Malediven

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The island paradise of the Maldives in the Indischen Ozean

(Texts are in german only. But pictures say more than a tousand words. Enjoy!)

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Die Geographie der Malediven

Die Malediven sind eine Kette von Inseln inmitten des Indischen Ozeans welche sich auf einer Länge von 900 Kilometern erstrecken. Die südlichen Inseln liegen auf der Höhe des Äquators. Indien ist das nächste Festland und liegt ca. 600 Kilometer entfernt in nordöstlicher Richtung, Sri Lanka liegt ca. 700 Kilometer entfernt in östlicher Richtung. Die 1196 Inseln, welche in 26 geographischen Atollen liegen sind in 20 administrative Atolle eingeteilt. 220 werden von der lokalen Bevölkerung bewohnt und 87 Inseln werden von Resorts als Touristeninseln genutzt.

Die Inseln sind alle sehr klein. Nur gerade 28 der 1190 Inseln besitzen eine Landmasse grösser als ein Quadratkilometer.

Die Bevölkerung der Malediven

Die Bevölkerung der Malediven zählt rund 395'000 Einwohner wovon rund ein Viertel in der Region um Male wohnt.

Die Bevölkerung ist verteilt auf den 220 bewohnten Inseln. Ein Drittel der bewohnten Inseln zählen weniger als 500 Einwohner und nur auf 30 Prozent der Inseln leben mehr als 1000 Einwohner. Diese Verteilung der Bevölkerung führt zu hohen Kosten im Sozial und Gesundheitsbereich.

Das Klima der Malediven

Die Malediven liegen nahe dem Äquator und stehen unter dem Klimaeinfluss des Monsuns. Die Malediven kennen zwei Jahreszeiten. Die Trockensaison oder Nordostmonsun von Januar bis März und die Regensaison oder Südwestmonsun von Mai bis November. Allerdings variiert die Temperatur kaum während der Jahreszeiten und ist über das ganze Jahr relativ stabil um die 29°C. Während des Tages liegt die Durchschnittstemperatur bei 31°C und in der Nacht bei 23°C. Die Tagestemperaturen werden durch die normalerweise vorhandene angenehme Brise etwas gemässigt.

Während der Regensaison kann es heftig regnen. Oft kann dieser Regen auch über mehrere Tage anhalten. Im Jahre 2002 wurde innert 24 Stunden eine Rekordniederschlagsmenge von 220 mm gemessen.

Auf der anderen Seite werden aber die Malediven auch mit reichlich Sonnenstunden während des gesamten Jahres beglückt. Im Durchschnitt scheint die Sonne an mehr als 2700 Stunden im Jahr oder rund 7.5 Stunden pro Tag.

Die Geschichte der Malediven

Über die Erstbesiedlung der Malediven ist man sich bis heute uneinig. Eine Theorie besagt, dass die Besiedlung der Malediven ihren Anfang im 5. Jahrhundert v. Chr. nahm, als sich buddhistische Fischer aus Indien und von der Insel Ceylon auf den Inseln niederliessen.

1558 besetzten die Portugiesen die Inseln, sie wurden aber in einem acht Jahre andauernden Guerillakrieg vertrieben. Erst im 17. Jahrhundert schaffte es ein europäisches Land, die Inseln zu unterwerfen. Die Niederlande machten aus dem maledivischen Sultanat ein Protektorat, nachdem sie auch Ceylon besetzt hatten. Als die Niederlande Ceylon an die Briten 1796 verloren, gerieten auch die Malediven unter britischen Einfluss, so dass sie von 1887 bis 1965 britisches Protektorat waren.

1953 wurde die Republik ausgerufen. Nach einer Volksabstimmung wurde jedoch wieder das Sultanat eingeführt. Drei Jahre später, 1956, erhielten die Malediven innere Autonomie. 1963 gab Grossbritannien die Inseln auf, behielt aber das Nutzungsrecht an den Militärflughäfen. Die Malediven traten dem Colombo-Plan bei und wurden dann zwei Jahre später im Jahre 1965 unabhängig. Per Verfassungsänderung wurde 1968 das Sultanat in eine Republik umgewandelt. 1982 traten die Malediven dem Commonwealth of Nations bei. Erst im Jahre 1972 öffnete sich das Land – zunächst langsam – für den Tourismus. 1976 verliessen die Briten das Land endgültig, da die 30-jährige Nutzungszeit der Militärflughäfen abgelaufen war. Die Politik wurde stark durch den Präsidenten Maumoon Abdul Gayoom geprägt. Er war von 1978 für sechs Amtszeiten bis 2008 im Amt. Im Jahre 2008 ging die Ära Gayoom zu Ende und der neue Präsident Mohamed Nasheed ist seither das Staatsoberhaupt der Malediven.

Die Wirtschaft der Malediven

Trotz des Tourismus gehören die Malediven zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Bruttosozialprodukt betrug 2009 1674 Mio. US-Dollar, das BSP pro Einwohner rund 4200 US-Dollar. Nach Angaben der Maldivian Democratic Party leben 42 Prozent der Malediver von weniger als 1,17 US-Dollar am Tag. Der Tourismus hat viele Millionäre geschaffen. Durch die Preissteigerungen ist jedoch der grosse Teil der Bevölkerung verarmt und an den Rand der Verelendung gebracht worden. Es herrscht eine starke Inflation – im Juli 2008 betrug sie 48 Prozent. Tausende Malediver bringen ihre Familien nach Indien, weil sie sich das Heimatland nicht mehr leisten können und die Kinder dort eine geregelte Schulausbildung bekommen.

Die Atolle der Malediven

Die Malediven bestehen aus rund 1190 Inseln die in 26 verschiedene Atolle gruppiert im indischen Ozean liegen. Die Inseln sind in Nord-Süd Ausrichtung auf 900 Kilometern und in Ost-West Ausrichtung auf 150 Kilometern verstreut. Wir haben während den letzten zehn Jahren in verschiedenen Atollen getaucht. Die meisten Tauchgänge haben wir im Lhaviyani Atoll durchgeführt, aber auch im Noonu, Baa, Raa, Nord Male, Süd Ari sowie im Süd Nilandhe Atoll haben wir getaucht.

Einige interessante Fakten:

  • Der niedrigste Punkt der Malediven ist logischerweise auf Meereshöhe und beträgt somit 0 m. Der höchste "Berg" der Malediven ist 2.4 m hoch und liegt auf der Insel Wilingili.
  • In der Hauptstadt Male wohnen rund 85'000 Menschen, die zweitgrösste Stadt beherbergt rund 10'000 Einwohner.
  • Die Staatsreligion ist der Islam. Es ist auch Besuchern untersagt eine andere Religion auszuüben.
  • Die Inseln ergeben zusammen eine Fläche von etwa 300 km2. Im Gegensatz zur Landfläche ist die Wasserfläche rund 110'000 km2 gross.
  • 200 der Inseln sind bewohnt und 87 Inseln beherbergen touristische Infrastrukturen.
  • 395'000 Einwohner leben auf den Malediven.
  • Die Sprache der Malediver ist Dhivehi, ein singhalesischer Dialekt und die Schrift ist vom Arabischen abgeleitet.