefühl einfach auf den Skiern über das Wasser zu gleiten. Nach ein bisschen Angewöhnungszeit versuche ich auch über die Wellen zu fahren. Die ersten paar Mal ist das ein bisschen ungewohnt, aber dann geht auch das recht gut. Ich flitze hinter dem Boot hin und her über die Wellen und könnte immer so weiterfahren und möchte gar nicht loslassen.

Dann versucht Reni ihr Glück. Beim ersten Mal spritzt es wie verrückt und sie kommt einfach nicht richtig aus dem Wasser.

Nach ein paar Versuchen klappt es aber auch und Reni gleitet übers Wasser.

Uups! Das passiert also wenn man die Arme nicht gestreckt hält. Das gibt eine harte Landung auf dem Hinterteil.

Und so sieht das Ganze aus wenn ein Halbprofi wie Sandy auf einem Monoski ganz elegant über das Wasser gleitet.

Kaum zurück vom Wasserskilaufen ruft das nächste Abenteuer. Das Blasten oder wie es hier genannt wird, das fahren auf einem Biskit. Dies ist vom Prinzip her als ob man eine Luftmatratze hinter einem Motorboot hinterher zieht. Reni versucht hier ihr Glück zusammen mit Pru.

Die Schuhe werden am Seeufer zurückgelassenund los geht der Spass.

Dann gilt es ernst für mich und ich gehe mit Sandy und Hamisch zusammen blasten. Nun ist zu sagen, dass beides grosse kräftige Kerle sind die auf einer Farm arbeiten und ganz schön anpacken können. Das Boot das uns zieht hat einen riesigen Motor mit 400 Pferdestärken und Sandy's Bruder, der das Boot steuert, gibt ganz schön Gas.

Die Fahrt ist genial aber unglaublich anstrengend und hart. Wir werden ein paar Mal richtiggehend in die Luft geschleudert und das Biskit springt auf dem Wasser wie ein wild gewordener Stier. Jedes mal wenn ich den 5.4 Liter Chevrolet Motor des Bootes aufheulen höre weiss ich, dass es gleich wieder rund gehen wird. Zum Glück sind noch alle Knochen ganz und wir haben die Fahrt ohne Zwischenfälle überstanden. (Sandy, Marcel und Hamisch)

Am Mittag packen wir alles wieder zusammen, verladen die Boote auf die Anhänger und verabschieden uns von allen. Dann fahren wir Richtung Moree, wo Sandy und Steph wohnen. Auf dem Weg fahren wir aber noch bei Pru und Sam vorbei. Die beiden waren auch am Lake Keepit und ihre Farm liegt auf dem Weg nach Moree. Da Mittagszeit ist wird auch gleich wieder der Grill angeworfen und wir essen Würste und Salat bevor wir weiter nach Moree fahren.
Am Nachmittag fahren wir dann zur Farm, wo Steph und Sandy wohnen. Sandy ist der Manager dieser riesigen Baumwollfarm die zu einer grösseren Firma gehört.Moree liegt im Nordwesten des Staates New South Wales.
Mit zuverlässigem Regenfall und einer sehr reichhaltigen Erde ist die Region Moree die produktivste Landwirtschaftsregion in Australien. Es wird vor allem Korn und Baumwolle angepflanzt, aber auch Oliven und Pekanüsse gedeihen hier.
Wir fahren eine ganze Weile an riesigen Feldern vorbei, bevor wir zum Wohnhaus der beiden kommen. Hier eines der unbepflanzten Felder, das für die nächste Anpflanzung vorbereitet ist.

Sandy fährt mit uns gleich wieder los und zeigt uns die Baumwollfelder. So erhalten wir einen ersten Eindruck von der Grösse der Farm und lernen schon vieles über die Baumwollanpflanzung. Reni und ich sehen das erste Mal wie Baumwolle angepflanzt wird und wo eigentlich unsere Kleider herkommen.
Die Baumwollpflanzen stehen kurz vor der Ernte, brauchen aber noch zwei, drei Wochen.
Als ersten Schritt im Produktionszyklus müssen die Felder vorbereitet werden. Die Felder sind riesig und um die Felder ist ein komplexes Bewässerungssystem mit Kanälen, Rohren und Pumpen angelegt. Sandy hat auf der Baumwollfarm zwei riesige Wasserreservoirs und Anschluss an einen Fluss. Das Wassermanagement ist sehr komplex und der Kernpunkt der Baumwollpflanzung. Die Regierung überwacht den Wasserverbrauch und man benötigt Wasserlizenzen die genau vorschreiben, wie oft und wie viel Wasser zur Bewässerung verwendet werden darf.
Wenn die Felder vorbereitet sind, wird zwischen September und November gepflanzt. Die Baumwollpflanze ist mit dem Hibiskus verwandt und wächst bis zu einer Höhe von etwa einem Meter. Im Spätsommer entsteht die "Frucht" oder Baumwollbausch, welche dann im Herbst, nach rund 150 Tagen, Pflückreif ist.

Nun ist hier in Australien eben Herbst und die Baumwollknospen sind recht weit entwickelt, aber viele sind noch geschlossen wie diese hier.

Einige Knospen sind bereits halb offen wie diese hier, was aber auch noch zu wenig ist.

So sehen die Felder zur Zeit aus. Ein Teil der Baumwollknospen ist schon offen und die weisse Bauwolle ist gut zu sehen. Die obersten Knospen sind aber noch halb oder sogar ganz geschlossen und brauchen noch ein wenig mehr Sonne.

Am Ende werden alle Knospen so weit offen sein wie diese hier und dann ist die Zeit gekommen die Baumwolle zu ernten.

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende, die Sonne verabschiedet sich mit einem superschönen Licht und verschwindet für heute hinter dem Horizont. Wir fahren zurück zum Haus, packen unsere Badekleider und fahren nach Moree. Dort wartet ein heisses Thermalbad auf uns. Nach einem Tag mit so viel Aktivität und Anstrengung für den Körper ist das Baden in eine Thermalquelle sicher nicht verkehrt.

Moree gilt als die Hauptstadt der Thermalbäder in Australien. Der "Moree Hot Artesian Pool Complex" ist die grösste Touristenattraktion in Moree. Das Wasser, mit welchem die heissen Bäder gespiesen werden, kommt aus dem Great Artesian Basin, einem der grössten Artesischen Becken der Welt. Dieses unterliegt rund einem fünftel der Fläche Australiens und hat eine Fläche von rund 1'711'000 Quadratkilometer. Es wird vermutet, dass ein Teil des Wassers über zwei Millionen Jahre alt ist. Die gebohrte Quelle von Moree fördert rund 42 Grad warmes Wasser aus einer Tiefe von 868 Meter an die Oberfläche. Die Quelle wurde bereits im Jahre 1895 gebohrt und war 951 Meter tief.
Eigentlich wurde das Artesische Wasser nur zufällig entdeckt, denn die Bohrung wurde unternommen um Wasser für die Bewässerung der Felder zu finden. Dabei wurde eben das Artesische Becken angebohrt und das Wasser, welches mit hohem Druck aus der Bohrung austritt, hatte erstmal die umliegenden Geschäfte und das neu erbaute Hotel Victoria überschwemmt. Leider hat sich dann aber herausgestellt, dass das Wasser mit dem hohem Mineralanteil und der hohen Temperatur für die Bewässerung der Felder nicht verwendet werden kann. So wurde das Wasser eben anderweitig genutzt und im Jahre 1998 die Bäder eröffnet. Im Jahre 1999 wurde eine neue Quelle gebohrt, welche 868 Meter tief ist.

Dank dem Bad in den Thermalquellen fühlen wir uns am nächsten Morgen Topfit und sind bereit für einen weiteren Interessanten Tag in den Baumwollfeldern. Auf der Nachbarsfarm sind die Pflanzen bereits etwas weiter entwickelt und die Baumwollfelder bereit zum Pflücken. Vor dem Pflücken wird übrigens mit Sprühflugzeugen eine Chemikalie über die Pflanzen gesprüht. Diese Chemikalie veranlasst die Baumwollpflanzen die Blätter abzuwerfen. Zurück bleiben dann die Stauden mit den Baumwollbüschel, die sehr einfach mit den Pflückmaschinen geerntet werden können.

Die Baumwollknospen sind vollständig geöffnet und den grossen Teil der Blätter hat die Pflanze abgestossen. Es ist ein sehr schöner Anblick. Wenn wir über die Felder schauen sind diese Schneeweiss.

Dies sind die riesigen Pflückmaschinen mit welchen die Baumwolle von den Feldern geerntet wird. Eine Pflückmaschine besteht aus vier Modulen und kann somit vier Reihen gleichzeitig Pflücken. Die Baumwolle wird von den Stauden gepflückt und in einen grossen Behälter geblasen.

Hier kommt gerade ein Pflücker angefahren der vier Reihen gepflückt hat.

Nach jeder Fahrt muss der Behälter mit der Baumwolle geleert werden. Die Baumwolle wird von dem Behälter auf dem Pflücker in eine Modulpresse befördert.

In diesen Pressen wird die Baumwolle zu riesigen Baumwollmodulen gepresst. Diese Baumwollmodule sind so gross wie ein Schiffscontainer und wiegen je nach Pressung zwischen 12 und 18 Tonnen.

Nun sind wir an der Reihe. Reni und ich können je mit einem Pflücker mitfahren und so können wir das Pflücken der Baumwolle hautnah miterleben. Wir klettern also auf einen dieser riesigen Maschinen, begrüssen die Fahrer, die zum Teil bis zu 14 Stunden pro Tag diese riesigen Maschinen steuern und fahren los. Die Fahrerkabinen der Pflücker sind sehr modern, klimatisiert und mit allerhand elektronischen Anzeigen und Bedienelementen ausgestattet. Die Fahrer müssen sehr präzise arbeiten und wegen des Staubes, den die Baumwolle produziert, müssen die Pflückmodule mehrmals pro Tag geschmiert werden. Nun fahren wir los. Die Fahrt durch die Baumwollstauden mit rund vier Kilometer pro Stunde ist sehr interessant und wir erfahren weitere Details von den Fahrern.

Wieder sind vier Reihen Baumwolle gepflückt und der Inhalt wird in die Pressen befördert. Nun sind die Leute an der Presse gefragt und bemühen sich, die Baumwolle möglichst kompakt zu pressen. Am Ende entstehen diese riesigen Baumwollmodule. Dise werden zugedeckt und dann mit einem speziellen LKW zur Weiterverarbeitung transportiert.

Nach dem Mittagessen wartet ein ganz anderes Abenteuer auf uns. Die Nachbarn von Sandy und Steph sind Schweizer. Vor rund 35 Jahren sind die Schneebeli's nach Australien ausgewandert und haben hier in Moree eine Farm aufgebaut. Als sie vom Schweizer Besuch erfahren, werden wir gleich zu einem Rundflug eingeladen.

Vater Henry und Sohn Nick besitzen nämlich ein eigenes Flugzeug. Das Flugzeug ist ein zweiplätziges Leichtbauflugzeug der Slowenischen Firma Pipistrel. Das Flugzeug mit der Bezeichnung Sinus ist ein sehr schönes Flugzeug. Die Schneebeli's haben das Flugzeug erst seit kurzem und es riecht im Innern noch wie ein neues Auto. Das ultraleichte Segelflugzeug hat einen Motor und kann damit auf sehr kurzen Pisten starten. Ausserdem hat das extrem effiziente Flugzeug eine bemerkenswerte Reichweite. Das Flugzeug ist bis zu 200 km/h schnell und hat einen Verbrauch von weniger als 10 Liter pro Stunde. Mit dem Standard 60 Liter Tank kommt das Flugzeug somit über 1'000 Kilometer weit.

In Australien ist ja bekanntlich viel Platz vorhanden und so haben sich die Schneebeli's vor der Haustüre gleich eine eigen Piste angelegt. So können sie das Flugzeug nur aus dem Hangar ziehen und schon geht das Flugvergnügen los.

Zuerst geht Reni mit Nick auf einen Rundflug und danach bin ich an der Reihe. Alles O.K. und es kann losgehen.

Der Start verläuft reibungslos und schnell gewinnen wir an Höhe. Der Motor ist zwar mit rund 80 PS nicht sehr kräftig, aber das Flugzeug wiegt ja auch nur rund 280 kg. Kombiniert mit einer Spannweite von 15 m ist das Flugzeug sehr agil und kann auf einer Strecke unter 100 Meter starten.

Schnell erreichen wir eine beträchtliche Höhe und haben so eine atemberaubende Sicht über die Umgebung von Moree. Wir sehen viele Felder und erhalten einen Eindruck darüber, wie flach eigentlich die Landschaft ist.

Es ist ein wunderschönes Gefühl wenn wir ein Kurve fliegen und wir die Aussicht über die ganzen Felder umso mehr geniessen können.

Auf diesem Bild sehen wir zwei Baumwollfelder die bereit sind für das Pflücken. Die Felder haben sich weiss verfärbt. Die Baumwollknospen sind geöffnet und die Stauden haben die Blätter abgeworfen. Auf dem Feld in der Mitte wird bereits geerntet und wir können die dunklen Bahnen sehen, welche bereits gepflückt wurden.

Diese Felder sind noch recht grün und brauchen noch eine Weile bis die Baumwollknospen geöffnet sind. Wir können auf diesem Bild auch sehr gut die Bewässerungskanäle zwischen den Feldern sehen.

Nun schaltet Nick den Motor aus und stellt die Propellerblätter so, dass sie möglichst wenig Luftwiderstand haben. Es ist ein sehr erhabenes Gefühl nun ohne Motorenlärm einfach über die Felder zu gleiten.

Hier schauen wir uns eine Firma an, welche die gepflückte Baumwolle weiterverarbeitet. In den gepflückten Baumwollbüschel befinden sich ja noch die Samen der Baumwolle und auch Überreste der Blätter können noch in den Baumwollbüschel hängen. Diese Samen und andere Verunreinigungen müssen also noch entfernt werden, was in dieser Entkernungsanlage durchgeführt wird. Das Gelbe sind die Ballen, welche auf die Verarbeitung warten.Sobald die Baumwolle von sämtlichen Verunreinigungen befreit sind, wird die Baumwolle exportiert.

Dies ist die Farm von Sandy und Steph. Im Vordergrund ist der ganze Maschinenpark zu sehen. Auf der rechten Bildseite, zwischen den Bäumen, ist das Wohnhaus.

Auf diesem Bild sind die Bewässerungskanäle sehr schön zu sehen und in der Bildmitte ist das eine der beiden Wasserreservoirs zu sehen. Die Wasserreservoirs sind so gross, dass Sandy und Steph hier Wasserskifahren können.

Auf den leeren Feldern der Schneebeli's ist der Schatten des Flugzeuges zu sehen.

Anflug zu Landung. Die Höhe stimmt, die Geschwindigkeit ist im grünen Bereich und alle Anzeigen sind O.K. Gleich setzten wir zur Landung an.

Eine perfekte, sanfte Landung ohne Probleme. Nun haben wir wieder sicheren Boden unter den Füssen und sind sehr beeindruckt von der wunderschönen Aussicht, welche wir von luftige Höhe aus geniessen konnten. Das Fliegen mit Nick in seinem Ultraleichtflugzeug war ein sehr schönes Erlebnis und wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Nochmals vielen herzlichen Dank für den Rundflug, Nick. Es war ein Supererlebnis.

Ein wunderschöner Tag mit sehr vielen Eindrücken geht zu Ende. Die Sonne verabschiedet sich hinter dem Horizont und verwandelt den Himmel mit seinen Farben in ein Märchenland.

Heute Abend haben Sandy und Steph die Familie Schneebeli zum Abendessen eingeladen. Obwohl sie seit rund drei Jahren Nachbarn sind haben sie noch nie zusammen gegessen und so sind Reni und ich der Anlass für dieses Abendessen. Von links nach rechts: Steph, Nick, Martha, Sandy mit Tumble, Henry, Reni und Pru (Freundin von Steph und Sandy).

Viel zu schnell vergeht die schöne Zeit bei unseren Freunden in Moree und es heisst schon wieder Abschied nehmen. Wir haben so viel gelernt über die Menschen und ihr Leben hier auf dem Lande, wofür wir sehr dankbar sind. Wir konnten die wundervolle Gastfreundschaft der Australier geniessen und waren ein Teil der Familie. Vielen herzlichen Dank für die Gastfreundschaft, Steph und Sandy.

Am Dienstag, 7. April fahren wir weiter Richtung Osten. Da bald Ostern ist und danach Schulferien sind, wird dieses Wochenende an der Küste sehr viel Betrieb sein. Wir entschliessen uns, die Ostern in einem Nationalpark im Walde zu verbringen. Wir fahren zum Mann River Nationalpark und finden dort einen sehr idyllischen Platz wo wir unsere Zelte aufschlagen. Der Platz ist kostenlos und unser Schlafplatz liegt direkt am Mann River.

Zu Ostern probieren wir diese für uns neue Kreation aus, welche wir von Steph gelernt haben. Das ist sozusagen unsere diesjährige Interpretation des Ostereies.

Im Gras neben unserm Schlafplatz tummeln sich die Kängurus. Besonders am Morgen und am Abend sind die Kängurus aktiv und fressen vom Gras. Während des Tages stehen oder Liegen die Kängurus im Gras und faulenzen.

Zur Infrastruktur auf dem Platz gehören Toiletten und diese Feuerstellen, auf der wir während des Osterwochenendes unser Essen zubereiten. Das Holz wird auch zur Verfügung gestellt, ist aber feucht. So wird die Feuerstelle sehr multifunktionell genutzt. Holz wird getrocknet, Teewasser gekocht, Brot gebacken, Fleisch gebraten und gekocht. So lernen wir, was wir mit einer einfachen Feuerstelle alles anfangen können. Wir haben viel Zeit und die nutzen wir rund um das Feuer. Das Essen, das wir auf dem Feuer zubereiten schmeckt vorzüglich.

Leider ist das Wetter nicht sehr schön aber wenigstens regnet es nicht. Ab und zu unternehmen wir kurze Wanderungen durch den Wald.

Auf der Weiterfahrt Richtung Grafton am Ostersamstag besuchen wir noch den Gibraltar Nationalpark. Hier unternehmen wir eine Wanderung durch den Wald. Auf dieser Wanderung kommen wir bei der Felsformation aus Granit vorbei, welche The Needles genannt wird.

Von Grafton aus erreichen wir am nächsten Tag recht rasch die Küste. An der Byron Bay machen wir Halt und schauen uns den schönen Leuchtturm an. Über einen kurzen Gehweg erreichen wir den östlichsten Punkt Australiens.

Viele Australier auf dem Lande besitzen Hunde. Diese Hunde fahren liebend gerne mit dem Auto mit und halten dabei den Kopf aus dem Fenster oder fahren gleich auf der Ladefläche mit. Die Hunde scheinen den frischen Luftzug unheimlich zu geniessen. Diesen Schnappschuss vom Hund auf dem Autodach haben wir aus einem Kaffee geschossen.

Am Ostermontag fahren wir in den Border Ranges Nationalpark. Leider ist das Wetter heute noch schlechter. Am Morgen ist es sehr stark bewölkt. Als wir in die Höhe zum Nationalpark fahren erreichen wir die Wolkendecke und es wir immer scheusslicher.

Wir schaffen gerade noch eine kurze Wanderung durch den wunderschönen Regenwald bevor es anfängt zu regnen. Auf unserer kurzen Wanderung sehen wir wunderschönen, sehr dichten und unheimlich grünen Regenwald.

Wir fahren weiter in nördlicher Richtung und überqueren die Staatsgrenze nach Queensland. Zum Abschluss noch eine Aufnahme von einem sich öffnenden Farnblatt.

Wir bedanken uns einmal mehr für deinen Besuch auf unserer Homepage. Wir hoffen unser Bericht gefällt dir. Unsere Erlebnisse im Staate Queensland werden wir in den nächsten Berichten beschreiben.

Bis zum nächsten Mal.

Unter Von Brisbane nach Norden ins Naturparadies Fraser Island findest du den nächsten Reisebericht.

Viele Grüsse vom RotenKontinent,
Marcel und Reni

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